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1000 Jahre Sättelstädt ...das Dorf am Hörselberg

  • Kartonierter Einband
  • 116 Seiten
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Inhalt Zeittafel - die wichtigsten Daten zur 1000-jährigen Geschichte Sättelstädts 1005 Erste urkundliche Erwä... Weiterlesen
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Beschreibung

Inhalt

Zeittafel - die wichtigsten Daten zur 1000-jährigen Geschichte Sättelstädts 1005 Erste urkundliche Erwähnung als "Sedinstede" in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Hersfeld. Darin übergibt "Gunther der Eremit" (955 - 1045) dem Abt Gotthard zu Hersfeld Güter und die, aus diesem Besitz erhobenen Kircheneinnahmen. Neben Sättelstädt werden darin u.a. auch Beringen, Ohrdruf und Wechmar genannt. 1143 Datierung der Reinswig-Sage, in welcher eine englische Königin ihrem verstorbenen Gemahl eine neue Kirche oberhalb der alten Kapelle am Ostgrad des Hörselberges erbauen ließ, um seine Seele aus dem Fegefeuer zu erlösen. Unweit der kleinen Kirche wurde ein Kloster errichtet, dessen Mauerreste noch heute im Kirchdorf, dem ältesten Teil des Dorfes auf der Nordseite der Hörsel, zu entdecken sind. Damit war der Grundstein für die Ortsgründung gelegt. 1200 Die Sage um den Ritter Waltmann von Sättelstädt ist der Zeit des Landgrafen Ludwig IV. (1200 - 1227) zuzuordnen. Wahrscheinlich fügte ein Reinhardsbrunner Mönch um 1340 die sagenhafte Erzählung aus mündlichen Überlieferungen in den Text ein. 1636 Zu allem Leid und Elend des Dreißigjährigen Krieges kam der Ausbruch der Pest hinzu. 252 Einwohner waren als Todesopfer zu beklagen, so dass sich eine Erweiterung des Friedhofes erforderlich machte. 1646 Schwedische Truppen rückten in Thüringen ein, so auch in Sättelstädt. Es kam im ganzen Dorf zu Gewalttaten und Plünderungen. Nach Abzug der Truppen ging in der Nacht zum 24. März die Sättelstädter Kirche in hellen Flammen auf und alle Löschversuche waren vergebens. 1648 Auf den Fundamenten und Resten des nach romanischem Baustil steingefügten Massivbaus wurde mit dem Wiederaufbau der Kirche begonnen. Die etwa 1,50 m dicken Mauern des Turmes legen noch heute Zeugnis darüber ab. Die Bauzeit betrug 21 Jahre und der Bau kostete 1506 Taler, 13 Gulden und 9 Groschen. 1701 Im Spanischen Erbfolgekrieg bis 1704 zogen wieder Werber fremder Kriegsherren durch Thüringen. 2 Sättelstädter, die sich damals anwerben ließen waren die Brüder Christian und Johann Rudloff. 1750 Von 77 Familien, die das Dorf bewohnten, waren 57 Land- und Waldbesitzer, woher die Bezeichnung "57er Korporation" stammt, die sich bis heute erhalten hat. 1763 Da das Dorf an einer wichtigen Heeres- und Handelsstraße lag, wurden die Einwohner immer wieder von Durchmärschen und Einquartierungen hart betroffen. Als der Hubertus-Frieden beschlossen wurde, zog endlich wieder das normale Leben ein. 1767 Älteste bekannte Gemeindeordnung zur Regelung des Zusammenlebens in der Dorfgemeinschaft. Für die Einhaltung hatte der Schultheiß zu sorgen. 1806 Alte Gemeindeprotokolle vermitteln uns ein genaues Bild von den Nöten dieser schweren Jahre im Napoleonischen Krieg. Als 1813 die geschlagenen Franzosen in wilder Flucht durch das Dorf zogen, plünderten sie erneut, mancher Einwohner verlor Hab und Gut oder sogar sein Leben. 1840 Gründung einer "Schützengesellschaft" zu Sättelstädt. 1845 Im August sollte in Gotha die englische Königin empfangen werden, wozu auch Gemeinden Abordnungen entsenden sollten. Der hiesige Gemeindevorstand aber teilte kurz und bündig mit: "Die Gemeinde hat die Teilnahme an den Feierlichkeiten verweigert, weil das Fest gerade in die Erntezeit fällt und weil auf der anderen Seite viele Arbeiter am Eisenbahnbau beschäftigt sind, weshalb es in der Ernte an Tagelöhnern fehlt". 1866 Am 24. Juni kam es in der Flur zwischen Mechterstädt und Sättelstädt zu einem großen Gefecht im Bruderkrieg zwischen Hannoveranern und Preußen, der den sinnlosen Tod des Infanteristen Albert Heinrich Rohlfs forderte. Der Gefallene wurde in Mechterstädt begraben und erhielt 30 Jahre später ein Denkmal, auf dessen Kreuz u.a. gestanden hat: Inf. I. Comp. 4. Königl. Inf.-Reg., geboren 1842, gef. 1866. Zeittafel - die wichtigsten Daten zur 1000-jährigen Geschichte Sättelstädts 1872 Gründung eines Militärvereins in Sättelstädt. 1879 Gründung des "Landwirtschaftlichen Bezirksvereins Sättelstädt und Umgebung", dem 62 Mitglieder beitraten. 1908 Gründung des Turnverein "Jahn" Sättelstädt. 1912 Der Müller Franz Helbing versorgt mit einem Generator, angetrieben durch die Wasserkraft der Emse, den Ort erstmals mit elektrischem Licht. Erst 5 Jahre später wird auch das Kirchdorf mit angeschlossen. 1914 Am 1. August fand eine Mobilmachung der deutschen Truppen zum 1. Weltkrieg statt, davon betroffen waren auch Männer und Söhne aus Sättelstädt. Schwere Zeiten kamen erneut auf Frauen und Kinder zu. Es wurden Lebensmittelmarken eingeführt und die Hausschlachtung verboten. 1919 Um den Heimkehrern die Ehre des Vaterlandes zu erweisen, feierte man im März ein Fest. 12 Gefallene aus Sättelstädt und Sondra waren zu beklagen. 1929 Am 20. Februar fand im Gasthof zum Hörselberg das 50-jährige Stiftungsfest im Vereinslokal des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins statt. Nach der Festversammlung feierte man am Abend einen Festball mit Ansprache durch Pfarrer Schellhorn, die Ouvertüre "Dichter und Bauer" wurde dargeboten, mit einem Potpourri aus "Der Vogelhändler" und dem Walzer "Wiener Madeln" wurde auf das Landbundspiel "Drei Tage" von Otto Weber eingestimmt. 1932 Mit den Reichstagswahlen im November fällt die Entscheidung für die Machtergreifung der Nationalsozialisten unter Adolf Hitler. 1939 Am 1.September brach der 2. Weltkrieg aus. Unsägliches Leid und Elend wurde auch in viele deutsche Familien getragen. Allein in Sättelstädt und Sondra wurden 175 Männer und Söhne eingezogen. 1945 Auf der Flucht aus Städten und Dörfern von der Ostfront kamen auch Umsiedler aus Schlesien, Ostpreußen und Pommern nach Sättelstädt. Am 1. April zogen die amerikanischen Truppen von Hastrungsfeld herkommend ein. Hartnäckig leistete die Ortsgruppe der NSDAP Widerstand, der aber mit dem sinnlosen Tod von 15 Soldaten und Hitlerjungen endete. Insgesamt waren 52 junge Männer aus Sättelstädt und Sondra für das Vaterland gestorben. 1949 Am 7. Oktober kam es zur Gründung der Deutschen Demokratischen Republik, nachdem bereits im März 1949 die Bundesrepublik Deutschland unter Kanzler Konrad Adenauer ausgerufen wurde. 1989 Am 9. November wurde im DDR-Fernsehen vom Politbüro des Zentralkomitees der SED aus Berlin verkündet, dass den Bürgern uneingeschränkte Reisefreiheit zugesichert wurde. Schon wenige Stunden später rollte eine Trabi-Kolonne Richtung Westen, auch Sättelstädter waren mit dabei. 1990 Am 1. Juli tritt die Währungsunion in Kraft, was man sehr deutlich bei den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Hörselberghauses am 6. Juli spürte. Die Besucher hielten die harte DM fest in den Händen. Am 3. Oktober wurde nach 40-jährigem DDR-Regime des Arbeiter- und Bauernstaates die Deutsche Einheit verkündet und die Einzelheiten des "Zusammenwachsens" im Einigungsvertrag verankert. Am 6. Mai fanden die ersten freien Wahlen in Sättelstädt statt. 1995 11 Orte im Hörsel- und Nessetal schließen sich zur Gemeinde HÖRSELBERG zusammen. Bernhard Mitterbacher wurde zum Bürgermeister gewählt. 2005 Ein Festwochenende vom 8. bis 10. Juli bildet den krönenden Abschluss der vielseitigen Veranstaltungen im Rahmen der 1000-Jahrfeier. Das Dorf am Hörselberg - festgehalten in dieser Festschrift!

Produktinformationen

Titel: 1000 Jahre Sättelstädt ...das Dorf am Hörselberg
Untertitel: Festschrift 1005 - 2005
Editor:
EAN: 9783981503265
ISBN: 978-3-9815032-6-5
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Heimatverlag Hörselberg
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 116
Gewicht: 206g
Größe: H208mm x B146mm x T10mm
Veröffentlichung: 01.01.2005
Jahr: 2005

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