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Geschichte der Haare

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"Es vergeht kein Tag, an dem er nicht an seine Haare denkt." Ob kurz, lang oder rasiert, ob ungekämmt, gegelt, mit Seiten oder Mit... Weiterlesen
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Beschreibung

"Es vergeht kein Tag, an dem er nicht an seine Haare denkt." Ob kurz, lang oder rasiert, ob ungekämmt, gegelt, mit Seiten oder Mittelscheitel oder als Afrolook - in der Suche nach dem perfekten Haarschnitt scheint sich die Sehnsucht des Erzählers nach einem geordneten Leben zu spiegeln.

Ob kurz, lang oder rasiert, ob ungekämmt, gegelt, mit Seiten oder Mittelscheitel oder als Afrolook - in der Suche nach dem perfekten Haarschnitt scheint sich die Sehnsucht des Erzählers nach einem geordneten Leben zu spiegeln. Aber jedes Mal, wenn die Frisur sich auswächst, droht wieder alles aus den Fugen zu geraten. Bis Celso auftaucht, ein genialischer und zugleich kleptomanischer Friseur, der durch seine Frisierkunst verspricht, den Traum von der ewigen Jugend Wirklichkeit werden zu lassen. Die Utopie eines ewig unveränderlichen Haars ist jedoch die Perücke, und eine solche führt uns geradewegs in eines der finstersten Kapitel der argentinischen Geschichte. Aber jedes Mal, wenn die Frisur sich auswächst, droht wieder alles aus den Fugen zu geraten. Bis Celso auftaucht, ein genialischer und zugleich kleptomanischer Friseur, der durch seine Frisierkunst verspricht, den Traum von der ewigen Jugend Wirklichkeit werden zu lassen. Die Utopie eines ewig unveränderlichen Haars ist jedoch die Perücke, und eine solche führt uns geradewegs in eines der finstersten Kapitel der argentinischen Geschichte.

Vorwort
»Es vergeht kein Tag, an dem er nicht an seine Haare denkt.«

Autorentext
Alan Pauls geboren 1959 in Buenos Aires, hat Literatur gelehrt, daneben Drehbücher, Filmkritiken, Essays und sechs Romane geschrieben. Er arbeitet als Kulturkolumnist für eine Tageszeitung und moderiert eine Fernsehsendung. Sein Werk ist in 14 Sprachen überSetzt worden.

Klappentext

Ob kurz, lang oder rasiert, ob ungekämmt, gegelt, mit Seiten- oder Mittelscheitel oder als Afrolook - in der Suche nach dem perfekten Haarschnitt scheint sich die Sehnsucht des Erzählers nach einem geordneten Leben zu spiegeln. Aber jedes Mal, wenn die Frisur sich auswächst, droht wieder alles aus den Fugen zu geraten. Bis Celso auftaucht, ein genialischer und zugleich kleptomanischer Friseur, der durch seine Frisierkunst verspricht, den Traum von der ewigen Jugend Wirklichkeit werden zu lassen. Die Utopie eines ewig unveränderlichen Haars ist jedoch die Perücke, und eine solche führt uns geradewegs in eines der finstersten Kapitel der argentinischen Geschichte.



Zusammenfassung
Aber jedes Mal, wenn die Frisur sich auswächst, droht wieder alles aus den Fugen zu geraten. Bis Celso auftaucht, ein genialischer und zugleich kleptomanischer Friseur, der durch seine Frisierkunst verspricht, den Traum von der ewigen Jugend Wirklichkeit werden zu lassen. Die Utopie eines ewig unveränderlichen Haars ist jedoch die Perücke, und eine solche führt uns geradewegs in eines der finstersten Kapitel der argentinischen Geschichte.

Leseprobe
KEIN Tag vergeht, an dem er nicht an seine Haare denkt. Stark schneiden oder wenig, ruckzuck abschneiden, wachsen lassen, gar nicht mehr schneiden oder raspelkurz, sich ein für alle Mal eine Glatze schneiden. Eine endgültige Lösung gibt es nicht. Er ist dazu verdammt, sich immer und immer wieder mit der Sache zu befassen. Ein Sklave seiner Haare also, bis er den Löffel abgibt, wer weiß. Und selbst danach noch. Hat er nicht gelesen, dass ... ? Wachsen die Haare nicht noch im ... ? Oder waren es die Nägel ? Irgendwann im Sommer - es ist vier Uhr nachmittags und kaum jemand auf der Straße - ?üchtet er vor der Hitze in einen menschenleeren Friseursalon. Man wäscht ihm die Haare. Er liegt zurückgelehnt mit dem Nacken auf dem Beckenrand. Obwohl es unbequem und für die Halswirbel schmerzhaft ist und ihm die Sorglosigkeit etwas zu denken gibt, mit der sich seine Kehle dem Hieb jedes zufällig vorbeikommenden Halsabschneiders förmlich aufzudrängen scheint, gelingt es den massierenden Fingern, der von seinem Kopf aufsteigenden Wolke süßlichen P?anzendufts und dem Druck des warmen Wasserstrahls, ihn zu berauschen und nach und nach in eine Art Dämmerzustand zu versetzen. Nicht lange, und er schläft ein. Das Erste, was er sieht, als er die Augen aufschlägt, so dicht vor sich, dass er es verschwommen sieht, wie auf Treibsand gemalt, ist das Gesicht des Mädchens, das ihm den Kopf wäscht, über ihn gebeugt, verkehrt her um, ihre Stirn auf Höhe seines Mundes. Was tut sie ? Beschnuppert sie ihn ? Will sie ihn küssen ? Er verhält sich still, beobachtet sie aus blinden Augen, bis das Mädchen nach einigen Sekunden der Konzentration, in denen sie sich sogar das Atmen verkneift, mit einem langen, spitzen Fingernagel ein irregeleitetes Shampoorinnsal stoppt, das ihm ins Auge zu laufen drohte. Gerade aufgewacht, kann er sich nicht erinnern, so sehr er sich bemüht, wie dieses Gesicht vor zehn Minuten ausgesehen hat, als er den Friseursalon betrat und seiner zum ersten Mal ansichtig wurde, während sie bestimmt mit der Frage auf ihn zukam: "Auch waschen ?" Jetzt ist es so nah, dass er nicht imstande wäre, es zu beschreiben. Er könnte sich in sie verlieben. Eigentlich weiß er nicht, ob er sich nicht schon verliebt hat, als er die Augen aufschlägt und ihr Gesicht dicht vor sich sieht, riesig, ein wenig so, wie er es aus dem Kino kennt, wenn er für Sekunden einschläft und beim Aufwachen dem stets unfehlbaren Zauber des ersten Bildes verfällt, das er auf der Leinwand sieht. Ganz gleich, ob das, was da auftaucht, eine Landschaft ist, ein von Efeu überwucherter Mauerrest, eine von Menschen wimmelnde Hauptverkehrsstraße, eine Viehherde, das berühmte Fabriktor der Brüder Lumière - das erste Bild ist immer ein Gesicht. Das Gesicht ist das Phänomen schlechthin, das einzige Objekt der Verehrung, gegen das kein Kraut gewachsen und keine Verteidigung möglich ist. Das ist etwas, das er früh lernt, beim Übersetzen von Shakespeare, als ihn ein Stadttheater mit der Übertragung des Sommernachtstraums in modernes Spanisch beauftragt. Er übersetzt den Text in Rekordzeit, wie in Trance, so wie er damals alles übersetzt, was ihm unterkommt: Bedienungsanleitungen für Haushaltsgeräte, Filmdialoge, Kant, befreiungstheologische Schriften, Lacansche Psychoanalyse, Aufträge, die er, kaum angenommen, durch die "Maschine" jagt, wie er damals zum Übersetzen sagt, und anschließend in einer Art rauschhaften Verdauungstaumels ausscheidet. Aber nachdem er seine Arbeit abgeliefert hat und die Kommentare des mit der Inszenierung betrauten Regisseurs zu hören bekommt, eines zwergenhaften ehemaligen Akrobaten, der Zigarette mit Spitze raucht und den Rauch zur Seite ausstößt, durch das Ausfalltor eines ?üchtigen Backenzahns, geht die ganze kostbare Zeit, die er mit seiner Methode des Aus-der-Hüfte-Übersetzens gewonnen hat, zum Teufel, gnadenlos zum Teufel, als man ihn nach Hause schic

Produktinformationen

Titel: Geschichte der Haare
Untertitel: Roman
Übersetzer:
Autor:
EAN: 9783608939583
ISBN: 978-3-608-93958-3
Format: Fester Einband
Herausgeber: Klett-Cotta Literatur
Genre: Sonstige Literatur
Anzahl Seiten: 223
Gewicht: 343g
Größe: H202mm x B126mm x T25mm
Veröffentlichung: 16.03.2012
Jahr: 2012
Auflage: 1. Aufl.
Land: DE

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