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Free-Jazz-Avantgarde

  • Fester Einband
  • 512 Seiten
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Zwei Kunststudenten, ein malender Autodidakt, ein Jazzbassist, ein bei den Grazer Philharmonikern tätiger Fagottist: Sie und ander... Weiterlesen
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Beschreibung

Zwei Kunststudenten, ein malender Autodidakt, ein Jazzbassist, ein bei den Grazer Philharmonikern tätiger Fagottist: Sie und andere waren es, die tatsächlich schon ab Ende der 50er Jahre in Wien frei improvisierten Jazz spielten, wie er anderswo in Europa erst wesentlich später praktiziert wurde. Entsprechend heftig rieben sich die "Masters of Unorthodox Jazz" und die "Reform Art Unit" in jener Zeit am kulturellen Establishment. Das mit diesen Formationen assoziierte Geschichtsbild der Wiener Free-Jazz-Avantgarde oszilliert noch heute zwischen den Klischees der skurrilen Provokateure, der Scharlatanerie verdächtigen Dilettanten und der verkannten, isolierten Avantgardisten, die internationale Entwicklungen antizipierten. Diente den einen ihre "Galerie zum roten Apfel" gleichsam als "geschützte Werkstätte", so bedeutete den anderen der subkulturelle "Freundeskreis" um Schriftsteller und Devianzforscher Rolf Schwendter ein wichtiges Experimentier- und Rezeptionsfeld. Das vorliegende Buch bringt Licht in dieses bislang gänzlich unaufgearbeitete, spannende Kapitel österreichischer Musikgeschichte. Und wirft in der grundlegenden, kritischen Darstellung der chronologischen Ereignisabfolge über den primären Gegenstand hinaus aus ungewohnter Perspektive Schlaglichter auf die österreichische, insbesondere die Wiener Kulturszene vor allem der 50er bis 70er Jahre.


Seltsame Kauze sollen das gewesen sein. Und ebenso bizarr wie spannend ist vieles, was über sie an Gerüchten und Geschichten kursiert. Zwei sollen Kunststudenten gewesen sein, ein anderer Jazzbassist, wieder ein anderer klassischer Fagottist im Grazer Philharmonischen Orchester. Nebenbei sollen sie schon in den fünfziger Jahren frei improvisierten Jazz gespielt haben, wie er anderswo in Europa erst wesentlich später praktiziert wurde - der konservativen österreichischen Musikszene zum Trotz. Dementsprechend hört man von Skandalen, die auf der Tagesordnung gestanden sein sollen.
Das mit den beiden Formationen der Masters of Unorthodox Jazz (MoUJ) und der Reform Art Unit (RAU) assoziierte Geschichtsbild der Frühzeit der Wiener Free-Jazz-Avantgarde oszilliert heute zwischen zwei Klischeevorstellungen: jener der skurrilen Provokateure, der Scharlatanerie verdächtigen Dilettanten einerseits, sowie der der verkannten, isolierten Avantgardisten, die internationale Entwicklungen antizipierten. Diente den einen ihre "Galerie zum roten Apfel" (1959-65) gleichsam als "geschützte Werkstätte", so bildete den anderen der subkulturelle "Freundeskreis", auch "Informelle Gruppe" genannt, um Schriftsteller und Devianzforscher Rolf Schwendter als Experimentierfeld.
Die vorliegende Arbeit bringt Licht in dieses bislang gänzlich unaufgearbeitete Kapitel österreichischer Musikgeschichte. Und wirft in der grundlegenden, kritischen Darstellung der chronologischen Ereignisabfolge über den primären Gegenstand hinaus aus ungewohnter Perspektive Schlaglichter auf die österreichische, insbesondere die Wiener Nachkriegskulturgeschichte.

Produktinformationen

Titel: Free-Jazz-Avantgarde
Untertitel: Wiener Revolution im Hinterzimmer
Autor:
EAN: 9783205772569
ISBN: 978-3-205-77256-9
Format: Fester Einband
Herausgeber: Boehlau Verlag
Genre: Musik
Anzahl Seiten: 512
Gewicht: 1096g
Größe: H251mm x B180mm x T42mm
Jahr: 2005