Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Der Geist von Philadelphia

  • Fester Einband
  • 142 Seiten
Allgemeiner und dauerhafter Frieden kann nur auf sozialer Gerechtigkeit und der Sicherung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen aufg... Weiterlesen
20%
26.90 CHF 21.50
Auslieferung erfolgt in der Regel innert 3 bis 4 Werktagen.

Beschreibung

Allgemeiner und dauerhafter Frieden kann nur auf sozialer Gerechtigkeit und der Sicherung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen aufgebaut werden. So wurde es in der Erklärung von Philadelphia vom 10. Mai 1944 formuliert, die bis heute als Gründungsdokument moderner Sozialstaatlichkeit gilt. Entstanden als Abschluss einer Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation, die heute im Auftrag der Vereinten Nationen arbeitsrechtliche Standards entwickelt, prägte der Geist dieser Erklärung das wenige Wochen später verabschiedete Abkommen von Bretton Woods, im Jahr darauf die Gründung der Vereinten Nationen und schließlich, im Jahr 1948, die Allgemeine Erklärung der Menscherechte. Was ist heute aus diesen Einsichten geworden? Sie sind, schreibt der renommierte Arbeitsrechtler Alain Supiot, in den vergangenen Dekaden auf dem Altar der Doktrin vom entgrenzten Markt geopfert worden. Der gegenwärtige neoliberale Globalisierungsprozess, in dem das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit systematisch den ökonomischen Anforderungen des Marktes unterworfen wird, ist eine Pervertierung der Erklärung von Philadelphia. Der blinde Glaube an die Unfehlbarkeit der Finanzmärkte hat das Streben nach sozialem Ausgleich und nach gerechter Verteilung des Reichtums verdrängt. Und die gegenwärtige Finanzkrise hat keineswegs zur "Rückkehr des Staates", sondern zur Privatisierung seiner Aufgaben auf Kosten der Mehrheit geführt. Die zahllosen Verlierer der neuen Wirtschaftsordnung sind zu Migration und einem Leben in Armut und Unsicherheit verurteilt. Daraus ergibt sich für Supiot die Forderung nach einer sozialen Gerechtigkeit, die an fünf lange unterdrückte Tugenden appelliert: an den Sinn für Grenzen, an Zurückhaltung, angemessenes Handeln, Verantwortung und Solidarität. Supiot plädiert vor diesem Hintergrund für eine an die Umstände der Gegenwart angepasste Rückbesinnung und Erneuerung der Werte der Erklärung von Philadelphia.

Autorentext

Alain Supiot, Professor für Sozialrecht und Rechtsvergleich an der Universität Nantes, Direktor des Institut d études avancées in Nantes und Mitglied des Institut universitaire de France. Als ausgewiesener Experte in den Bereichen Arbeitsrecht, Sozialpolitik und den sozialen Aspekten der Globalisierung überschreitet er in seiner Publikationstätigkeit immer wieder die Grenzen zur Rechtsphilosophie und beschäftigt sich vor allem in jüngerer Zeit zunehmend mit Fragen der anthropologischen Grundlagen des Rechts.
Der vorliegende Band erschien 2010 unter dem Titel »L'esprit de Philadelphie. La justice sociale face au marché total« bei Éditions du Seuil.

Produktinformationen

Titel: Der Geist von Philadelphia
Untertitel: Soziale Gerechtigkeit in Zeiten entgrenzter Märkte
Autor:
Übersetzer:
EAN: 9783868542318
ISBN: 978-3-86854-231-8
Format: Fester Einband
Herausgeber: Hamburger Edition
Genre: Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
Anzahl Seiten: 142
Gewicht: 208g
Größe: H217mm x B144mm x T12mm
Veröffentlichung: 07.03.2011
Jahr: 2011
Auflage: 12.03.2011
Zuletzt angesehen
Verlauf löschen