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Die kalte Progression und ihre Auswirkungen: Haben höhere Steuersätze die Wohlfahrt der Steuerzahler gemindert?
Adnan Zogaj

Die Problematik der kalten Progression ist ein derzeitiges Streitthema in der Politik. Während die schwarz-gelbe Koalition im Jahr... Weiterlesen
Kartonierter Einband, 76 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

Die Problematik der kalten Progression ist ein derzeitiges Streitthema in der Politik. Während die schwarz-gelbe Koalition im Jahr 2012 einen Versuch unternommen hat, den Steuertarif zur Entlastung der Bürger an die Inflation anzupassen, hält die SPD eine Blockadehaltung gegen diese Pläne ein. Das Verhalten der Opposition beruht auf der Befürchtung, dass Löcher in den Haushaltskassen der Länder entstehen könnten. Aus diesem Grund hat der Bundesrat eine Abschaffung der heimlichen Steuererhöhung an eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes gekoppelt. Das allerdings lehnt die Regierungskoalition ab. Zudem zweifelt die Opposition an einer so starken Belastung der kalten Progression, wie sie von der Regierung suggeriert wird. Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung der ökonomischen Konsequenzen der kalten Progression. Nach dieser wissenschaftlichen Untersuchung wird ersichtlich werden, wie stark die kalte Progression verschiedene Verdienstgruppen im Zeitraum 1996 bis 2010 belastet hat. Infolgedessen wird es möglich sein zu beurteilen, ob der Zweifel der SPD an einer starken Belastung der kalten Progression gerechtfertigt ist.

Autorentext

Adnan Zogaj, Diplom Volkswirt, wurde 1987 in Pejë (Kosovo) geboren. Sein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg schloss der Autor im Jahre 2013 mit dem akademischen Grad des Diploms erfolgreich ab. Bereits während des Studiums sammelte der Autor umfassende praktische Erfahrungen in der Steuerbranche. Fasziniert von der Finanzwissenschaft widmete sich der Autor der Thematik des vorliegenden Buches.



Leseprobe
Textprobe: Kapitel 2.2.2, Die kalte Progression als Folge des progressiven Tarifs: Nach der Feststellung, dass der deutsche Einkommensteuertarif progressiv ist, soll gezeigt werden, wie die kalte Progression daraus resultiert. Die Progression des Tarifs führt dazu, dass ein Anstieg der BMG zu einer höheren Steuerlast führt sowie, dass immer größere Anteile des Einkommens an den Staat abgeführt werden müssen. Dies gilt auch dann, wenn die BMG der Einkommensteuer (nominales Einkommen) inflationsbedingt steigt, also ohne dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (reales Einkommen) steigt. Aufgrund von Inflation steigt grundsätzlich das nominale Einkommen und somit die steuerliche BMG. Dadurch wird der inflationsbedingte Kaufkraftverlust ausgeglichen. Da die BMG steigt, ergibt sich eine Erhöhung der Steuerbelastung. Das heißt, es steigt der Durchschnittssteuersatz und auch der Grenzsteuersatz für ein unverändertes reales Einkommen (wirtschaftliche Leistungsfähigkeit). Da durch den Einkommenszuwachs lediglich das reale Einkommen der Inflation angepasst wird, jedoch trotzdem die Steuerbelastung steigt, ergibt sich nun eine Senkung des realen Einkommens und die Kaufkraft wird gemindert (vgl. Broer 2011, S.694; Bundesministerium der Finanzen 2013a; Beus 2012, S.36). Die kalte Progression ist dementsprechend vorzufinden, wenn der Anstieg der Grenz- und Durchschnittssteuersätze lediglich auf die inflationsbedingten Einkommenssteigerungen zurückzuführen ist und nicht auf eine erhöhte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (vgl. Sachverständigenrat 2011/12, S.207, Rz.345; Broer 2011, S.694; Bundesministerium der Finanzen 2013a). Aus dieser Definition der kalten Progression ergeben sich Indikatoren, mit denen das Ausmaß der kalten Progression bemessen werden kann. Zum einen gibt es den makroökonomischen Indikator. Das ist die Einkommensteuerquote (Einkommensteueraufkommen als Anteil des Bruttoinlandprodukts). Eine steigende Einkommensteuerquote über die Jahre bedeutet, dass der Anteil des Steueraufkommens am BIP immer größer wird. Wenn die realen Einkommen über diesen Zeitraum unverändert geblieben sind, dann handelt es sich um Staatseinnahmen die auf der kalten Progression basieren. Die Quote steigt dann nämlich, obwohl die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht gestiegen ist. Zum anderen gibt es den mikroökonomische Indikatoren, den Durchschnittssteuersatz und den Grenzsteuersatz . Steigen dieser in einen bestimmten Zeitraum für bestimmte real konstant gehaltene Einkommen, so handelt es sich um kalte Progression (vgl. Broer 2011, S.695; Sachverständigenrat 2011/12, S.208, Rz.347). Anhand dieser Indikatoren soll im nächsten Kapitel das Ausmaß der kalten Progression analysiert werden. 2.3, Das Ausmaß der kalten Progression und die Gegenwirkung anhand diskretionärer Steuerpolitik: 2.3.1, Das Ausmaß der kalten Progression: Nachdem die kalte Progression als Effekt des deutschen Steuertarifs und inflationsbedingter Gehaltserhöhungen dargestellt ist, kann folgend das Ausmaß der kalten Progression analysiert und ermittelt werden. Ermittlungen zum Ausmaß der kalten Progression sollten nicht auf einen Vergleich von kurzen Zeitintervallen, wie z.B. von 2 Jahren basieren. Steigen beispielsweise von Jahr auf Jahr inflationsbedingt die nominalen Einkommen zum Ausgleich der Kaufkraft und ändert sich der Tarif nicht, wird sich eine Erhöhung des Durchschnitts- und Grenzsteuersatzes für bestimmte real konstant gehaltene Einkommen feststellen. Tatsächlich könnte der Fall eintreten, dass der Tarif ein Jahr zuvor, also von zu so sehr gesenkt wurde, dass die Steuersätze sowohl in , als auch in noch weit unter denen von Jahr liegen. Würde das Jahr als Ausgangsjahr betrachtet werden, so wäre in den Jahren und die kalte Progression nicht vorhanden. Infolgedessen ist es notwendig längerfristige Entwicklungen zu berücksichtigt sowie eine geeignetes Ausgangsjahr zu wählen (vgl. Broer 2011, S.696). Broer (2011

Produktinformationen

Titel: Die kalte Progression und ihre Auswirkungen: Haben höhere Steuersätze die Wohlfahrt der Steuerzahler gemindert?
Autor: Adnan Zogaj
EAN: 9783956841996
ISBN: 978-3-95684-199-6
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Bachelor + Master Publishing
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 76
Gewicht: 138g
Größe: H218mm x B154mm x T7mm
Jahr: 2014
Auflage: 1. Aufl.

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