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Die Politik der grossen Zahlen

  • Kartonierter Einband
  • 434 Seiten
Statistische Methoden haben enormen Einfluß auf die gesellschaftlichen und politischen Zusammenhänge. Das Buch beschreibt diese, u... Weiterlesen
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Beschreibung

Statistische Methoden haben enormen Einfluß auf die gesellschaftlichen und politischen Zusammenhänge. Das Buch beschreibt diese, und bietet demzufolge unersetzliches Hintergrundwissen für alle, die mit Statistik befaßt, oder davon betroffen sind.

Statistik ("Staatenkunde"), Wahrscheinlichkeitsrechnung und die Philosophie der Wahrscheinlichkeit sind auch als "siamesische Drillinge" bekannt. Das Buch analysiert den Werdegang der Statistik und zeigt Verbindungen zwischen der internalistischen Geschichte der Formalismen und Werkzeuge sowie der externalistisch orientierten Geschichte der Institutionen auf. Der Spannungsbogen erstreckt sich vom Vorabend der Französischen Revolution bis hin zum Ende des Zweiten Weltkriegs, wobei Frankreich, Deutschland, England und die USA ausführlich behandelt werden. Was haben Richter und Astronomen gemeinsam? Wer waren die "politischen Arithmetiker"? Was ist ein "Durchschnittsmensch"? Wie ändert sich im Laufe der Zeit das, was man "Realismus" nennt? Kann man vom Teil auf das Ganze schließen? Und wenn ja, warum? Welche Rolle spielt der Franziskanerorden? Wir begegnen Adolphe Quetelet, Karl Pearson, Egon Pearson, Francis Galton, Emile Durkheim und vielen anderen. Glücksspiele, Zufall, Bayesscher Ansatz, das St. Petersburger Paradoxon, der Choleravibrio, Erblichkeit, das Galtonsche Brett, Taxonomie, Wahlprognosen, Arbeitslosigkeit und Ungleichheit, die Entstehung der Arten, die Ordnung der Dinge und die Dinge des Lebens - das sind die Themen des Buches.

Zusammenfassung
Aus den Rezensionen der englischen Auflage: "Das Buch ist eine philosophische und soziologische Reflexion über die Geschichte der Statistik. Statistik liefert nicht nur eine Beschreibung der Welt, sondern trägt gleichzeitig zu deren Neugestaltung bei. [...] Die Kluft zwischen dem Erfundenen und dem Entdeckten, zwischen dem Realen und dem Konstruierten hat unter Historikern, Philosophen, Soziologen und Naturwissenschaftlern zu einer zunehmend fruchtlosen Debatte über das Wesen der Wissenschaft geführt. [...] Das große Verdienst des Buches besteht darin, daß es einen Weg aus der Sackgasse zeigt, indem es statistische Entitäten als gleichzeitig real und konstruiert, als entdeckt und erfunden darstellt. Die kreativsten Metaphysiker sind heutzutage möglicherweise nicht in den Kreisen der Philosophen, Poeten oder Physiker zu finden, sondern unter den Verwaltungsstatistikern." Lorraine Daston, London Review of Books Aus den Rezensionen: "Statistische Methoden haben enormen Einfluß auf die gesellschaftlichen und politischen Zusammenhänge. Das Buch beschreibt diese, und bietet ... unersetzliches Hintergrund-wissen [sic] für alle, die mit Statistik befaßt ... sind. ... Der Spannungsbogen erstreckt sich vom Vorabend der Französischen Revolution bis hin zum Ende des Zweiten Weltkriegs, wobei Frankreich, Deutschland, England und die USA ausführlich behandelt werden ..." (in: Praxisjournal Buch, 2007, Issue Mai, S. 12)

Inhalt
Einleitung: Soziale Tatbestände als Dinge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 Eine anthropologische Sicht auf die Wissenschaften . . . . . . . . . . . . . . . 4 Beschreibung und Entscheidung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Wie man dauerhafte Dinge macht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Zwei Arten der historischen Forschung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 1 Präfekten und Vermessungsingenieure . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Deutsche Statistik: Identifizierung der Staaten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Englische politische Arithmetik: Entstehung der Expertise. . . . . . . . . 26 Französische Statistik des Ancien Régime: Intendanten und Gelehrte 30 Revolution und Erstes Kaiserreich: Die Adunation' Frankreichs . . . 36 Peuchet und Duvillard: schreiben oder rechnen? . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Wie man Diversität durchdenkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 2 Richter und Astronomen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51 Aleatorische Verträge und faire Abmachungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52 Konstruktiver Skeptizismus und Überzeugungsgrad . . . . . . . . . . . . . . . 58 Der Bayessche Ansatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64 Der goldene Mittelweg': Mittelwerte und kleinste Quadrate . . . . . . 70 Messungsanpassungen als Grundlage für Übereinkünfte . . . . . . . . . . . 75 3 Mittelwerte und Aggregatrealismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77 Nominalismus, Realismus und statistische Magie . . . . . . . . . . . . . . . . . 79 Das Ganze und seine Trugbilder . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . 81 Quetelet und der Durchschnittsmensch' . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 Konstante Ursache und freier Wille. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 Zwei kontroverse Fälle aus der medizinischen Statistik . . . . . . . . . . . . 93 Eine Urne oder mehrere Urnen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99 Der angefochtene Realismus: Cournot und Lexis . . . . . . . . . . . . . . . . . 103 Durchschnittstyp und Kollektivtyp bei Durkheim . . . . . . . . . . . . . . . . 108 Der Realismus der Aggregate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114 4 Korrelation und Ursachenrealismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117 Karl Pearson: Kausalität, Kontingenz und Korrelation . . . . . . . . . . . . 120 Francis Galton: Vererbung und Statistik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127 Schwer zu widerlegende Berechnungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 138 Fünf Engländer und der neue Kontinent . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144 Kontroversen über den Realismus der Modelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 152 Yule und der Realismus der administrativen Kategorien . . . . . . . . . . . 156 Epilog zur Psychometrie: Spearman und die allgemeine Intelligenz . 162 5 Statistik und Staat: Frankreich und Großbritannien . . . . . . . 165 Französische Statistik eine diskrete Legitimität . . . . . . . . . . . . . . . . . 169 Entwurf und Scheitern eines Einflußnetzwerks . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 175 Statistik und Wirtschaftstheorie eine späte Verbindung . . . . . . . . . . 182 Britische Statistik und öffentliche Gesundheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Produktinformationen

Titel: Die Politik der grossen Zahlen
Untertitel: Eine Geschichte der statistischen Denkweise
Autor:
Übersetzer:
EAN: 9783540206552
ISBN: 978-3-540-20655-2
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Springer-Verlag GmbH
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 434
Gewicht: 765g
Größe: H239mm x B156mm x T32mm
Veröffentlichung: 01.03.2005
Jahr: 2005
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