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Peter Schlemihl's wundersame Geschichte

  • Kartonierter Einband
  • 128 Seiten
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"Und alles um einen Schatten!"Über die Andersartigkeit Adelbert von Chamisso, Naturforscher und Autor, macht in seiner berühmten N... Weiterlesen
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Beschreibung

"Und alles um einen Schatten!"

Über die Andersartigkeit Adelbert von Chamisso, Naturforscher und Autor, macht in seiner berühmten Novelle die Andersartigkeit zum Thema. Peter Schlemihl, der seinen Schatten für niemals endenden Reichtum an den Teufel verkauft, gibt damit gleichsam einen Teil seiner menschlichen Identität auf. Der Schatten gilt den Interpretatoren des Textes, unter anderem Thomas Mann, als "Symbol aller bürgerlichen Solidität und menschlichen Zugehörigkeit". Weil der Protagonist seinen Schatten aufgibt, muss er sich unfreiwillig auf Wanderschaft begeben, da er nirgendwo nachhaltig akzeptiert wird. Letztlich wird deutlich, dass Heimatlosigkeit und fehlende menschliche Beziehungen nicht mit materiellen Gütern aufgewogen werden können.

Nach seiner Ankunft in einer fremden Stadt begibt sich Peter Schlemihl auf ein Gartenfest des Herrn John; er hat ein Empfehlungsschreiben und sucht Arbeit. Mit Erstaunen und zunehmendem Entsetzen beobachtet er im Park einen Mann im grauen Anzug, der alle Wünsche der Gäste erfüllt, indem er Ferngläser, Teppiche und sogar Kutschen mitsamt Pferden aus der Tasche zieht. Schlemihl flieht voller Grauen. Der Graue holt ihn ein und bietet ihm einen nie versiegenden Geldbeutel im Gegenzug für seinen Schatten an. Schlemihl wird schwach und sein Elend beginnt. Er kann sich jetzt zwar alles kaufen, ist aber nicht mehr gesellschaftsfähig. Sobald man seine Schattenlosigkeit bemerkt, wird er gemieden oder verhöhnt. Er wagt sich nur noch in der Dunkelheit auf die Straße oder im Schutz seines treuen Dieners Bendel, den er eingeweiht hat. Als besonders schmerzlich erweist sich der fehlende Schatten für Schlemihl, als auch seine Liebe zur sanften, schönen Mina an seinem Makel scheitert. Das Mädchen muss stattdessen - auf Geheiß ihrer Eltern - den schurkischen Rascal heiraten, der Schlemihl erfolgreich bestohlen hat, aber über einen intakten Schatten verfügt. Trotz dieses Unglücks geht Schlemihl nicht auf das Angebot des Grauen ein, ihm die Seele für den Schatten zu überschreiben. Stattdessen wirft Schlemihl den unheimlichen Geldbeutel weg und begibt sich auf die Wanderschaft. Mit Hilfe von zufällig erstandenen Siebenmeilenstiefeln führt er in der ganzen Welt botanische Studien durch und begnügt sich mit der Arbeit eines Privatgelehrten. Zur Gesellschaft hat er lediglich seinen Pudel.

Autorentext

Adelbert von Chamisso, eigentlich Louis Charles Adelaide de Chamisso de Boncourt, wurde am 30. Januar 1781 auf Schloss Boncourt in der Champagne geboren. Nach der Flucht der Familie vor den Revolutionsheeren ließen sich die Eltern 1796 in Berlin nieder. Der junge Mann trat dort in die preußische Armee ein und begann einige Zeit später auch schriftstellerisch tätig zu werden. Er schrieb zunächst auf Französisch, ab 1803 jedoch in deutscher Sprache. Als Herausgeber des Berliner Musenalmanachs war Chamisso mit zahlreichen Dichtern bekannt, zu denen beispielsweise von Varnhagen und Fouqué zählten. Neben seinen unsterblichen literarischen Werken wie Peter Schlemihls wundersame Geschichte beschäftigte er sich auch mit den Naturwissenschaften und nahm an geographischen und ethnologischen Expeditionen teil. Adelbert von Chamisso starb am 21. August 1838 in Berlin.

Prof. Dr. Joseph Kiermeier-Debre war bis vor kurzem Leiter des Antoniter-/Strigelmuseums und der MEWO Kunsthalle in Memmingen, ist Dozent für Neuere deutsche Literatur an der Universität München und Autor und Herausgeber zahlreicher Veröffentlichungen, darunter Autor der Originalausgaben 'Goethes Frauen' (dtv 14025) und Schillers Frauen (dtv 13769) und Herausgeber der Gedichtbände von Eichendorff (dtv 13600), Klabund (dtv 20641) und Schiller (13270).

Seit 1997 betreut er als Herausgeber die dtv Bibliothek der Erstausgaben. Dort erschienen bisher 80 Bände.



Klappentext

Über die Andersartigkeit

Adelbert von Chamisso, Naturforscher und Autor, macht in seiner berühmten Novelle die Andersartigkeit zum Thema. Peter Schlemihl, der seinen Schatten für niemals endenden Reichtum an den Teufel verkauft, gibt damit gleichsam einen Teil seiner menschlichen Identität auf.

Der Schatten gilt den Interpretatoren des Textes, unter anderem Thomas Mann, als »Symbol aller bürgerlichen Solidität und menschlichen Zugehörigkeit«. Weil der Protagonist seinen Schatten aufgibt, muss er sich unfreiwillig auf Wanderschaft begeben, da er nirgendwo nachhaltig akzeptiert wird. Letztlich wird deutlich, dass Heimatlosigkeit und fehlende menschliche Beziehungen nicht mit materiellen Gütern aufgewogen werden können.



Zusammenfassung

Über die Andersartigkeit


Adelbert von Chamisso, Naturforscher und Autor, macht in seiner berühmten Novelle die Andersartigkeit zum Thema. Peter Schlemihl, der seinen Schatten für niemals endenden Reichtum an den Teufel verkauft, gibt damit gleichsam einen Teil seiner menschlichen Identität auf.

Der Schatten gilt den Interpretatoren des Textes, unter anderem Thomas Mann, als »Symbol aller bürgerlichen Solidität und menschlichen Zugehörigkeit«. Weil der Protagonist seinen Schatten aufgibt, muss er sich unfreiwillig auf Wanderschaft begeben, da er nirgendwo nachhaltig akzeptiert wird. Letztlich wird deutlich, dass Heimatlosigkeit und fehlende menschliche Beziehungen nicht mit materiellen Gütern aufgewogen werden können.



Produktinformationen

Titel: Peter Schlemihl's wundersame Geschichte
Untertitel: Nürnberg 1814
Editor:
Autor:
EAN: 9783423026529
ISBN: 978-3-423-02652-9
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: DTV
Genre: Romane & Erzählungen
Anzahl Seiten: 128
Gewicht: 123g
Größe: H171mm x B116mm x T12mm
Jahr: 1999
Auflage: Nachdruck des Textes der Erstausgabe Nürnberg 1814
Land: DE

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