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Werke in Einzelbänden (Band 7.1): »Ich sage, was zu sagen ist«

  • Leinen-Einband
  • 960 Seiten
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Die Werkausgabe wird weitergeführt mit einer Auswahl von Theaterkritiken, jener Gattung, in der sich Alfred Kerr seine Geltung ers... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Werkausgabe wird weitergeführt mit einer Auswahl von Theaterkritiken, jener Gattung, in der sich Alfred Kerr seine Geltung erschrieb und die für ihn eine gleichberechtigte Form der Dichtung war. Dieser Band zeigt den Aufstieg des Kritikers, der im Geleit Otto Brahm die Nachfolge Fontanes antrat, bis zu Schwelle der Weimarer Republik.

Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts war Alfred Kerr der prominenteste und eigenwilligste Theaterkritiker deutscher Sprache. Unverwechselbar (und nicht selten imitiert oder parodiert) Anlage, Stil und Ton seiner Prosa. Dem empfangenen Eindruck entspricht prägnanter Ausdruck, bald subtil, bald ruppig, unter römischen Ziffern reihen sich knappe Abschnitte, manchmal ist es ein Aphorismus oder nur ein einziges Wort. Die Subjektivität ist unverhohlen und stolz. Die Eitelkeit vereitelt nicht, sondern fördert formulierte Erkenntnis. Alfred Kerr verstand die Kritik als gleichberechtigtes Gegenstück zu ihrem Objekt und sich selber als schöpferischen Künstler. Die neue Ausgabe der Werke von Alfred Kerr reserviert den Theaterkritiken zwei Bände. Dieser erste enthält Arbeiten von 1893 bis 1919, der Schwelle der Weimarer Republik. Der Herausgeber Günther Rühle ist an die Quellen gegangen: Magazin für Literatur, Breslauer Zeitung, Die neue Rundschau, Die Nation und Der Tag. Er bietet jeweils den Erstdruck in seiner feuilletonistischen Spontaneität. Kerrs Kritiken aus der Zeit der Republik und den Jahren des Exils sammelt der zweite Band.

Autorentext
Alfred Kerr (ursprünglich Kempner), Deutschlands meistbewunderter und meistgehaßter Theaterkritiker seiner Zeit, wurde 1867 in Breslau geboren und studierte Literaturwissenschaft in Berlin.
Er war Mitarbeiter zahlreicher Zeitungen und Zeitschriften, unter anderen an der Breslauer Zeitung, am Tag, dem von ihm geleiteten zweiten Pan und am Berliner Tageblatt.
In Buchform veröffentlichte er, neben einer fünfbändigen Sammlung seiner kritischen Arbeiten, vor allem Reiseprosa und Gedichte. 1933 Flucht aus Deutschland. Mühselige Existenz, erst in Paris, später in London.
1948 erlitt er, als Besucher in Hamburg, einen Schlaganfall und nahm sich das Leben.

Günther Rühle, einer der angesehensten deutschen Theater­kritiker und Theaterschriftsteller, wurde 1924 in Gießen geboren. Er war von 19601985 ­Redakteur im Feuilleton der ­Frankfurter Allgemeinen Zeitung, seit 1974 auch dessen Leiter. 19851990 übernahm er die Intendanz des Frankfurter ­Schauspiels, war danach Feuille­tonchef des Tages­spiegel in Berlin. Er editierte u. a. die Werke von Marie­luise Fleißer und von Alfred Kerr, entdeckte dessen Berliner Briefe. Seine großen Dokumentationen Theater für die Republik. 19171933 und Zeit und Theater 19131945, dann ­seine zusammen­fassende Darstellung Theater in Deutschland. 18871945 wurden grundlegend für Erforschung und Nacherleben des Theaters jener Zeit. Günther Rühle ist Ehrenpräsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und Präsident der Alfred Kerr-Stiftung. Er wurde ausgezeichnet mit dem Theodor-Wolff-Preis (1963), dem Johann-Heinrich-Merck-Preis (2007), dem Hermann-Sinsheimer-Preis (2009), dem Binding-Kulturpreis (2010) und der Rahel-­Varnhagen-von-Ense-Medaille (2013).

Literaturpreise:

Theodor-Wolff-Preis 1963
Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay 2007
Hermann-Sinsheimer-Preis 2009
Binding-Kulturpreis 2010
Rahel-Varnhagen-von-Ense-Medaille 2013

Produktinformationen

Titel: Werke in Einzelbänden (Band 7.1): »Ich sage, was zu sagen ist«
Untertitel: Theaterkritiken 1893-1919
Autor:
Editor:
EAN: 9783100495105
ISBN: 978-3-10-049510-5
Format: Leinen-Einband
Herausgeber: Fischer S.
Genre: Sonstige Literatur
Anzahl Seiten: 960
Gewicht: 720g
Größe: H200mm x B131mm x T36mm
Jahr: 1998