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Das Unbehagen der Sora Elsa

  • Kartonierter Einband
  • 214 Seiten
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Eine freundschaftliche Begegnung der Autorin mit Franz Müller, dem letzten Überlebenden der studentischen Widerstandsgruppe Die we... Weiterlesen
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Beschreibung

Eine freundschaftliche Begegnung der Autorin mit Franz Müller, dem letzten Überlebenden der studentischen Widerstandsgruppe Die weiße Rose, eröffnet den Reigen der Erzählungen: ein Gespräch entwickelt sich vor dem friedlichen Hintergrund eines Spätsommertages im Englischen Garten und sein Bericht wirkt unglaubhaft und wie aus einer anderen Welt. Damit ist der rote Faden, der sich durch alle Erzählungen zieht, vorgegeben: jeder der diese Zeit erlebt hat, versucht auf seine Weise damit fertig zu werden. Da ist die junge Frau, die als kleines Mädchen als Einzige ein Massaker in einem italienischen Dorf überlebt hat, und auch ihr Psychotherapeut vermag nicht, den Schutzschild zu durchbrechen der den wahren und offenbar unerträglichen Ablauf der Begebenheit, vor Ihrem Bewusstsein fernhält. Da ist der Bericht einer Österreicherin, die ihren einsamen Lebensabend in Spanien verbringt und nicht davon loskommt, wie sie mit ihrer jüdischen Mutter vom arischen Vater im Stich gelassen wurde und nur knapp überlebte. Aber auch die Täter kommen zu Wort, ein ehemaliger SS-Offizier, an Parkinson leidend und in einem Altersheim dahin vegetierend, versucht ein letztes mal seiner ihm unbekannt gebliebenen Tochter zu erklären, was nicht zu erklären ist. Und dann ist da als versöhnlicher Abschluss die Sora Elsa, eine römische Hausmeisterin, die die Ereignisse mit gesundem Menschenverstand kommentiert und ohne viel Gerede eine jüdische Mieterin vor der Gestapo versteckt. Eine Erzählung, die am Ende in die reale Vergeltungsmaßnahme der SS in den Ardeatinischen Höhlen mündet. Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse, sind die Erzählungen höchst brisant, "Blindgänger und Zeitzünder der Geschichte", nannte sie ein Rezensent, aber fügt auch tröstlich hinzu, dass sie mit Geduld und Vorsicht wohl zu entschärfen wären. Hoffentlich hat er recht...

Autorentext

Ada Zapperi Zucker ist in Catania geboren und hat in Rom Klavier und Gesang studiert und dieses Studium an der Musikhochschule Wien beendet. Gleichzeitig hat sie für das "Dizionario Biografico degli italiani dell'Istituto Treccani", für die "Enciclopedia dello Spettacolo" und die "Enciclopedia Universo De Agostini" gearbeitet und für diese Enzyklopädien viele Biographien von Musikern und Sängern verfasst. Als Opernsängerin war sie hauptsächlich außerhalb Italiens tätig, derzeit unterrichtet sie Gesang in Deutschland und in Südtirol und lebt seit vielen Jahren in München. Durch eine Lehrtätigkeit am Bildungszentrum in Bozen kam sie mit Südtirol in näheren Kontakt. Als geborene Italienerin, aber durch ihre Ehe auch mit der österreichischen Kultur vertraut, hat dieses Land ihr immer schon waches Interesse für Politik und Geschichte besonders stimuliert. Die vielen Geschichten, die sie von ihren Südtiroler Gesangsschülern erzählt bekam, führten 2007 zu einem ersten Erzählband "La scuola delle catacombe", der inzwischen auch auf deutsch unter dem Titel "Die Katakombenschule" erschienen ist und sich zu einem Longseller entwickelt hat. Weitere Bücher folgten, vielfach mit Südtiroler Schwerpunkt, viele davon wurden in Italien mit Preisen ausgezeichnet. In dem 2015 erschienene Buch "La Cucchiara" wendet sie sich ihrem sizilianischen Ursprung zu, auch diese sizilianische Familien Saga in Form von Erzählungen hat schon einen ersten Preis erhalten und zwar bei dem renommierten internationalen Literaturwettbewerb "San Domenichino, città di Massa".



Klappentext

Eine freundschaftliche Begegnung der Autorin mit Franz Müller, dem letzten Überlebenden der studentischen Widerstandsgruppe Die weiße Rose, eröffnet den Reigen der Erzählungen: ein Gespräch entwickelt sich vor dem friedlichen Hintergrund eines Spätsommertages im Englischen Garten und sein Bericht wirkt unglaubhaft und wie aus einer anderen Welt. Damit ist der rote Faden, der sich durch alle Erzählungen zieht, vorgegeben: jeder der diese Zeit erlebt hat, versucht auf seine Weise damit fertig zu werden. Da ist die junge Frau, die als kleines Mädchen als Einzige ein Massaker in einem italienischen Dorf überlebt hat, und auch ihr Psychotherapeut vermag nicht, den Schutzschild zu durchbrechen der den wahren und offenbar unerträglichen Ablauf der Begebenheit, vor Ihrem Bewusstsein fernhält. Da ist der Bericht einer Österreicherin, die ihren einsamen Lebensabend in Spanien verbringt und nicht davon loskommt, wie sie mit ihrer jüdischen Mutter vom arischen Vater im Stich gelassen wurde und nur knapp überlebte. Aber auch die Täter kommen zu Wort, ein ehemaliger SS-Offizier, an Parkinson leidend und in einem Altersheim dahin vegetierend, versucht ein letztes mal seiner ihm unbekannt gebliebenen Tochter zu erklären, was nicht zu erklären ist. Und dann ist da als versöhnlicher Abschluss die Sora Elsa, eine römische Hausmeisterin, die die Ereignisse mit gesundem Menschenverstand kommentiert und ohne viel Gerede eine jüdische Mieterin vor der Gestapo versteckt. Eine Erzählung, die am Ende in die reale Vergeltungsmaßnahme der SS in den Ardeatinischen Höhlen mündet. Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse, sind die Erzählungen höchst brisant, "Blindgänger und Zeitzünder der Geschichte", nannte sie ein Rezensent, aber fügt auch tröstlich hinzu, dass sie mit Geduld und Vorsicht wohl zu entschärfen wären. Hoffentlich hat er recht...

Produktinformationen

Titel: Das Unbehagen der Sora Elsa
Untertitel: Erzählungen
Übersetzer:
Autor:
EAN: 9783943810127
ISBN: 978-3-943810-12-7
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Verlag ohne Geld
Genre: Romane & Erzählungen
Anzahl Seiten: 214
Gewicht: 251g
Größe: H208mm x B128mm x T20mm
Jahr: 2016
Auflage: Neuausg.

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