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Bewertung von Betriebsvermögen im Erbschaftssteuerrecht: Ein praxisorientierter Leitfaden

  • Kartonierter Einband
  • 84 Seiten
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Mit Beschluss vom 7.11.2006 hat das BVerfG das ErbStG für verfassungswidrig erklärt, da für verschiedene Vermögensarten kein gemei... Weiterlesen
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Beschreibung

Mit Beschluss vom 7.11.2006 hat das BVerfG das ErbStG für verfassungswidrig erklärt, da für verschiedene Vermögensarten kein gemeinsamer Bewertungsmaßstab angewendet wird und somit ein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Art. 3 GG vorliegt. Daraufhin hat der Gesetzgeber eine verfassungskonforme Neuregelung ausgearbeitet, wonach alle Vermögensarten, im Sinne einer horizontalen Erbschaftsteuergerechtigkeit, mit dem gemeinen Wert zu bewerten sind. Auf einer zweiten Ebene sollen zielgenaue Förderungs- und Lenkungsziele eine vertikale Erbschaftsteuergerechtigkeit innerhalb der jeweiligen Vermögensart gewährleisten. Das am 01.01.2009 in Kraft getretene Erbschaftsteuerreformgesetz sowie die Mitte 2009 veröffentlichten Ländererlasse wurden von vielen Fachleuten stark kritisiert, da sie unklar ausgestaltet sind und somit viel Streitpotenzial zwischen dem Steuerpflichtigen und der Finanzverwaltung determiniert ist. Hinsichtlich dieser Problematik befasst sich das erste und zweite Kapitel des vorliegenden Fachbuchs mit einer ganzheitlichen Untersuchung der, im Erbschaftsteuerecht zur Verfügung stehenden, Bewertungsverfahren für Betriebsvermögen. Im Mittelpunkt dieses Abschnitts steht eine Vergleichsrechnung zwischen dem vereinfachten Ertragswertverfahren und dem Ertragswertverfahren nach IDW S 1. Das dritte und vierte Kapitel beschäftigt sich mit der Begünstigungsebene und zeigt wesentliche Gestaltungsmöglichkeiten auf, mit denen der Steuerpflichtige in die Lage versetzt werden soll, die einschlägigen Verschonungsvoraussetzungen zu erfüllen und um eine steueroptimale Ausnutzung der gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen.

Autorentext

Andreas Meinecke, M.Sc. wurde 1982 in Köln geboren. Sein Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt der Steuerwissenschaften an der Hochschule Fresenius in Köln schloss der Autor im Jahre 2010 mit dem akademischen Grad des Bachelor of Arts erfolgreich ab. Bereits während des Bachelorstudiums sammelte der Autor umfassende praktische Erfahrungen in der Finanzdienstleistungs-Branche. Nach seinem anschließenden Masterstudium an der Universität Siegen, das er 2012 erfolgreich mit dem akademischen Grad des Master of Science beendete, arbeitet der Autor im Risikomanagement eines Finanzdienstleistungsunternehmens.



Klappentext

Mit Beschluss vom 7.11.2006 hat das BVerfG das ErbStG für verfassungswidrig erklärt, da für verschiedene Vermögensarten kein gemeinsamer Bewertungsmaßstab angewendet wird und somit ein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Art. 3 GG vorliegt. Daraufhin hat der Gesetzgeber eine verfassungskonforme Neuregelung ausgearbeitet, wonach alle Vermögensarten, im Sinne einer horizontalen Erbschaftsteuergerechtigkeit, mit dem gemeinen Wert zu bewerten sind. Auf einer zweiten Ebene sollen zielgenaue Förderungs- und Lenkungsziele eine vertikale Erbschaftsteuergerechtigkeit innerhalb der jeweiligen Vermögensart gewährleisten. Das am 01.01.2009 in Kraft getretene Erbschaftsteuerreformgesetz sowie die Mitte 2009 veröffentlichten Ländererlasse wurden von vielen Fachleuten stark kritisiert, da sie unklar ausgestaltet sind und somit viel Streitpotenzial zwischen dem Steuerpflichtigen und der Finanzverwaltung determiniert ist. Hinsichtlich dieser Problematik befasst sich das erste und zweite Kapitel des vorliegenden Fachbuchs mit einer ganzheitlichen Untersuchung der, im Erbschaftsteuerecht zur Verfügung stehenden, Bewertungsverfahren für Betriebsvermögen. Im Mittelpunkt dieses Abschnitts steht eine Vergleichsrechnung zwischen dem vereinfachten Ertragswertverfahren und dem Ertragswertverfahren nach IDW S 1. Das dritte und vierte Kapitel beschäftigt sich mit der Begünstigungsebene und zeigt wesentliche Gestaltungsmöglichkeiten auf, mit denen der Steuerpflichtige in die Lage versetzt werden soll, die einschlägigen Verschonungsvoraussetzungen zu erfüllen und um eine steueroptimale Ausnutzung der gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen.



Leseprobe
Textprobe: Kapitel 3, Bewertungsmethoden im Erbschaftsteuerrecht: Die klassische Unternehmenstheorie unterscheidet, hinsichtlich des Vorgehens bei der Bewertung, zwischen - Einzelbewertungsverfahren und - Gesamtbewertungsverfahren, sowie daraus abgeleitete - kombinierte Bewertungsverfahren. Zu den Einzelbewertungsverfahren gehört der Liquidationswert bei Zerschlagung und der Substanzwert bei Fortführung des Unternehmens. Die Einzelbewertungsverfahren orientieren sich an dem Schema der Bilanz und zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Aktiva und Passiva einzeln bewerten. Zu den Gesamtbewertungsverfahren gehören die Discounted Cash Flow-Verfahren, die Ertragswertverfahren, wie IDW S 1 und AWH-Standard, als auch das Multiplikatorverfahren. Die Gesamtbewertungsverfahren lassen sich weiterhin in gesamtbewertungsorientierte Vergleichsverfahren und finanzwirtschaftliche Verfahren unterteilen. Letztere greifen auf die Erkenntnisse der Finanzierungs- oder Investitionstheorie zurück und lassen sich deshalb in investitionstheoretische und finanzierungstheoretische Bewertungsverfahren untergliedern. Die Finanzierungstheorie sieht den Unternehmenswert, in Anlehnung an das Shareholder Value-Konzept, als einen objektiven Marktwert, der im Sinne der Unternehmenseigner maximiert werden soll. Zu den finanzierungstheoretischen Verfahren zählen die DCF-Verfahren nach dem WACC-, APV- und Equity-Ansatz. Die marktorientierte Sicht der Finanzierungstheorie berücksichtigt allerdings nicht den Unterschied zwischen Wert und Preis eines Unternehmens. Denn der Wert eines Unternehmens ist für jeden Käufer individuell und drückt sich durch den Nutzen aus, den der Erwerber sich mit dem Bewertungsobjekt im Hinblick auf andere Vergleichsobjekte verspricht. Demnach kann es keinen Wert an sich sondern nur einen Wert für jemanden geben. Folglich gibt es keinen wahren objektiven Unternehmenswert für jedermann. Die Investitionstheorie dient hingegen der Entscheidungsfindung in einem unvollkommenen, also realen, Markt und zielt darauf ab, Zahlungsströme unter wirtschaftlichen Aspekten vergleichen zu können. Die Investitionstheorie basiert auf dem zentralen Schema des Kapitalwertes und bezieht, im Gegensatz zur Finanzierungstheorie, die individuellen Aspekte des Erwerbers in das Bewertungskalkül ein. Zu den investitionstheoretischen Verfahren gehören die Zukunftserfolgswert- bzw. Ertragswertverfahren. Die Ertragswertberechnung nach IDW S 1 stellt eine spezielle Variante dar, da sie auf dem Konzept des objektivierten Unternehmenswertes beruht. Dabei werden beispielsweise echte Synergieeffekte vernachlässigt und die persönliche Einkommensteuer erfasst. Das Multiplikatorverfahren zählt zu den gesamtbewertungsorientierten Vergleichsverfahren und versucht, den Unternehmenswert über branchenbezogene Umsatz-, Gewinn- oder Cash Flow- Multiplikatoren vergleichbarer Unternehmungen abzuleiten. Bei den kombinierten Bewertungsverfahren werden Elemente der Einzelbewertung mit denen der Gesamtbewertung verbunden. Zu dieser Gruppe gehörte z.B. das Stuttgarter Verfahren, dass die Finanzverwaltung als Schätzverfahren entwickelt hatte. 3., Wertableitung aus Verkäufen: Alle Wertpapiere und Schuldbuchforderungen, die am Bewertungsstichtag an einer deutschen Börse zum Handel oder im regulierten Markt zugelassen sind, werden mit dem niedrigsten am Stichtag notierten Kurs bewertet. Sollte am Bewertungsstichtag kein Börsenkurs vorliegen, so ist der letzte innerhalb von 30 Tagen vor dem Stichtag börsennotierte Kurs maßgeblich. In Ausnahmefällen kann es dazu kommen, dass insbesondere bei Familien- Aktiengesellschaften die stimmrechtslosen Vorzugsaktien börsennotiert sind und die stimmberechtigten Stammaktien an der Börse nicht eingeführt werden, sondern dem Besitz der Familie vorbehalten bleiben. In einem BFH- Urteil vom 9.3.1994 wurde entschieden, dass in einem solchen Szenario der gemeine Wert der nicht an der Börse notierten Stammaktien grundsätzl

Produktinformationen

Titel: Bewertung von Betriebsvermögen im Erbschaftssteuerrecht: Ein praxisorientierter Leitfaden
Autor:
EAN: 9783954850952
ISBN: 978-3-95485-095-2
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Igel Verlag
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 84
Gewicht: 152g
Größe: H221mm x B154mm x T12mm
Jahr: 2014