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Das Vorbehaltsrecht völkerrechtlicher Verträge

  • Kartonierter Einband
  • 345 Seiten
Seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, spätestens seit den 50er und 60er Jahren, tritt die Frage der Vorbehalte zu völkerr... Weiterlesen
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Beschreibung

Seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, spätestens seit den 50er und 60er Jahren, tritt die Frage der Vorbehalte zu völkerrechtlichen Verträgen mit großer Regelmäßigkeit in den Mittelpunkt des Interesses der Völkerrechtswissenschaft. Selbst nach der Schaffung der Wiener Vertragsrechtskonvention (WVK) fand die Diskussion kein Ende. Seit Mitte der 90er Jahre beschäftigt sich auch die International Law Commission erneut mit diesem Thema. In den Focus der Betrachtungen rücken dabei zunehmend Vorbehalte zu Menschenrechtsverträgen. Diese sind nicht nur Thema wissenschaftlicher Untersuchungen. Gerade auch die Staatenpraxis zeigt hierzu neue Ansätze, die von den Regeln der WVK abweichen. Einer der interessantesten ist der Non-Benefitting-Ansatz, wonach Staaten für sich in Anspruch nehmen, durch einen Einspruch gegen einen Vorbehalt die Bindung des Vorbehaltsstaates an den Vertrag herbeizuführen, ohne dass dieser von seinem Vorbehalt profitiert. Die Frage der Zulässigkeit dieses Ansatzes und seine wissenschaftliche Durchdringung bilden einen Schwerpunkt der Arbeit. Nach Schilderung der Rechtsentwicklung untersucht der Autor die Vereinbarkeit der Strukturprinzipien des geltenden Vorbehaltsrechts mit den Pflichtenstrukturen verschiedener Arten völkerrechtlicher Verträge und arbeitet die Probleme heraus, die bei der Anwendung der WVK auf Vorbehalte insbesondere zu Menschenrechtsverträgen entstehen. Orientiert an den benannten Strukturprinzipien, analysiert der Verfasser anschließend eingehend die verschiedenen derzeit in Wissenschaft und Staatenpraxis vertretenen Lösungsansätze. Aus den Ergebnissen dieser Untersuchungen entwickelt er dann einen eigenen auf dem Non-Benefitting-Ansatz basierenden Vorschlageiner Reform des Vorbehaltsrechts.

Klappentext

Das epochale Ereignis der deutschen Wiedervereinigung liegt mittlerweile mehr als fünfzehn Jahre zurück. Nach dieser Zeitspanne lohnt ein genauerer Blick auf den langjährigen Prozeß der Rechtsanpassung. Es wird demonstriert, daß der - bisher eher unterbelichtete - Transformationsprozeß in Ostdeutschland ein reizvoller Untersuchungsgegenstand ist, in dem sich die Singularität dieses Ereignisses mit hergebrachten Argumentationsfiguren wie der von der "Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers" auf neuartige Weise verknüpft. Diese in der Judikatur des Bundesverfassungsgerichts seit langem gebrauchte Wendung wird einer genaueren Analyse mit Blick darauf unterworfen, daß sie in den einschlägigen Entscheidungen zu Fragen der deutschen Wiedervereinigung und deren Rechtsfolgen auffallend häufig Verwendung gefunden hat. Die Ausgangsfrage lautet, was es konkret bedeutet, wenn das Bundesverfassungsgericht dem Gesetzgeber aufgrund der diagnostizierten "Sondersituation" eine solche Gestaltungsfreiheit oder auch ein Mehr davon zubilligt. Daran anknüpfend wird problematisiert, ob hiermit gar eine - möglicherweise unumgängliche - Relativierung verfassungsrechtlicher Standards einhergeht, in der ein Sonderverfassungsrecht jenseits der explizit im Grundgesetz geregelten Fälle (vor allem der inzwischen obsolet gewordene Art. 143 I, II GG) zu erblicken ist.

Inhalt
Aus dem Inhalt: Kapitel 1: Einleitung - Kapitel 2: Entwicklung des Rechts zur Behandlung von Vorbehalten: 18. Jahrhundert bis in die Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts - Sowjetische Praxis nach dem Zweiten Weltkrieg - Gutachten des IGH zur Völkermordkonvention - Entwicklungen im Rahmen der Beratungen in den Vereinten Nationen - Behandlung von Vorbehalten nach der WVK - Entwicklungen nach Inkrafttreten der WVK - Kapitel 3: Die Anwendbarkeit des bisher geltenden Vorbehaltsrechts: Festlegung der Untersuchungsmethode - Vertragskategorien - Anwendbarkeit des geltenden Vorbehaltsrechts - Zulässigkeit eines Abweichens von der WVK - Kapitel 4: Möglichkeit einer Reform: Festlegung der Untersuchungsmethode - Multilateral begründete vertikal wirkende Verpflichtungen bzw. Verträge - Multilateral wirkende horizontale Pflichten bzw. Verträge - Kapitel 5: Vorschlag einer Reform des Vorbehaltsrechts - Literaturverzeichnis - Sachwortverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Das Vorbehaltsrecht völkerrechtlicher Verträge
Untertitel: Vorschlag einer Reform
Autor:
EAN: 9783428122554
ISBN: 978-3-428-12255-4
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Internationales Recht
Anzahl Seiten: 345
Gewicht: 459g
Größe: H237mm x B157mm x T19mm
Jahr: 2007
Auflage: N.- Auflage.
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