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Die Gestaltung der Gawan-Figur im siebten Buch von Wolframs 'Parzival'

  • Kartonierter Einband
  • 40 Seiten
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Der Roman 'Parzival' von Wolfram von Eschenbach ist eines der grundlegenden Fundamente deutschsprachiger mittelalterlich... Weiterlesen
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Beschreibung

Der Roman 'Parzival' von Wolfram von Eschenbach ist eines der grundlegenden Fundamente deutschsprachiger mittelalterlicher Literatur. Dementsprechend war und ist dieses Werk immer im Fokus von Forschung und Wissenschaft. Schwerpunkt hier ist nicht die Hauptfigur, Parzival, sondern die zweite, Gawan. Gawan als Figur hat selbst eine eigene literarische Geschichte und Hintergrund, tritt in verschiedenen Romanen auf mit immer anderer Gestalt. Die Konzeption hier im 'Parzival', so wie Wolfram sie ausgestaltet ist einzigartig: Nicht nur, dass Gawan als idealtypischer Ritter klassifiziert wird, er dient auch noch als direktes Gegenbeispiel zum Namensgeber des Romans. Im siebten Buch ist er Hauptheld und wird vor allem in seiner Rolle als Konfliktlöser und erfolgreicher Kämpfer dargestellt, der oftmals seine Kämpfe nicht mit dem Schwert, sondern dem Verstand gewinnt. Gerade hier soll eine Forschungslücke geschlossen werden, die die Vielschichtigkeit dieser Figur ausblendet, bzw. nicht entsprechend würdigt. Gawan als Streitschlichter, Friedensstifter und weiser Kämpfer: das ist das Bild, welches Wolfram im siebten Buch entwirft, welches nun wissenschaftlich fundiert beleuchtet wird.

Autorentext

Alexa Hof, B.A., wurde 1987 in Waldbröl geboren. Ihr Studium der Germanistik und Biologie an der Ruhr Universität Bochum schloss die Autorin im Jahre 2010 mit dem akademischen Grad des Bachelor of Arts erfolgreich ab. Bereits während des Studiums sammelte die Autorin umfassende praktische Erfahrungen in der mediävistischen Germanistik. Fasziniert von der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Sprachstufen des Deutschen und vor allem mit der Entstehungsgeschichte deutschsprachiger Literatur begann sie, sich intensiv mit dem Fundament des Romans um den Artushof, eben dem 'Parzival' Wolframs von Eschenbach, auseinanderzusetzen. In diesem Zusammenhang entstand die vorliegende Arbeit.



Klappentext

Der Roman 'Parzival' von Wolfram von Eschenbach ist eines der grundlegenden Fundamente deutschsprachiger mittelalterlicher Literatur. Dementsprechend war und ist dieses Werk immer im Fokus von Forschung und Wissenschaft. Schwerpunkt hier ist nicht die Hauptfigur, Parzival, sondern die zweite, Gawan. Gawan als Figur hat selbst eine eigene literarische Geschichte und Hintergrund, tritt in verschiedenen Romanen auf - mit immer anderer Gestalt. Die Konzeption hier im 'Parzival', so wie Wolfram sie ausgestaltet ist einzigartig: Nicht nur, dass Gawan als idealtypischer Ritter klassifiziert wird, er dient auch noch als direktes Gegenbeispiel zum Namensgeber des Romans. Im siebten Buch ist er Hauptheld und wird vor allem in seiner Rolle als Konfliktlöser und erfolgreicher Kämpfer dargestellt, der oftmals seine Kämpfe nicht mit dem Schwert, sondern dem Verstand gewinnt. Gerade hier soll eine Forschungslücke geschlossen werden, die die Vielschichtigkeit dieser Figur ausblendet, bzw. nicht entsprechend würdigt. Gawan als Streitschlichter, Friedensstifter und weiser Kämpfer: das ist das Bild, welches Wolfram im siebten Buch entwirft, welches nun wissenschaftlich fundiert beleuchtet wird.



Leseprobe
Textprobe: Kapitel 2.1, Gauvain und Gawan zwei Einführungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Die Blutstropfenszene ist die erste Stelle im Roman, in der Gawan aktiv auftritt. Nachdem ein garzûn Cunnewares den in den Anblick der drei Blutstropfen versunkenen Parzival gefunden hat, reiten sowohl Segramors als auch Keie zu diesem, um ihn zur Rede zu stellen und an den Artushof zu führen. Obwohl von beiden angesprochen, reagiert Parzival nicht, sodass er angegriffen wird. Segramors sowie auch Keie unterliegen und kehren verletzt an den Hof zurück. Vergleicht man die Motivationen der zwei Ritter, die Parzival im Wald besuchten, so werden eindeutige Unterschiede auffällig. Segramors will die Tjost gegen Parzival, um seinen persönlichen Ruhm zu steigern ( ungerne het er dô vergehen / sîns kumenden prîses pflihte/ ieman an der geschihte ; 286, 20-22), Keies primäres Ziel ist nicht der persönliche Ruhm, sondern der des Artushofes, wie in 290, 8-21 ersichtlich wird. Der Erzähler stellt auch klar, dass Keie deswegen nicht beschuldigt werden darf, denn er kämpft nicht für seinen eigenen Ruhm, sondern für den des Hofes. Als Gawan Keie aufgrund seiner Verletzungen (295, 23-25) bemitleidet, beschuldigt Keie ihn, nicht ordentlich an die eigene und die Ehre des Artushofes zu denken und kampfunwillig zu sein. Gawan wird bezichtigt, lieber bei den Frauen zu bleiben als in den ritterlichen Kampf zu ziehen und, wenn er denn zieht, nie mit ganzer Kraft zu kämpfen. Er unterstellt, Gawan neige mehr zur diemuot gegenüber Frauen als dazu, Tapferkeit zu zeigen. Gawans Antwort darauf könnte nicht kürzer ausfallen: Er weist Keie darauf hin, dass er sich zu jeder Zeit seinen Pflichten vollends bewusst ist, und diese auch wahrnimmt (299, 15-26). Allein die Tatsache, dass Gawan Keies Anschuldigungen nicht mehr entgegnet, zeigt schon seine Überlegenheit und sein Selbstvertrauen. Gawan ist sich seiner Position und seines Status am Artushof wohl bewusst und sieht keinen Grund, sich wegen solcher Beschuldigungen aufzuregen. Dies ist ein Zug, den die Figurengestaltung Gawans ausmacht: er ist sich stets seiner selbst bewusst. Daraufhin macht sich Gawan wie oben beschrieben auf zu Parzival. Schon jetzt wird deutlich, dass er anders an ihm unbekannte Situationen herangeht als die anderen Artusritter. Er reitet sunder swert und âne sporn (299, 30), sunder kalopieren / und âne punieren (300, 7f) zu Parzival also eindeutig ohne die Möglichkeit eines Kampfes in Betracht zu ziehen. Dies verwundert angesichts der beiden besiegten Ritter. Doch Gawan will die Situation ohne Kampf klären und ein entscheidender Punkt ohne weitere Verletzungen. Sieverding sagt dazu: Im Gegensatz zu Segramors und Keie [ ] durchbricht Gawan von Anfang an [die] oft tödlich endenden Mechanismen [ritterlicher Verhaltensethik]. [ ] Gawan zeigt hiermit seine innere Souveränität gegenüber ritterlichen Verhaltensnormen. Diese Souveränität zeichnet Gawan aus und wird vom Autor als grundlegendes Gestaltungsprinzip der Figur Gawan eingeschrieben. Vergleicht man dies mit Chretiens Perceval

Produktinformationen

Titel: Die Gestaltung der Gawan-Figur im siebten Buch von Wolframs 'Parzival'
Autor:
EAN: 9783956843754
ISBN: 978-3-95684-375-4
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Bachelor + Master Publishing
Genre: Allgemeine und vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 40
Gewicht: 81g
Größe: H221mm x B157mm x T10mm
Jahr: 2014
Auflage: Erstauflage

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