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Kategorien der Lebensgeschichte

  • Kartonierter Einband
  • 224 Seiten
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Beschreibung

Wenn sich anthropologische Medizin in der Forschung urn Vermittlung zwischen einer organismusgerechten Biologie, einer sinngebenden Psycho logie und verstehenden Psychatrie bestimmt, in der Praxis urn Vertiefung einer stets symmetrisch erfahrenen Arzt-Patient-Beziehung, dann darf die U ntersuchung Albert Zachers - deren Inhaltsangabe schon die N eugier des Lesers erwecken sollte - als exemplarisch fur deren Bemiihungen angese hen werden. Die Vorviiter und Vater der "anthropologischen Medizin", die hier mit Scheler, Plessner und Kunz fUr die mehr philosophische dieser um fassend den Menschen in den Blick nehmende Richtung stehen, durften sich zu dem Werk dann gemeinsam mit Binswanger, von Gebsattel, von Weiz sacker und Tellenbach und vielen anderen mehr zu Taufpaten berufen fiihlen. Denn im N etz seiner lebensgeschichtlichen Verstrickungen und auf dem Hintergrund der Frage "Was ist Geschichte?" uberhaupt erschlieBt der Autor gemeinsam im Dialog mit dem Patienten neue Kategorien lebensge schichtlicher Zusammenhange, neue Kategorien psychischen Erleben- etwa der "Tiefe", oder eine Phanomenologie der "Verzweiflung" - und nicht zuletzt neue Kategorien der Psychopathologie. Die Ingeniositat der Emiprie liegt hier in ihrer Erweckung schopferischer, sinngebender Impulse selbst, die nicht "im Elfenbeinturm" ausgebriitet, dann die Wirklichkeit zu einer besseren verwandeln, da sich hier echte Theorie - im Sinne der urspriinglichen Wortbedeutung "Schau" - im Kairos mit dem gluckhaften arztlichen Handeln finden. So moge dieses Werk als eine Resultante kreativer Vektoren in der Fillle gleichgesinnter Bestrebungen - die weder Orthodoxie noch Materialismus zum Schweigen bringen konnen - auf seinem Weg zum aufgeschlossenen Leser Anregung, "DenkanstoBe" und Antwort auf offenes Fragen begleiten.

Inhalt

1 Einführung.- 1.1 Vorbemerkung und Einleitung.- 1.2 Die Lebensgeschichte und ihre besondere Stellung im intersubjektiven Umgang.- 1.3 Die Lebensgeschichte als konstitutiver Faktor des Empfindens von "selbst".- 1.4 Begriffsklärung.- 2 Historische Grundlegung.- 2.1 Biographie und Biographik in Geschichtswissenschaft und Kunst.- 2.2 Das biographische Interesse der Psychiatrie.- 2.2.1 Von der Pathographie zur biographischen Anamnese.- 2.2.2 Karl Jaspers' kategoriale Biographik.- 2.2.3 Die Life-event-Forschung.- 2.3 Biographische Forschung in der Inneren Medizin.- 2.3.1 Die biographische Medizin der Heidelberger Schule.- 2.3.2 Die Biographik V. von Weizsäckers.- 2.3.3 W. Siebecks biographischer Ansatz.- 2.3.4 Vergleich Siebeck - von Weizsäcker.- 2.4 Die Stellung der Biographie in der Daseinsanalyse.- 2.5 Einige wesentliche Elemente der psychoanalytischen Biographik.- 2.6 Lebenslaufforschung in der Psychologie.- 3 Die Grundbegriffe des Konzepts der anthropologisch-integrativen Psychotherapie als eigener gedanklicher Ausgangsbasis.- 3.1 Die Antinomien.- 3.2 Die Kommunikation.- 3.2.1 Die Modi der Kommunikation.- 3.2.2 Die vier Strukturen.- 3.3 Die drei Konfliktebenen des menschlichen Daseins.- 3.4 Menschliche Existenz in Gesundheit und Krankheit.- 4 Zusammenfassung und Diskussion der zitierten Arbeiten zur Biographik.- 5 Lebensgeschichte als Ergebnis des Erstgesprächs und Verlauf der Behandlung eines angstkranken Exhibitionisten.- 5.1 Vorbemerkung.- 5.2 Die Lebensgeschichte als Ergebnis der Erstuntersuchung.- 5.3 Der Behandlungsverlauf.- 6 Grundlegende Betrachtungen zum weiteren Vorgehen: die erinnerte Lebensgeschichte und das lebensgeschichtliche Erinnern.- 7 Die strukturellen Kategorien der Biographie als lebensgeschichtlicher Gesamtzusammenhang.- 7.1 "Äußere" und "innere" Lebensgeschichte.- 7.1.1 Die "äußere Lebensgeschichte" und das "innere Lebensgeschehen".- 7.1.2 Das "innere Lebensgeschehen" und die "autistische Lebensgeschichte".- 7.1.3 Die "innere Lebensgeschichte".- 7.2 "Ungelebtes" und "gelebtes Leben" (Die Möglichkeiten und die Wirklichkeit).- 7.2.1 Der Begriff des "ungelebten Lebens" in der Literatur und im allgemeinen Sprachgebrauch.- 7.2.2 Der Begriff des "ungelebten Lebens" im Werk Viktor von Weizsäckers.- 7.2.2.1 "Ungelebtes" und "gelebtes" Leben.- 7.2.2.2 Das "ungelebte Leben" als wirksames Prinzip der Geschichte.- 7.2.2.3 Das "ungelebte Leben" als wirksames Prinzip der Krankengeschichte.- 7.2.2.4 Der Gedanke des "ungelebten Lebens" - "Kernstück der Biographik" Viktor von Weizsäckers.- 7.2.2.5 Zusammenfassung der Bedeutungen des "ungelebten Lebens".- 7.2.3 Die Entstehung des "ungelebten Lebens" aus der zeitlichen Verfassimg des Menschen.- 7.2.4 Die Life-event-Forschung und ihre Not mit dem Problem des "Ungelebten".- 7.2.5 Eingrenzung und weitere Klärung des Begriffs "ungelebtes Leben".- 7.2.6 Die Entstehung "ungelebten Lebens" durch Verzichten, Verwerfen, Versäumen und Verpassen.- 7.2.7 Die "Versagung" und die "leere Möglichkeit".- 7.2.8 Das Wagnis des Daseins - die stete Vorläufigkeit von Verzicht und Versäumnis.- 7.2.9 Versäumnis, Verzicht und Versagung in der Kommunikationstheorie der anthropologisch- integrativen Psychotherapie.- 7.3 "Erlebte Lebensgeschichte" versus "gelebtes Leben".- 8 Lebensgeschichte und Geschichtlichkeit.- 8.1 Die Geschichtlichkeit der Lebensgeschichte und ihr ungeschichtlicher Hintergrund.- 8.2 Die "Prähistorie der Lebensgeschichte".- 8.3 Das praeterhistorische Element der Lebensgeschichte.- 8.4 Die Gestimmtheit und ihr möglicher Zusammenhang mit der Vorgeschichte der Biographie.- 9 Die Kategorien des "lebensgeschichtlichen Erinnerns" (der Erhellung der Vergangenheit).- 9.1 Zur deskriptiven Phänomenologie des Erinnerns im psychotherapeutischen Prozeß.- 9.1.1 Erscheinungsformen des Erinnerns im psychotherapeutischen Prozeß.- 9.1.1.1 Die gedankliche Vergegenwärtigung.- 9.1.1.2 Die bildhafte Vergegenwärtigung.- 9.1.1.3 Das gefühlsmäßige Erinnern (Déjà-vécu-Erleben).- 9.1.2 Das Zustandekommen von Erinnerungen im psychotherapeutischen Prozeß.- 9.1.3 Der Wesensgehalt einiger spezieller Erinnerungsformen.- 9.1.3.1 Die präsente Erinnerung.- 9.1.3.2 Die "isolierte Erinnerung".- 9.1.3.3 Die "unerwartete Erinnerung".- 9.1.3.4 Die "illustrierende Erinnerung" (das erinnerte "Schlüsselerlebnis").- 9.1.3.5 Die "erklärende Erinnerung".- 9.2 Die Kategorien des Innen als eines historischen Zusammenhangs.- 9.2.1 Beziehung und Bedeutung.- 9.2.2 Sinn.- 9.2.3 Orientierung (Wert).- 9.3. "Tiefe" als Kategorie des räumlich vorgestellten Innen.- 9.3.1 Zur Geschichte des Namens "Tiefenpsychologie".- 9.3.2 Tiefe und Seele.- 9.3.3 Die Bedeutungen von "Tiefe".- 9.3.4 Die Tiefe des Innenraums.- 9.3.5 Seelische Tiefe und Unbewußtes.- 9.3.6 Räumliche Tiefenvorstellungen in der Tiefenpsychologie.- 9.3.7 Tiefenpsychologie und Perspektivität.- 9.3.8 Die Tiefe der Zeit.- 9.3.9 Die Tiefe der Geschichte des Einzelnen aus anthropologischer Sicht.- 10 Die Besinnung auf das Hier und Jetzt der gegenwärtigen Situation.- 10.1 Die Besinnung auf die Gegenwart als Dauer und Veränderung.- 10.2 Die Besinnung auf die Gegenwart als Moment.- 11 Der Entwurf in die Zukunft.- 11.1 Deskriptive Phänomenologie der Beziehung zur Zukunft.- 11.2 Der Wesensgehalt einiger spezieller Arten des Zukunftsentwurfs.- 11.2.1 Die aktiven Entwürfe.- 11.2.1.1 Das planende Sich-Entwerfen.- 11.2.1.2 Der Zukunftsentwurf des Strebens.- 11.2.1.3 Der vorsorgende und sich vorbereitende Zukunftsentwurf.- 11.2.2 Die erwartenden Zukunftsentwürfev.- 11.2.2.1 Das Hoffen.- 11.2.2.2 Die Furcht und die Verzweiflung.- Die Verzweiflung als Verlust des Zweifels.- Die Verzweiflung als Gewißheit der Leere.- Verzweiflung als Gewißheit des Untergangs.- Die Verzweiflung als "Ersticken im Zweifel".- Die resignative Verzweiflung: die Verschlossenheit der Zukunft durch die Ausweglosigkeit der Gegenwart.- 11.2.2.3 Die Sehnsucht und der Wunsch.- 11.2.3 Die phantasierte Vorwegnähme der Zukunft.- 11.3 Die Kategorien der Zukunft: das Notwendige, das Wahrscheinliche, das Mögliche und die Möglichkeiten.- 12 Die lebensgeschichtlichen Kategorien im psychotherapeutischen Prozeß als gelebter Biographie.- 12.1 Das strukturelle Phänomen der Ermöglichung lebensgeschichtlichen Wandels: der "biographische Moment".- 12.1.1 Psychotherapie als "lebensgeschichtliches Ereignis".- 12.1.2 "Biographischer" und "historischer Moment".- 12.1.3 Die Zeitstruktur des "biographischen Moments".- 12.2 Die zeitliche Struktur des lebensgeschichtlichen Wandels in der Psychotherapie.- 12.2.1 Die "allmähliche lebensgeschichtliche Veränderung".- 12.2.1.1 Der "Rückfall" hinter die Entscheidung.- 12.2.2 Der "plötzliche lebensgeschichtliche Wandel" in der Psychotherapie.- 12.2.2.1 Abgrenzung des "plötzlichen lebensgeschichtlichen Wandels" vom "Flash-Phänomen" Balints.- 12.2.2.2 Die zeitliche Struktur des "plötzlichen lebensgeschichtlichen Wandels".- 12.2.2.3 Der "plötzliche lebensgeschichtliche Wandel" und der "Neubeginn" im Sinne Balints.- 12.2.2.4 Das gemeinsame Merkmal: der Charakter der Krise.- 12.3 Die elementare Kategorie des lebensgeschichtlichen Wandels: das Werden.- 12.4 Der "Stillstand des Werdens".- 13 Biographie als Ergebnis inter subjektiven Geschehens.- 14 Zusammenfassung und Schluß.- Literatur.- Namenverzeichnis.- Stichwortverzeichnis.

Produktinformationen

Titel: Kategorien der Lebensgeschichte
Untertitel: Ihre Bedeutung für Psychiatrie und Psychotherapie
Autor:
EAN: 9783642834851
ISBN: 978-3-642-83485-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Springer Berlin Heidelberg
Genre: Klinische Fächer
Anzahl Seiten: 224
Gewicht: 393g
Größe: H244mm x B170mm x T12mm
Jahr: 2011
Auflage: Softcover reprint of the original 1st ed. 1988.

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