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1978

Herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte. Hauptherausgeber: Horst Möller, Mitherausgeber: Kla... Weiterlesen
Fester Einband, 2204 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

Herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte. Hauptherausgeber: Horst Möller, Mitherausgeber: Klaus Hildebrand, Gregor Schöllgen Wissenschaftliche Leiterin: Ilse Dorothee Pautsch Die Kontroverse um die Neutronenwaffe überschattete 1978 die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Zudem rückte die sowjetische Überlegenheit im Bereich der Mittelstreckenwaffen ins Zentrum der strategischen Diskussion. In der Ost- und Deutschlandpolitik markierten der Besuch des Generalsekretärs Breschnew sowie der Abschluss der Verkehrsverhandlungen mit der DDR wichtige Fortschritte. Demgegenüber stagnierte der multilaterale Entspannungsprozess: Weder die KSZE-Folgekonferenz von Belgrad noch die MBFR-Verhandlungen in Wien brachten den erhofften Fortschritt. Während die Konferenz von Camp David Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten weckte, verschärften sich die Unruhen im Iran. Auf dem Weltwirtschaftgipfel in Bonn verwandte die Bundesregierung ihren Einfluss auf die Stabilisierung der Währungsmärkte und die Überwindung der weltwirtschaftlichen Flaute. Unter deutscher Ratspräsidentschaft konnte das Europäische Währungssystem als Voraussetzung für den heutigen Euro-Währungsraum eingeführt und ein Durchbruch bei den Beitrittsverhandlungen mit Griechenland als Auftakt zur EG-Süderweiterung erreicht werden.

Autorentext
Hans-Peter Schwarz, geboren 1934, ist Professor für Politik und Zeitgeschichte und u. a. Verfasser zweier Bände der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland über die Ära Adenauer. Zahlreiche Auszeichnungen, wie 1999 den Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik.

Zusammenfassung
"Die Edition der AAPD erschließt eine wissenschaftliche Goldgrube, aus der die Geschichtsschreibung in Forschung und Lehre, von der Seminararbeit bis zur Monografie, reiches Kapital schlagen kann - und sich dabei stets bewusst sein sollte, auf welcher Leistung an editorischer Grundlagenforschung sie beruht."Andreas Rödder in: Sehepunkte (15. 4. 2010 ) "Für alle, die mehr über die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1978 wissen wollen, sei dieser hervorragend edierte Band empfohlen. Eine faszinierende Lektüre."Rolf Steininger in: FAZ (27. 8. 2009)

Leseprobe
Drahterlaß des Vortragenden Legationsrats Kremer  ,(S. 125-126) Betr.: Deutsch-äthiopische Beziehungen Nur zur Unterrichtung 1) Staatssekretär van Well bat äthiopischen Botschafter am 23. Januar in das Auswärtige Amt und erklärte dem Botschafter, er habe ihm auf Weisung der Bundesregierung nach Besprechung mit Bundeskanzler folgendes mitzuteilen: Die Bundesregierung ist befremdet und irritiert durch ultimative Ausweisung von Botschafter Dr. Lankes.3 Diese Maßnahme, die unter Ländern mit traditionellen Beziehungen außergewöhnlich ist, wird von Bundesregierung sehr ernst genommen. Deutsche Öffentlichkeit reagiert auf Ausweisung mit Unverständnis. Nach Beschlagnahme der Schule4 und Ausweisung des Militärattachés ist Ausweisung des Botschafters ein Schritt in der Reihe der Maßnah men, die die seit langem freundschaftlichen deutsch-äthiopischen Beziehungen innerhalb einer kurzen Zeitspanne auf das Schwerste belastet haben.6 Die äthiopische Regierung wirft Botschafter Dr. Lankes vor, er richte Schaden an den traditionellen Beziehungen zwischen den Völkern der beiden Länder an. Bundesregierung weist diesen schwerwiegenden Vorwurf entschieden zurück. Er ist völlig unbegründet. Bundesregierung wird zunächst Rückkehr des Botschafters und seine Berichterstattung abwarten. Sie wird ferner den Bericht von MD Dr. Müller prüfen.7 Dann wird sie ihre Haltung festlegen. Im Augenblick ist ihr Vorgehen der äthiopischen Regierung völlig unverständlich. Was sind die wirklichen Absichten der äthiopischen Regierung im Verhältnis zur Bundesrepublik Deutschland? Bundesregierung ist überrascht, daß der äthiopische Botschafter in dieser sehr schwierigen Phase der Beziehungen gebotene Zurückhaltung außer acht läßt und den höchst ungewöhnlichen Schritt getan hat, sich in einer Pressekonferenz über Amtsführung des deutschen Botschafters in Addis Abeba und Politik der Bundesregierung negativ auszulassen. Sie ist befremdet, daß er dies nicht im Auswärtigen Amt, sondern vor der Presse dargelegt hat. Die Bundesregierung weist diese Unterstellungen zurück. Sie mißbilligt das Verhalten des Botschafters. Bundesregierung hält trotz der besorgniserregenden Verschlechterung der Beziehungen, die von ihr weder gewollt noch zu verantworten ist, an ihrer Politik der Ausgewogenheit und Nichtparteinahme fest. Sie sieht in dem Darlehen an Somalia9 keinen Widerspruch zu ihrer ausgewogenen Politik. Somalia hat in der Vergangenheit nur wenig Hilfe erhalten. Das Darlehen ist ausschließlich für wirtschaftliche Zwecke bestimmt. So steht es im Vertrag. Beide Vertragspartner sind von dieser Zweckbestimmung ausgegangen. Bundesregierung ist bereit, enge entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit Äthiopien fortzusetzen und zu vertiefen, dies setzt jedoch ein reziprokes Interesse und ein beiderseitiges konstruktives Verhalten voraus. 2) Botschafter erwiderte, er befinde sich in einer sehr schwierigen Lage, weil er seiner Regierung immer wieder berichtet habe, Bundesregierung nehme im Konflikt am Horn keine Partei. Aus Presse und Rundfunk habe er am Wochenende erfahren, daß Somalia die Möglichkeit habe, mit Darlehen der Bundesregierung Waffen zu kaufen. Presse habe sich auf Äußerungen eines deutschen Ministers berufen.10 Er habe aus diesen Veröffentlichungen schließen müssen, daß seine Berichterstattung über deutsche Haltung unzutreffend gewesen sei. Daraufhin habe er in Pressekonferenz zu den deutsch-äthiopischen Beziehungen Stellung genommen. Er habe Bundesregierung nicht angegriffen. Jetzt erfahre er von der Bundesregierung, daß die Presseberichte nicht zuträfen. 3) Staatssekretär van Well wiederholte, daß Bundesregierung Pressekonferenz des Botschafters, auf der dieser sich negativ über die Amtsführung seines deutschen Kollegen in Addis Abeba und über die Politik der Bundesregierung geäußert habe, mißbillige. Wenn Botschafter wegen Pressemeldungen Zweifel an

Inhalt
1;Inhalt;6 2;Vorwort;8 3;Vorbemerkungen zur Edition;9 4;Verzeichnisse;16 5;Dokumente;86 5.1;1 Gespräch des Bundeskanzlers Schmidt mit Präsident Siad Barre in Assuan;88 5.2;2 Staatssekretär Gaus, Ost- Berlin, an das Auswärtige Amt;93 5.3;3 Gespräch des Bundeskanzlers Schmidt;97 5.4;3 Gespräch des Bundeskanzlers Schmidt mit Präsident Ceauescu in Bukarest;97 5.5;4 Gespräch des Bundeskanzlers Schmidt mit Präsident Ceauescu in Bukarest;111 5.6;5 Botschafter Pauls, Brüssel ( NATO), an das Auswärtige Amt;127 5.7;6 Aufzeichnung des Ministerialdirigenten Pfeffer;133 5.8;7 Aufzeichnung des Ministerialdirektors Blech;140 5.9;8 Gespräch des Bundeskanzlers Schmidt mit Ministerpräsident Jørgensen in Kopenhagen;145 5.10;9 Aufzeichnung des Ministerialdirektors Blech;156 5.11;10 Botschafter Schütz, Tel Aviv, an das Auswärtige Amt;165 5.12;11 Aufzeichnung des Staatssekretärs van Well;169 5.13;12 Runderlaß des Vortragenden Legationsrats I. Klasse Rückriegel;173 5.14;13 Aufzeichnung des Ministerialdirektors Lautenschlager;178 5.15;14 Ministerialdirigent Müller, z. Z. New York, an das Auswärtige Amt;182 5.16;15 Aufzeichnung des Ministerialdirektors Blech;187 5.17;16 Botschafter Fischer, Belgrad, (KSZE-Delegation), an das Auswärtige Amt;195 5.18;17 Aufzeichnung des Vortragenden Legationsrats I. Klasse Lücking;198 5.19;18 Botschafter Sahm, Ankara, an Bundesminister Genscher;203 5.20;19 Botschafter Sahm, Ankara, an Bundesminister Genscher;207 5.21;20 Drahterlaß des Vortragenden Legationsrats Kremer;210 5.22;21 Aufzeichnung des Vortragenden Legationsrats Wentker;214 5.23;22 Gesandter Boss, Brüssel (NATO), an das Auswärtige Amt;221 5.24;23 Gespräch des Staatssekretärs van Well mit dem stellvertretenden Sicherheitsberater des amerikanischen Präsidenten, Aaron;223 5.25;24 Botschafter Fischer, Belgrad (KSZE-Delegation), an das Auswärtige Amt;229 5.26;25 Botschafter Fischer, Belgrad (KSZE-Delegation), an das Auswärtige Amt;232 5.27;26 Gespräch des Bundeskanzlers Schmidt mit Ministerpräsident Karamanlis;237 5.28;27 Aufzeichnung des Ministerialdirektors Blech;248 5.29;28 Botschafter Fischer, Belgrad (KSZE-Delegation), an das Auswärtige Amt;256 5.30;29 Aufzeichnung des Botschafters Ruth;259 5.31;30 Aufzeichnung des Ministerialdirektors Meyer-Landrut;268 5.32;31 Botschafter Eick, z. Z. Kapstadt, an das Auswärtige Amt;273 5.33;32 Gespräch des Bundeskanzlers Schmidt mit Ministerpräsident Barre in Paris;277 5.34;33 Aufzeichnung des Botschafters Herbst, Paris;281 5.35;34 Gespräch des Bundesministers Genscher mit dem französischen Außenminister de Guiringaud in Paris;285 5.36;35 Aufzeichnung des Bundeskanzlers Schmidt;288 5.37;36 Gespräch des Bundesministers Genscher mit dem Sprecher der griechischen Volksgruppe auf Zypern, Klerides;292 5.38;37 Aufzeichnung des Vortragenden Legationsrats von Braunmühl;295 5.39;38 Gesandter Boss, Brüssel ( NATO), an das Auswärtige Amt;303 5.40;39 Runderlaß des Vortragenden Legationsrats von Kameke;306 5.41;40 Botschafter Freiherr von Wechmar, New York (UNO), an das Auswärtige Amt;310 5.42;41 Aufzeichnung des Ministerialdirektors Blech, z. Z. New York;314 5.43;42 Gespräch des Bundesministers Genscher mit dem israelischen Außenminister Dayan in New York;317 5.44;43 Gespräch des Bundesministers Genscher mit dem amerikanischen Außenminister Vance in New York;322 5.45;44 Botschafter Freiherr von Wechmar, New York (UNO), an das Auswärtige Amt;326 5.46;45 Botschafter Freiherr von Wechmar, New York (UNO), an das Auswärtige Amt;329 5.47;46 Gespräch des Bundeskanzlers Schmidt mit dem amerikanischen Finanzminister Blumenthal;332 5.48;47 Aufzeichnung des Ministerialdirektors Meyer-Landrut;339 5.49;48 Aufzeichnung des Ministerialdirektors Lautenschlager;342 5.50;49 Gespräch des Bundesministers Genscher mit dem ägyptischen Außenminister Kaamel;344 5.51;50 Runderlaß des Vortragenden Legationsrats I. Klasse Engels;351 5.52;51 Botschafter

Produktinformationen

Titel: 1978
Untertitel: 1. Januar bis 30. Juni; 1. Juli bis 31. Dezember
Adaptiert von: Daniela Taschler Amit DasGupta Michael Mayer
Schöpfer: Ilse D. Pautsch Hans-Peter Schwarz
Editor: Horst Möller Klaus Hildebrand Gregor Schöllgen
EAN: 9783486587296
ISBN: 978-3-486-58729-6
Format: Fester Einband
Herausgeber: De Gruyter Oldenbourg
Genre: 20. Jahrhundert (bis 1945)
Anzahl Seiten: 2204
Gewicht: 3569g
Größe: H255mm x B191mm x T109mm
Jahr: 2009

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