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Walter Kaesbach - Mentor der Moderne

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Walter Kaesbach (1879-1961) - Mentor der Moderne Im März 1933 wurde der Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie Walter Kaesbach vo... Weiterlesen
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Beschreibung

Walter Kaesbach (1879-1961) - Mentor der Moderne Im März 1933 wurde der Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie Walter Kaesbach von den Nationalsozialisten aus seinem Amt gejagt. Seit fast zehn Jahren hatte er diese Akademie reformiert: im Sinn einer eigentümlich entschiedenen Moderne, vom »Bauhaus« ebenso fasziniert wie vom »George-Kreis«. Nach Düsseldorf hatte er so bedeutende Künstler wie Paul Klee, Heinrich Campendonk, Ewald Mataré und Alexander Zschokke als Lehrer berufen; sie alle verloren nach seiner Entlassung ihre Stellen. Auf Anraten des Malers Helmuth Macke zog sich Walter Kaesbach 1933 in die »innere Emigration« auf die Bodenseehalbinsel Höri zurück. Er wurde dort aber nicht einfach zum Gärtner in idyllischer Landschaft. Von Hemmenhofen aus, wo bald auch Otto Dix lebte, hielt er Kontakt zu den als »entartet« gebrandmarkten Künstlern: allen voran zu seinen langjährigen Freunden Christian Rohlfs, Heinrich Nauen und Erich Heckel. Gefördert und gesammelt hatte er die Expressionisten schon, als er Assistent von Ludwig Justi an den Museen in Berlin war, dann als Leiter des Erfurter Museums und schließlich in Düsseldorf. Seine umfangreiche Kunstsammlung stiftete er noch in den Zwanzigerjahren seiner Heimatstadt Mönchengladbach. Einigen Künstlern konnte Kaesbach behilflich sein, als sie aus den bombardierten Städten auf die Höri flüchteten. Nach dem Untergang der Hitlerdiktatur profitierte die Region von den weit gespannten Kontakten dieses Mentors der Moderne. Schon im Herbst 1945 organisierte er die wegweisende Schau »Deutsche Kunst unserer Zeit« in Überlingen. 1946 wirkte er an den nicht weniger bedeutenden »Konstanzer Kunstwochen« mit. Den von Malerei faszinierten Obstbauern Paul Weber beriet er beim Aufbau einer hochkarätigen Sammlung zeitgenössischer Kunst. Bis an sein Lebensende war Kaesbach ein gefragter Sachverständiger für Museumsleute und Kunsthistoriker. Dieser Katalog erscheint anlässlich zweier aufeinander bezogenen Ausstellungen in Singen und Konstanz im Hebst 2008. Dort wird die Bedeutung W

Autorentext

Mit Textbeiträgen von: Christoph Bauer, geb. 1960 in Friedrichshafen, Studium der Kunstgeschichte, Neueren Geschichte und Historischen Hilfswissenschaften, Abschluss Magister Artium an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Seit 1993 Leiter des Städtischen Kunstmuseums Singen mit Arbeitsschwerpunkten: Künstler der klassischen Moderne und »Höri-Künstler«, Moderne aus dem deutschen Südwesten, zeitgenössische Kunst aus der Euregio Bodensee. Andreas Gabelmann, geb. 1967, Studium der Kunstgeschichte, Baugeschichte und Literaturwissenschaft in Karlsruhe und Bamberg, 1999 Promotion über den Expressionisten August Babberger, 2000-2002 Volontariat am Brücke-Museum Berlin, 2003/04 wissen schaft lich er Mitarbeiter des Städtischen Kunst museums Singen, seit 2004 tätig als freier Autor und Kurator für Museen und Galerien. Lebt und arbeitet in Radolfzell. Barbara Stark, geb. 1959 in Kassel. Lehre als Verlags buchhändlerin. Kunstgeschichtsstudium in Heidelberg. Promotion. 1987-1994 Leitung der Galerie der Stadt Sin del fingen. Seit 1994 Leiterin der Städtischen Wessenberg-Galerie Konstanz. Carlo Karrenbauer, geb. 1939 in Saarbrücken. Studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik in München und war langjährig im Medienbereich tätig. Seit 1980 ist er Inhaber des Auktionshauses Karrenbauer in Konstanz.



Klappentext

Der Katalog erscheint anlässlich der Doppelausstellung im Herbst 2008 in der Städtischen Wessenberg-Galerie Konstanz und dem Städtischen Kunstmuseum Singen.Walter Kaesbach (1879 Mönchengladbach ? 1961 Konstanz) entdeckte nach Kunststudium, Promotion, ausgedehnten Reisen und erster Museumsarbeit (ab 1909 Nationalgalerie Berlin) seine eigene Moderne: als früher Sammler von Christian Rohlfs, Heinrich Nauen, Erich Heckel u. a. Der Vermögende baute bald ein Netzwerk zu anderen Sammlern auf. In der Weimarer Republik wurde er einer der einflussreichen Kunstvermittler. Durch Ankäufe und Aufträge stärkte und inspirierte er in wechselnden Positionen vor allem expressionistische Künstler: 1919 in der »Galerie der Lebenden« (Nationalgalerie Berlin), ab 1920 als Direktor des Städt. Museums in Erfurt und ab 1924 als Direktor der Kunstakademie Düsseldorf. Schon in Erfurt wurde er wegen seiner Zusammenarbeit mit jüdischen Mäzenen bedroht. In Düsseldorf setzte er gegen heftigen Widerstand seine Neuerungen durch ? u. a. die Berufung von Heinrich Campendonk, Paul Klee und Ewald Mataré als Lehrer. Schon 1922 schenkte Kaesbach große Teile seiner privaten Kunstsammlung an seine Vaterstadt Mönchengladbach, diese Stiftertätigkeit setzte er bis in seine letzten Lebensjahre fort. Im März 1933 wurde Walter Kaesbach von den Nazis seines Amtes in Düsseldorf enthoben, auch die meisten der von ihm berufenen Lehrer wurden verjagt. Vom Sommer 1933 an lebte er mit seiner Gefährtin Paula Hess in Hemmenhofen am Bodensee, in jener Höri-Landschaft, die bald auch Otto Dix anzog und in der Kaesbach mehrere bedrohte oder ausgebombte Künstler um sich sammelte (Macketanz, Kindermann, Heckel u. a.). Nach Kriegsende gab es hochrangige Versuche, Kaesbach als Direktor nach Düsseldorf und Berlin zurückzuholen. Schon im Herbst 1945 veranstaltete er mit dem Maler Werner Gothein zusammen die erste Nachkriegsausstellung verfolgter und »entarteter« Künstler in Überlingen (»Deutsche Kunst unserer Zeit«).

Produktinformationen

Titel: Walter Kaesbach - Mentor der Moderne
Untertitel: Mentor der Moderne
Editor:
Autor:
EAN: 9783905707199
ISBN: 978-3-905707-19-9
Format: Fester Einband
Herausgeber: Libelle
Genre: Kunst
Anzahl Seiten: 116
Gewicht: 832g
Größe: H287mm x B230mm x T21mm
Veröffentlichung: 01.08.2008
Jahr: 2012
Auflage: 1. Aufl. 29.08.2008