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Achilles' Verse II

  • Kartonierter Einband
  • 224 Seiten
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quot;Laufen hat nichts mit Lachen zu tun!" Achim Achilles Vom Martyrium des Tempotrainings über nächtliche Fressattacken bis ... Weiterlesen
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Beschreibung

quot;Laufen hat nichts mit Lachen zu tun!" Achim Achilles Vom Martyrium des Tempotrainings über nächtliche Fressattacken bis zum Pronationsmittelbrückenleichtbauschuh - schonungslos seziert Deutschlands bekanntester Freizeitsportler den Irrsinn der schönsten Hauptsache der Welt. Er läuft und läuft und läuft ... und seine Fangemeinde wächst ständig. Denn niemand bringt die Freuden und Nöte der Hobbyläufer besser auf den Punkt als Achim Achilles. Von der Kunst des Tempolaufs bei pfeifender Lunge bis zum Superschuh mit Pronationsmittelbrückenleichtbautechnologie - in seinem neuen Kolumnen-Band seziert Deutschlands bekanntester Freizeitsportler wieder schonungslos den alltäglichen Irrsinn des Freizeitsports.

"'Achilles' Verse' sollte es auf Krankenschein geben."

Autorentext
Achim Achilles lernte im Alter von drei Jahren das Laufen. Sportliche Erfolge: bei den Bundesjugendspielen zwei Sieger- und eine Ehrenurkunde (Messfehler), Gewinner des Gummistiefelzielwerfens 2004 in Caheragh/Irland, 25 Jahre Handball, vier Marathons, diverse Triathlons, selten Letzter. In manchem Winter Fitnessclub-Mitgliedschaft. Berge bestiegen, Seen durchschwommen, dauernder Bewegungsdrang. Bisweilen geregelte Arbeit als Journalist, aber lieber ungeregeltes Lauftraining. Schlüsselbeinbruch aufgrund mangelnden Mountainbike-Könnens. Verheiratet mit der sehr geduldigen Mona, zwei Söhne, die ihrem Vater längst davonrennen. Träumt vom Ironman auf Hawaii, aber erst mit 70, wenn sich die Konkurrenz auf natürlichem Wege reduziert hat.

Klappentext

»Laufen hat nichts mit Lachen zu tun!« Achim Achilles

Vom Martyrium des Tempotrainings über nächtliche Fressattacken bis zum Pronationsmittelbrückenleichtbauschuh - schonungslos seziert Deutschlands bekanntester Freizeitsportler den Irrsinn der schönsten Hauptsache der Welt.

Er läuft und läuft und läuft ... und seine Fangemeinde wächst ständig. Denn niemand bringt die Freuden und Nöte der Hobbyläufer besser auf den Punkt als Achim Achilles. Von der Kunst des Tempolaufs bei pfeifender Lunge bis zum Superschuh mit Pronationsmittelbrückenleichtbautechnologie - in seinem neuen Kolumnen-Band seziert Deutschlands bekanntester Freizeitsportler wieder schonungslos den alltäglichen Irrsinn des Freizeitsports.



Zusammenfassung
»Laufen hat nichts mit Lachen zu tun!« Achim Achilles

Vom Martyrium des Tempotrainings über nächtliche Fressattacken bis zum Pronationsmittelbrückenleichtbauschuh schonungslos seziert Deutschlands bekanntester Freizeitsportler den Irrsinn der schönsten Hauptsache der Welt.

Er läuft und läuft und läuft und seine Fangemeinde wächst ständig. Denn niemand bringt die Freuden und Nöte der Hobbyläufer besser auf den Punkt als Achim Achilles. Von der Kunst des Tempolaufs bei pfeifender Lunge bis zum Superschuh mit Pronationsmittelbrückenleichtbautechnologie in seinem neuen Kolumnen-Band seziert Deutschlands bekanntester Freizeitsportler wieder schonungslos den alltäglichen Irrsinn des Freizeitsports.



Leseprobe
Laufen ist immer Qual, egal, ob man läuft oder nicht. Die Wade reißt schon beim Schleifemachen. Und das ist erst der Anfang. Jeder Schritt ein Martyrium, oben, unten, überall. Wenn man nicht läuft, ist es allerdings noch schlimmer: Dann pocht das schlechte Gewissen. Wirklich wohl fühlt man sich allenfalls für ein paar wenige Minuten unmittelbar nach dem Laufen. Dann tut zwar alles weh, aber das schlechte Gewissen pocht etwas leiser. Doch kaum tropft der Schweiß nicht mehr, geht das innere Psy-chomassaker wieder los. Anschwellendes Schweinehundgebrüll: »Letztes Jahr ging die Runde um den Schlachtensee aber noch bedeutend zügiger. Vor allem zweimal. Wenn schon nicht schnell, dann wenigstens nicht so kurz - hatten wir uns doch mal vorgenommen, oder? Wo kommt dieses Knarzen eigentlich her? Hüfte? Leiste? Leber? Kein Wunder, bei dem Lebenswandel. Aber immer große Fresse, von wegen Marathon. Und am Ende doch nur die Seniorenrunde im Schlurfmodus. Das soll laufen sein? Die Spaziergänger grinsen ja schon. Die überlegen, ob sie den Rettungswagen rufen. Kein Wunder, bei der lila Birne. Jupp Heynckes ist ein Albino gegen mich. Und Reiner Calmund ein Strich. Auf den Reklamefotos liegt dieses elend teure Laufhemd ganz eng an. Warum weigert es sich bei mir? Ich sehe aus wie ein verhängtes Kettenkarussell, das in Zeitlupe durch den Wald rollt. Läufst du noch oder stirbst du schon, du dicke, lahme Ente?«
Leider stimmt jedes Wort. Weghören geht nicht. Kommt ja von innen, und doch nicht zu überhören. Ich sehne einen Tinnitus herbei. Laufen, das ist aber auch Hoffnung. Die Illusion, nach dem samstäglichen Gehechel durch den Grunewald nicht ganz so fertig zu sein wie beim letzten Mal. Die Vorstellung, dass die schnuffelige, kleine Praktikantin zufällig guckt, wenn man das Hosenbein an der Stuhlkante ein wenig emporschiebt, so dass ein Stück dieser plumpen, aber immerhin ziemlich harten Wade zu sehen ist, die wir just in diesem Moment bis zur Krampfstarre anspannen, ohne dabei angestrengt auszusehen.
Die schlimmste Hoffnung ist allerdings die auf Gelassenheit: Bewegung genießen, frische Luft einsaugen, nur mal zwei Minuten lang nicht auf die Uhr gucken. Einfach mal loslassen, empfiehlt die Vernunft. Würde ich ja gern, antwortet der Läufer, geht aber nicht. Laufen verhält sich zur Gelassenheit wie Dieter Bohlen zu Thomas Anders - eine völlig zerrüttete Beziehung. Mal angenommen, der Dalai Lama würde laufen. Wie würde der kleine Tibeter das Training angehen? Erst mal lachen, als Grundhaltung. Hülfe ja schon eine Menge, wenn sich die notorisch maulende Läuferbande daran halten würde. Dann ein Viertelstündchen meditieren. Auch gut: Einfach mal gar nichts machen - mentales Walken. Verabschieden aus der bösen Welt da draußen und eintauchen ins Paradies, wo Wadenkrampf und Lungenbrennen wohnen.
Dann langsam loslaufen, ganz leicht und gut gelaunt. Kein Trainingsplan im Kopf, keine Uhr am Handgelenk, erst recht kein GPS oder Handy. Freies Laufen, ohne jede Vorgabe, ohne Ziel, ohne Druck. Kurz, Urlaub auf Luftpolstersohlen. Schöne Vorstellung, aber leider völlig unrealistisch. Wer läuft, will Qual und Zweck. Anerkennung, abnehmen, Bestzeit rennen, von seinen Kollegen bestaunt werden. Zielloser Zen-Run funktioniert erst recht nicht, wenn der Ehrgeiz brennt. Wo kommen wir denn da hin, wenn Laufen auf einmal nur noch Spaß macht? Es ist die Angst, die uns treibt, nicht das Vergnügen.
Und so dreht sich der Läufer in einer endlosen Redundanzschleife der Dialektik: Hoffen und Bangen, Endorphinrausch und Suizidgedanken, Sucht und Unlust, Lachen und Leiden erzeugen ein stetes Feuerwerk der Emotionen, das uns mehr als ohnehin schon an uns zweifeln lässt.
Ein Mal, nur ein einziges Mal, wollen wir den großen Sieg, am liebsten über uns selbst. Aber die Anstrengung auf dem Weg dorthin umgehen wir mit allerlei Listen. Verträge mit uns selbst schließen wir nur, um sie alsbald frohgemut zu brechen. Natürlich könnten wir schneller sein und dünner. Aber jetzt gerade nicht. Nächste Woche vielleicht oder nächstes Jahr. Aber da klappt es wahrscheinlich auch nicht.
Trotzdem laufen wir weiter. Damit wir weiter leiden können. Lauf und Leid gehören zusammen wie Loki und Helmut Schmidt. Vergeblich bleibt jeder Versuch, die beiden zu trennen. Man kann sich aber ganz gut arrangieren mit dem fortwährenden Scheitern an den eigenen Erwartungen. Die Qualität der Ausreden wird mit den Jahren beständig besser.
Schöner scheitern, so lautet das Lebensmotto des Achim Achilles. Zahlreiche eindrucksvolle Beispiele dafür sind in diesem Buch dokumentiert, Kolumnen, die bei Spiegel Online erschienen sind. Die Resonanzen zeigen: Hobbyläufer Achilles ist offenbar nicht allein mit seiner emotionalen Resterampe. Viele Leser stellten nach Lektüre des ersten Bandes (Achilles' Verse: Aus dem Leben eines Läufers) erleichtert die Frage: »Achim, woher weißt du, wie es in mir aussieht?«
Achim weiß es gar nicht. Er schreibt nur auf, was tagtäglich in ihm wühlt, vor, während und nach dem Laufen. Offenbar aber ticken Läufer ziemlich synchron. Jeder kämpft zwar verbissen für sich, aber allein sind wir dennoch nicht. Denn im Kopf und in den Beinen passiert bei all diesen Alltagshelden dasselbe, im Magen und im Bett übrigens auch.
Die archaische Fortbewegung auf zwei Beinen ist eben mehr als ein Zeitvertreib: Laufen ist kollektives Bewusstsein, ein unsichtbares Band, das Millionen Menschen aller Kulturen, Generationen und Schichten zusammenhält. Die Sprache der Beine versteht man überall auf der Welt.
Für Millionen Freizeitathleten bedeutet Laufen Leiden, aber eben auch Leben, in seiner unkompliziertesten Variante. Wer läuft, wird leicht, vor allem dann, wenn er gar nicht daran denkt: Endlich mal ein Stündchen ohne Arbeit und ohne Handy, ohne Druck, Generve und Ästhetikdiktat. Stattdessen einfach nur Schritt für Schritt und immer nach vorne. Was sind dagegen schon die leisen Quietscher des Hüftgelenks oder das Pieken des Fersensporns?
Laufen ist Leiden, aber voller Freude.

EIN TRAUMMANN FÜR CHARLOTTE ROCHE
Markenmonster oder Speckschürzenträger, Feuchtgebiet oder Betonscheitel: Achim Achilles hat die Läuferszene genau analysiert. Er gibt einen Überblick zu den unterschiedlichen Erscheinungstypen - und ergründet die Erotik des Laufens.
Erotik ist ja eine feine Sache: knackige Körper in einen Hauch von Nichts gehüllt, anmutige Bewegungen und geheimnisvolle Geräusche.
Läufer erfüllen all diese Kriterien, vor allem im Sommer, wenn ihre semitransparenten Funktionshemden den Körperstahl nachzeichnen. Unter der eng anliegenden Laufhose signalisieren ein letzter Rest von Männlichkeit und angestrengtes Hecheln den Betrieb der Vitalfunktionen. Und doch schaffen es weder Läufer noch Läuferin, auf den Waldwegen dieses Landes erotisches Knistern zu erzeugen, sondern vielmehr angewiderte Blicke.


Produktinformationen

Titel: Achilles' Verse II
Untertitel: Lerne Laufen ohne Leiden
Autor:
EAN: 9783453600942
ISBN: 978-3-453-60094-2
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Heyne Taschenb.
Genre: Sport
Anzahl Seiten: 224
Gewicht: 187g
Größe: H187mm x B118mm x T16mm
Veröffentlichung: 05.03.2009
Jahr: 2009
Land: DE

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