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Lieblingsgefühle

  • Kartonierter Einband
  • 416 Seiten
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Als Layla von ihrer Weltreise zurückkehrt, warten in Stuttgart viele neue Lieblingsmomente auf sie: die erste eigene Foto-Vernissa... Weiterlesen
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Beschreibung

Als Layla von ihrer Weltreise zurückkehrt, warten in Stuttgart viele neue Lieblingsmomente auf sie: die erste eigene Foto-Vernissage, das erste Treffen mit ihrem neuen Galeristen und vor allem das lang ersehnte Wiedersehen mit Tristan. Alles scheint endlich perfekt. Doch während Layla sich über ihren plötzlichen Erfolg freut und eine neue Welt voll großer Chancen entdeckt, bemerkt sie nicht, dass sie alles, was ihr einmal wichtig war, verlieren könnte ...

»Sehr gefühlvoll und mit leichter Feder«, Stuttgarter Zeitung Online

Autorentext
Adriana Popescu, 1980 in München geboren, arbeitete als Drehbuchautorin für das Deutsche Fernsehen, bevor sie als freie Autorin für verschiedene Zeitungen, Zeitschriften, Online-Portale und City-Blogs schrieb. Wenn Adriana Popescu nicht an ihren Texten arbeitet, widmet sie sich der Fotografie oder singt (viel zu laut und falsch) Lieder im Radio mit. Ihre als E-Books selbstverlegten Romane »Versehentlich verliebt« und »5 Tage Liebe« sind große Überraschungserfolge. »Lieblingsgefühle« ist nach »Lieblingsmomente« ihr zweiter bei Piper verlegter Roman.

Leseprobe
Bahnhof Solche Szenen verdienen einen Trommelwirbel, ganz ohne Zweifel. Wie passend, dass sich mein Herz dazu bereit erklärt hat, diese Aufgabe zu übernehmen. Hier auf dem Bahngleis ist es verdammt windig und trotz strahlender Morgensonne ziemlich kühl. April in Stuttgart ist nicht unbedingt Hochsommer. Ich ziehe die Jeansjacke etwas enger um meinen Körper und werfe einen Blick auf die Anzeigetafel. Der Zug soll pünktlich ankommen. Nur noch ein paar Minuten Minuten, die sich wie eine Ewigkeit anfühlen. Der gleich einfahrende Zug ist eine von zwei Optionen. Ich habe Tristan gestern nicht mehr erreicht und deshalb in meiner Verzweiflung Björn angerufen. Er konnte mir zwar auch nicht erklären, warum Tristan wie vom Erdboden verschluckt ist, aber wenigstens hat er gestern Vormittag noch mit ihm telefoniert und wusste, dass es ihm da noch gut ging und dass Tristan mit dem Zug um vier Uhr in Budapest losfahren wollte. Wieso er sich noch nicht bei mir gemeldet hat, jede WhatsApp-Nachricht ignoriert und meine zwei Sprüche auf seiner Mailbox bisher unbeantwortet lässt, kann ich mir trotzdem nicht erklären. Aber das alles wird keine Rolle mehr spielen, wenn er gleich hier ist. Ich hoffe, dass er wenigstens das Foto von meinem letzten Lieblingsmoment der Reise nachts zu Hause auf der Couch bekommen hat, das ich ihm vor zwei Minuten geschickt habe, und dass er sich jetzt gerade darüber wundert, wie das sein kann, wo ich doch eigentlich noch über dem Atlantik im Flugzeug sitzen sollte. Wie auf jedem Bahnhof der Welt verstehe ich auch hier in Stuttgart nie genau die Ansagen, aber auf Gleis 9, vor dem ich gerade stehe, soll wohl tatsächlich gleich der Zug einfahren, aus dem Tristan hoffentlich aussteigen wird. Wenn nicht, das ergab Beccies Recherche, dann aus dem Zug, der sechs Minuten später auf Gleis 4 ankommt. Es gibt nur diese zwei Möglichkeiten. Als der Zug endlich einfährt und mit lautem Quietschen vor mir zum Stillstand kommt, morst mein Herz hektische Signale an meinen Körper. In der Hand, die nervös zittert, halte ich weder ein "Willkommen zurück"-Schild noch kitschige Luftballons, sondern ein einfaches rotes Feuerzeug. Mit der anderen wühle ich gerade noch hektisch in meiner Tasche Ah, da ist sie! Er wird es verstehen! Kaum steigen die ersten Menschen aus, zünde ich die Wunderkerze in meiner Hand an und lasse meinen Blick über die aussteigenden Fahrgäste schweifen. In einem Meer voller Menschen werden meine Augen ihn immer finden. Da bin ich mir sicher auch, weil er fast einen Kopf größer als die meisten Menschen ist. Aber noch ist es nicht so weit. Die Wunderkerze in meiner Hand zuckt und brennt wild vor sich hin. Einige Leute schenken mir im Vorbeigehen ein Lächeln, weil ich wohl wie eine aufgeregte junge Frau aussehe, die in wenigen Sekunden ihren Freund wiedersehen wird. Meine Aufregung ist nur schwer zu ertragen, und allein der Gedanke daran, dass ich ihn gleich wieder in die Arme schließen darf, treibt mir Tränen in die Augen. Ziemlich weit hinten steigt ein junger Mann aus dem Zugabteil. Ist er das? Ich setze mich langsam in Bewegung und versuche einen besseren Blick auf den Mann zu erhaschen. Da: ein dunkelbrauner Schopf. Meine Schritte werden schneller, mein Herzschlag ebenfalls, während ich mich gegen den Strom bewege, entgegenkommenden Reisenden ausweiche und die Wunderkerze etwas höher über meinen Kopf halte wie ein Leuchtsignal, das Tristan zu mir führen soll. Vielleicht bemerkt er zuerst das Leuchten, dann mich. Ich laufe noch etwas schneller, weiche einer Frau mit großer Reisetasche aus, während der Puls in meinen Ohren rast, und dann bemerke ich, dass es nicht Tristan ist. Ich bleibe stehen und spüre einen kleinen Stich in der Herzgegend. Der Mann sieht ihm nicht mal besonders ähnlich. Nur die Größe und Haarfarbe stimmen überein. Habe ich ihn verpasst? Schnell sehe ich mich um, während die Wunderkerze in meiner Hand mit einem leisen Zischen erlischt. Aber kein Tristan i

Produktinformationen

Titel: Lieblingsgefühle
Untertitel: Roman
Autor:
EAN: 9783492304511
ISBN: 978-3-492-30451-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Piper Taschenbuch
Genre: Sonstige Literatur
Anzahl Seiten: 416
Gewicht: 347g
Größe: H190mm x B118mm x T30mm
Veröffentlichung: 15.04.2014
Jahr: 2014
Land: DE

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