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Robert Downey Jr.: Filme des Iron Man-Superhelden

Robert Downey Jr. im Interview

Robert Downey Jr. © GETTY IMAGES/SMALLS&RASKIND/CONTOUR RA

Herr Downey Jr., hatten Sie mit diesem Erfolg gerechnet, als Sie Ihren ersten «Iron Man»-Film spielten?
Ja, aber nicht aufgrund hellseherischer Fähigkeiten. Ich beobachtete vielmehr, wie «Batman» neu verfilmt wurde und «Spider-Man» zur Sensation avancierte – intuitiv spürte ich deshalb, dass Iron Man gross rauskommen würde. Ein Gefühl des Wiederauflebens lag in der Luft.

Können Sie das genauer erläutern?
Stan Lees Wiederaufnahme von Tony Stark, dessen Wurzeln ja in meiner Generation liegen, dieses vom Vietnamkrieg geprägte Anti-Establishment, das sich gleichzeitig von den exzentrischen Milliardärsallüren à la Howard Hughes beeinflussen liess: Das war einfach so cool! Wenn Sie die Titelsongs all dieser Original-Trickfilme hören, lernen Sie alles, was Sie wissen müssen. Wie bei einer Folge von «Mad Men». Ich dachte mir, dass das Thema wieder relevant wird, wenn man es modernisiert und in den Zusammenhang mit einem – im Nachhinein hoffentlich notwendigen – amerikanischen Konflikt setzt. Die CGI-Elemente hatten ausserdem wesentliche Fortschritte gemacht. Bis dahin wären sie ja noch zu herausfordernd gewesen und wohl etwas holprig dahergekommen. Wir profitierten also von diesem perfekten Umfeld.

Was hat sich mit den Rüstungen verändert?
Wenn Sie als Erster etwas Neues testen, probieren Sie alle möglichen Modelle durch, bis Sie das Passende finden. Aber ich muss sagen, dass ich mich über keine der Rüstungen beschweren kann, die ich je getragen habe: Jede erfüllte ihren spezifischen Zweck. Ich erinnere mich an eine Szene auf einem Hausdach, ziemlich sicher nicht aus dem ersten Film. Auf jeden Fall ist Tony auf dem Dach, und ich trage diese Rüstung. Sie setzen mir den Helm auf und machen die Beleuchtung an. Mein Blickfeld ist durch den Helm stark beeinträchtigt. Da sagen sie mir: «Gehe etwa fünf Schritte nach vorn.» Eine echte Vertrauensprobe! Aber erst vor Kurzem drehten wir auch eine Szene, die mich komplett an Tonys alte Werkstattsequenzen erinnerte. Das Feeling an Superhelden-Filmsets hat sich also zumindest im Marvel Cinematic Universe nicht stark verändert.

Was ist das Entscheidende daran, dass der geniale Superheld Tony Stark auch eine menschliche Seite hat?
Bereits im ersten Film bringt Jon Favreau von Natur aus eine Natürlichkeit, eine Leichtigkeit und eine improvisierte Art in das, was er tut. Er wählte Gwyneth und mich als Schauspieler aus, damit die Charaktere wirklich nahbar und lustig wirkten. Stellen Sie das mal in den heutigen Kontext: Wer würde sich noch mit irgendeiner persönlichen Assistentin identifizieren, deren Boss eine Art Trottel ist, der nicht wirklich was von dem versteht, was er in seiner Werkstatt verlangt? Aber ich glaube, wir verstehen alle im übertragenen Sinn die aufrichtige Liebe einer Frau und den Sinneswandel eines in gewissem Masse gebrochenen Typen.

Worauf ist der grosse Erfolg des Marvel Cinematic Universe (MCU) Ihrer Meinung nach zurückzuführen?
Ich glaube, dass sogar die alten Superheldenfilme, die ich liebe und dank deren wir überhaupt erst so weit sind, die Comics mehr als nur nachgebildet haben. Es geht um Kreativität. Wir sprechen hier von einer sehr delikaten Kunstform, die sorgfältig gepflegt werden und im richtigen Umfeld gedeihen muss. Ansonsten wird sie keine Früchte tragen. Das MCU hat von einem grossartigen Umfeld profitiert, der Nährboden war ausgezeichnet. Das ist schlicht Wahnsinn: Es ist, als ob die Ernte Jahr für Jahr ertragreicher würde. Und das Erstaunlichste kommt erst noch: Wenn ich auf diese ganze Zeit zurückblicke, bin ich überzeugt, dass uns das Beste erst noch bevorsteht, vor allem in den nächsten paar Jahren.

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