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Mühlberg 1939-1948

  • Fester Einband
  • 377 Seiten
Das Lager Mühlberg wurde mit Beginn des Zweiten Weltkriegs am Ostufer der Elbe zwischen Riesa und Torgau eingerichtet. Zehntausend... Weiterlesen
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Beschreibung

Das Lager Mühlberg wurde mit Beginn des Zweiten Weltkriegs am Ostufer der Elbe zwischen Riesa und Torgau eingerichtet. Zehntausende von Kriegsgefangenen aller Nationalitäten waren hier bis Kriegsende interniert, meist wurden sie in Arbeitskommandos eingesetzt. Nach der Befreiung des Lagers durch die Rote Armee übernahm der sowjetische Geheimdienst NKWD das Kommando. Er nutzte Mühlberg als Isolierungslager für tatsächliche oder vermeintliche Funktionäre des Dritten Reiches, für Kriegsgefangene und Zivilisten, von denen eine Vielzahl zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion verschickt wurden. Aufgrund der katastrophalen hygienischen Verhältnisse starben Tausende von Insassen, ehe das Lager 1948 aufgelöst wurde. Bis zum Ende der DDR wurde seine Existenz streng geheim gehalten. Hier wird erstmals eine Gesamtgeschichte des Lagers Mühlberg vorgelegt, die das Leben in der Barackenstadt und das Funktionieren seiner Administration in zwei Diktaturen nachzeichnet.

Klappentext

Das Lager Mühlberg wurde mit Beginn des Zweiten Weltkriegs am Ostufer der Elbe zwischen Riesa und Torgau eingerichtet. Zehntausende von Kriegsgefangenen aller Nationalitäten waren hier bis Kriegsende interniert, meist wurden sie in Arbeitskommandos eingesetzt. Nach der Befreiung des Lagers durch die Rote Armee übernahm der sowjetische Geheimdienst NKWD das Kommando. Er nutzte Mühlberg als Isolierungslager für tatsächliche oder vermeintliche Funktionäre des Dritten Reiches, für Kriegsgefangene und Zivilisationen, von denen eine Vielzahl zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion verschickt wurden. Aufgrund der katastrophalen hygienischen Verhältnisse starben Tausende von Insassen, ehe das Lager 1948 aufgelöst wurde. Bis zum Ende der DDR wurde seine Existenz streng geheim gehalten. Hier wird erstmals eine Gesamtgeschichte des Lagers Mühlberg vorgelegt, die das Leben in der Barackenstadt und Funktionieren seiner Administration in zwei Diktaturen nachzeichnet.



Zusammenfassung
"Der Leser erfährt das Lager als Ort des Leidens, der Abschirmung bis hin zur Isolierung, das Sterben der Gefangenen und solidarische Hilfe von innen und außen. Er lernt das Denken und Handeln der Gefangenen und ihrer Wärter verstehen und erkennt kopfschüttelnd, wie viele Schicksale, ja Leben oder Tod, oft von Zufälligkeiten abhingen. Der Autor, der eher distanziert schreibt und sich erlebnisbetonter Berichterstattung weitgehend enthält, mahnt dennoch unverhohlen zur Nächstenliebe, zur weltweiten Achtung der Menschenrechte." (Mitteldeutsche Zeitung) "Der Weinheimer Achim Kilian, der seit 1990 im Fachbereich des emeritierten Professors und DDR-Wissenschaftlers Hermann Weber an der Universität Mannheim forscht, hat ein Buch über das Lager geschrieben. (...) nüchtern trägt der Verfasser zahlreiche Berichte, Zeugenaussagen, Bilder, Dokumente und Archivalien zusammen, um sie zu einer lückenlosen Geschichte des Gefangenenlagers Mühlberg zusammenzufügen. Es ist eine Nüchternheit, die dem Verfasser eine wissenschaftliche Darstellung und eine Distanz zum selbst Erlebten ermöglicht. Denn Kilian war von 1945 bis 1948 Häftling im Lager Mühlberg. (...) In Kilians Buch gibt es Sätze, die man vor diesem Hintergrund nicht einfach überlesen kann." (Björn Hengst, Mannheimer Morgen und Weinheimer Nachrichten, 15. Februar 2002, 09.04.2002) "Achim Kilians Darstellung bietet zum ersten Mal die gesamte Geschichte des Lagers Mühlberg in den beiden Epochen als deutsches Kriegsgefangenen- und sowjetisches Speziallager. Sie ist die Frucht einer zehnjährigen Forschungsarbeit, die der Autor (...) seit dem Zusammenbruch des Sowjetsystems und damit auch der DDR geleistet hat. Kilian (...) war unter 'Werwolf'-Verdacht im Oktober 1945 ins Lager Mühlberg gekommen, wo er bis August 1948 festgehalten wurde. Er ist also ein 'Betroffener'. Doch bereits sein erstes (...) Buch über das Speziallager Mühlberg unterscheidet sich deutlich von der gemeinhin üblichen Erinnerungsliteratur. Kilian hat seine detaillierten Erinnerungen von Anfang an nicht nur durch Kontakte mit Historikern und Leidensgenossen - sehr bald auch mit ehemaligen Insassen des Kriegsgefangenenlagers -, sondern auch und vor allem durch hartnäckig betriebene, umfangreiche eigene Recherchen in einschlägigen, nicht zuletzt russischen Archiven unterfüttert. Seine eigene Leidensgeschichte tritt dabei ganz in den Hintergrund. So ist aus dem Zeitzeugen ein Zeithistoriker geworden, dessen vorurteilsfreie Sachlichkeit und wissenschaftliche Gründlichkeit in der vorliegenden Gesamtgeschichte des Lagers Mühlberg beeindrucken." (Peter Jochen Winters, Deutschland Archiv 3/2002, 21.06.2002)

Produktinformationen

Titel: Mühlberg 1939-1948
Untertitel: Ein Gefangenenlager mitten in Deutschland
Autor:
EAN: 9783412102012
ISBN: 978-3-412-10201-2
Format: Fester Einband
Herausgeber: Böhlau, Köln
Genre: 20. Jahrhundert (bis 1945)
Anzahl Seiten: 377
Gewicht: 709g
Größe: H239mm x B160mm x T29mm
Veröffentlichung: 01.01.2001

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