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I Am Airen Man

  • Fester Einband
  • 172 Seiten
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Airen ist ein 1981 geborener Autor und ehemaliger Blogger, dessen wahre Identität unbekannt ist. Im Zuge der Plagiatsdebatte um He... Weiterlesen
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Beschreibung

Airen ist ein 1981 geborener Autor und ehemaliger Blogger, dessen wahre Identität unbekannt ist. Im Zuge der Plagiatsdebatte um Helene Hegemanns Bestseller Axolotl Roadkill ist Airen zum heimlichen Star des Kulturbetriebs geworden.
Der Roman erzählt auf ungewöhnlich authentische Weise von einem Leben, das sich aus rauschhaften und erotischen Exzessen speist. Hauptschauplätze sind Mexiko City und Berlin. Der Erzähler lernt im Verlauf ein Mädchen namens Lily kennen, mit der er ein neues Leben beginnen will, ohne sein altes hinter sich zu lassen. Es ist eine moderne Dichterexistenz, in der Leben und Tod, Erleben und Schreiben eng miteinander verwoben sind. Der Sound von Airen ist unmittelbar, drastisch, poetisch und neu.

Ein junger Mann hat zwei Jahre Berlin überlebt und geht nach Mexiko-City. Die Tage und Nächte spielen sich zwischen Flashbacks und sinnlichem Zauber ab. Er wird ein Mädchen kennenlernen, und er wird sie herüberholen wollen in das, was er für sein Leben hielt.
Die Hölle, so viel steht von Anfang an fest, ist nicht der Absturz, sondern Mittelmaß.

Autorentext

Airen, geboren 1981, arbeitete in einer Unternehmensberatung in Berlin und lebte danach in Mexiko. Seine Erfahrungen im Berliner Club Berghain protokollierte er in seinem Blog (und seinem ersten Buch Strobo), aus dem Helene Hegemann in Axolotl Roadkill zahlreiche Passagen zunächst ohne Quellenangabe übernahm; so wurde er zum heimlichen Star einer heftig geführten Literaturdebatte.



Leseprobe
"ACAPULCO ist ein öliges Schwipp-Schwapp, blitzende, geldgebleichte Zähne, eine besonnte Nazilagune, House-Music und Meeresfrüchte, ein mexikanisches Las Vegas, überteuerte Drogen, das Haus von dem und dem, Victoria-Kronkorken im Sand, gegenseitig in den Mund geschobene Melonenstücke, ein Albtraum von Mexiko, eine Messe sämtlicher in der Welt vertretener Hotel ketten, rangeklatscht an die zehn Meter Strand. Eine immersommrige Geldausgebestation.
Wir kamen spät. Das Luxushotel. Es war klar, dass dieser Ort nach Gras ruft, nach Kiffen, besser: dass hier auf jeden Fall einer aufgebaut werden musste. Lily und ich ließen die Oma im Stich und gingen auf den Strip. Samstagabends ist der Strip die Tangente am Scheitelpunkt der Jugend. Da ist der Mittelstreifen, mit Palmen bepflanzt; die geben im roten Abendlicht ein exotisches Miami-Feeling ab. Rechts wummern Bars, und es rauscht der Strand, ein warmer Abendwind, der Geruch gekaufter Sachen: Bitte, geben Sie ihr Geld hier ab. Miniröcke.
Keiner geht hier einfach so. Du stellst Titten oder Geld zur Schau, dein Auto oder die modelreife Nutte an deiner rechten Hand, Haare bis zum Arsch, Ficken: fünfzig Euro, Ritz oder Hilton. Wir sind in Acapulco, und das vergisst du keinen Moment. Was du auch machst, du wirst stereotyp, ein neonbeleuchtetes Symbol deiner Persönlichkeit, so wie dieser Ort selbst seit Jahrzehnten ein Symbol ist für Sex und Sonne und die Wohltaten amerikanischer Direktinvestitionen. Ich war längst besoffen.
Ich sah die langbeinigen, großtittigen, eng gekleideten, sich die Zähne leckenden, arschwackelnden, an unseren Tisch schielenden, äh, Transen. Ich sah in den Himmel gestreckte Zungen, hörte Techno und dachte: Ecstasy. Ich fraß Fische für zweihundert Pesos und sah und fühlte und dachte viel und stets: Acapulco. Schnell kauften wir Gras. Ins Auto und heim ins Hotel. Man kann bekifft einfach besser küssen, besser ist gar kein Ausdruck; auf Gras küsst du, und nüchtern knutschst du. Wir küssten uns also. Das Gefühl, dieses Gefühl, und mein Leben lang will ich nur küssen, Liebe und Schweiß und Liebe: So war Acapulco bei Nacht.
Am nächsten Tag das Ganze in Blass. Man ist dann ja halb breit, hat in der Früh vor dem Fick einen kleinen Joint geraucht und sich auf dem Weg zum Strand ein Bier gegönnt, und am Strand leert man das nächste, alles schon langsamer; man vertraut darauf, dass in der Nachtder Bock wieder durchkommt und hängt schlaff im Wasser. Und so breit wie man da vor sich hin chillt, das Hotelpanorama im Blick, schwimmt oder nicht schwimmt, sich gut bedient treiben lässt und langsam dem nächsten gegrillten Fisch entgegenfühlt: Bei Nacht ist dann alles wieder da.
Man könnte es Party nennen. Aber Acapulco ist nur die Freiheitsstatue des Konsums...."

Produktinformationen

Titel: I Am Airen Man
Untertitel: Roman
Autor:
EAN: 9783936738858
ISBN: 978-3-936738-85-8
Format: Fester Einband
Herausgeber: Blumenbar
Genre: Romane & Erzählungen
Anzahl Seiten: 172
Gewicht: 265g
Größe: H195mm x B124mm x T17mm
Jahr: 2010
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