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Diaspora im Münsterland

  • Kartonierter Einband
  • 415 Seiten
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200 Jahre ist es her, dass die Gebiete des ehemaligen Fürstbistums Münster (Oberstift) vollständig in der neuen preußischen Provin... Weiterlesen
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Beschreibung

200 Jahre ist es her, dass die Gebiete des ehemaligen Fürstbistums Münster (Oberstift) vollständig in der neuen preußischen Provinz Westfalen aufgingen. Das Münsterland, tief verankert im Katholizismus und seit jeher eng an Rom gebunden, fand sich wieder in einem protestantischen Staat. Nach und nach wurden kleine evangelische Kirchengemeinden gegründet. Sie waren oft in extremen Diaspora-Situationen, zerstreut in den ländlichen Weiten und dominiert vom "nordischen Rom", wie Münster auch genannt wurde. Armut und bescheidene kirchliche Verhältnisse prägten diese Gemeinden von Anfang an. In diesem Band werden die evangelischen Gemeindegründungen im Münsterland nachgezeichnet. Die Spurensuche gewinnt anhand zahlreicher konkreter Beispiele an Deutlichkeit. Die Kirchengemeinde Ochtrup im westlichen Münsterland dient dabei als Beispiel evangelischer Diaspora-Gemeindegründungen. Aufschlussreich sind vor allem die Konfessionskonflikte und die mühevollen Anfänge gemeindlichen Lebens. Die ersten Evangelischen waren niedere preußische Beamte und holländische Textilarbeiter. Sie wurden von der neuen preußischen Regierung, den evangelischen Landräten und dem Gustav-Adolf-Verein massiv unterstützt. Dabei zeigt sich, dass die Auflösung der monokonfessionellen Einheit Kennzeichen moderner Staatenbildung war, mit der der Prozess kultureller Vielfalt und religiöser Pluralisierung begann.

Klappentext

200 Jahre ist es her, dass die Gebiete des ehemaligen Fürstbistums Münster (Oberstift) vollständig in der neuen preußischen Provinz Westfalen aufgingen. Das Münsterland, tief verankert im Katholizismus und seit jeher eng an Rom gebunden, fand sich wieder in einem protestantischen Staat. Nach und nach wurden kleine evangelische Kirchengemeinden gegründet. Sie waren oft in extremen Diaspora-Situationen, zerstreut in den ländlichen Weiten und dominiert vom "nordischen Rom", wie Münster auch genannt wurde. Armut und bescheidene kirchliche Verhältnisse prägten diese Gemeinden von Anfang an. In diesem Band werden die evangelischen Gemeindegründungen im Münsterland nachgezeichnet. Die Spurensuche gewinnt anhand zahlreicher konkreter Beispiele an Deutlichkeit. Die Kirchengemeinde Ochtrup im westlichen Münsterland dient dabei als Beispiel evangelischer Diaspora-Gemeindegründungen. Aufschlussreich sind vor allem die Konfessionskonflikte und die mühevollen Anfänge gemeindlichen Lebens. Die ersten Evangelischen waren niedere preußische Beamte und holländische Textilarbeiter. Sie wurden von der neuen preußischen Regierung, den evangelischen Landräten und dem Gustav-Adolf-Verein massiv unterstützt. Dabei zeigt sich, dass die Auflösung der monokonfessionellen Einheit Kennzeichen moderner Staatenbildung war, mit der der Prozess kultureller Vielfalt und religiöser Pluralisierung begann.

Produktinformationen

Titel: Diaspora im Münsterland
Untertitel: Vorgeschichte, Gründung und Entwicklung evangelischer Kirchengemeinden in Westfalen im 19. und 20. Jahrhundert am Beispiel Ochtrups
Autor:
EAN: 9783785806692
ISBN: 978-3-7858-0669-2
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Luther-Verlag, Bielefeld
Genre: Christentum
Anzahl Seiten: 415
Gewicht: 766g
Größe: H228mm x B156mm x T25mm
Jahr: 2015
Land: DE

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