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Die Sprache der Infamie

  • Kartonierter Einband
  • 315 Seiten
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Die Geschichte der Infamie ist eine Geschichte der Verfemten, derjenigen, die wegen ihres Verstoßes gegen soziale Normen aus der G... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Geschichte der Infamie ist eine Geschichte der Verfemten, derjenigen, die wegen ihres Verstoßes gegen soziale Normen aus der Gesellschaft ausgeschlossen wurden. Die Literatur gibt den Verfemten eine eigene Stimme, mit der sie sich gegen den Ehrverlust zur Wehr setzen können. Ehrkonflikte spielen seit der Antike eine zentrale Rolle in der Geschichte der Kultur. Wer seine Ehre verliert, sieht seine gesamte Persönlichkeit in Frage gestellt, wird vor den Augen der anderen bloßgestellt und beschämt. Die Literatur bietet die Möglichkeit, dem drohenden Ehrverlust in Form eines Gegendiskurses durch eine souveräne Sprache zu begegnen. Der literarischen Sprache der Infamie geht es um eine Form der Selbstbehauptung, die sich zugleich mit spektakulären Rechtskonflikten überlagert, wie etwa die Geschichte des französischen Staatsfeinds Nr. 1, Jacques Mesrine, zeigt. Prominente Beispiele für die literarische Sprache der Infamie sind der Vagantendichter Villon, der Marquis de Sade, aber auch Schiller, Kafka und Genet. Anhand exemplarischer Analysen ihrer Texte lässt sich eine Geschichte der Infamie entfalten, die bis zur Literatur der Shoa reicht.

Autorentext
Dr. phil. Achim Geisenhanslüke ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Regensburg. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Ästhetik, Poetik und Literaturtheorie sowie Europäische Literatur des 17.-21. Jahrhunderts.

Produktinformationen

Titel: Die Sprache der Infamie
Untertitel: Literatur und Ehrlosigkeit
Autor:
EAN: 9783770556717
ISBN: 978-3-7705-5671-7
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Fink Wilhelm GmbH + Co.KG
Genre: Allgemeine und vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 315
Gewicht: 511g
Größe: H234mm x B161mm x T27mm
Veröffentlichung: 01.03.2014
Jahr: 2014

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