Interviews mit
interview
01.Dezember 2012
Get the
Mit dem 9. Album "Powerplay", das am 11. Januar erscheinen wird, meldet sich eine der dienstältesten Schweizer Rockbands zurück. Die über 15-jährige Bandgeschichte der Emmentaler verzeichnet dabei einen kontinuierlichen Anstieg der Erfolgskurve, der bislang mit der Platzierung auf dem 2. Rang der CH-Charts des letzten Albums "Back On Track" gipfelte, das zugleich das Band-Debut von Sänger John Prakesh bedeutete. "Powerplay" hat das Zeug und die Qualität, diesen Erfolg zu wiederholen, wenn nicht sogar zu toppen. Dreizehn neue Songs zeigen Shakra von ihrer allerbesten Seite, hart, energisch und mit mächtig Druck rockend in von ihnen gewohnt hervorragendem Sound. Und dass die Band neben Gotthard die besten Balladen der heimischen Hardrock-Acts abliefert, beweisen die beiden neuen Schmuserocker "Wonderful Life" und "Too Good To Be True", von denen speziell Letzterer mit einem wundervoll hymnischen Refrain für Gänsehaut-Attacken nicht nur bei den weiblichen Fans sorgen d
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ürfte. Charts-Platzierungen sind garantiert.
Wir trafen die beiden Shakra-Masterminds Thom Blunier und Thomas Muster, die neben Drummer Roger Tanner zu den Gründungsmitgliedern gehören, zu einem Gespräch.
Mit John Prakesh ist inzwischen der dritte Sänger im Shakra-Line-Up. Was war mit seinen Vorgängern los?
Thom: Pete Wiedmer erkrankte an Epilepsie und es wurde immer schwieriger für ihn in der Band. Es war eine tragische Sache und sein Gesundheitszustand machte es unmöglich für ihn, weiterhin als Sänger bei Shakra zu arbeiten.
2002 kam dann Mark Fox. Mit ihm habt ihr ja einige Erfolge verbuchen können. Aber nach sieben Jahren war auch diese Zusammenarbeit am Ende.
Thomas: Die Chemie hat einfach nicht mehr gestimmt. Wir hatten keinen gemeinsamen Nenner mehr. Es sind auch einige Sachen vorgefallen, über die wir jetzt nicht mehr sprechen müssen, die eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr möglich gemacht haben. Das hatte nichts mit seiner Stimme zu tun, sondern menschlich ging das einfach nicht mehr.
Thom: Mark hatte sein eigenes Ding im Kopf und das hatte auf Dauer mit der Band nicht mehr zusammengepasst. Es ist komplett auseinandergegangen und wir konnten dann nicht mehr zusammenarbeiten.
Thomas: Es hat ursprünglich gut funktioniert, wir haben ja auch vier Alben zusammen gemacht. Von der musikalischen Seite her war es eine gute Zeit, aber menschlich ging es nicht mehr.
Wie habt ihr dann euren neuen Mann John Prakesh gefunden?
Thomas: Das Angebot an Sängern ist so klein, das haben wir schon gemerkt, als wir vom ersten zum zweiten gewechselt hatten. Wenn du einen Gitarristen oder Bassisten suchst, gibt es mehr Auswahl. Wir hatten ja über unsere Homepage einen Aufruf gemacht: Shakra suchen Sänger. Da haben sich eine Menge gemeldet, sogar aus Australien und Brasilien. Aber das hätte ja schon finanziell nie funktioniert, so wie bei Gotthard zum Beispiel. Wir verdienen schon Geld, aber ein Sänger aus Übersee hätte unsere Möglichkeiten überfordert. Es war schon frustrierend.
Thom: Wir haben einige Auditions gemacht und da waren auch einige bekannte Namen dabei, aber es hat nie richtig gepasst. Wir haben ja auch eine genaue Vorstellung davon, wie Shakra klingen soll. Und da hatten wir immer schon nach ein, zwei Songs beim Proben das Gefühl, dass die Chemie irgendwie nicht funktioniert. Obwohl da durchaus einige dabei waren, die wirklich gut singen konnten. Aber bei John hatten wir alle das Gefühl, das kann etwas werden.
Thomas: Johns Chef hat erfahren, dass wir einen Sänger suchen und hat ihm gesagt, er solle das doch mal probieren. Er wusste ja, dass John Sänger ist und auch eine eigene Band hat. Dann ist John zu einem unserer letzten Konzerte der damaligen Tour ins Bierhübeli gekommen und hat sich die Band angeschaut. Ein paar Wochen später hat er dann mit uns geprobt und da war für uns klar: John ist der Mann!
Shakra gibt es ja nun bereits seit knapp 20 Jahren, ohne dass der grosse Durchbruch gelungen ist. Wie motiviert man sich nach dieser langen Zeit immer wieder, eine neue Platte zu machen? Gibt es immer noch die Hoffnung auf einen kommerziellen Grosserfolg?
Thomas: Man kann das nicht immer auf den verdammten, kommerziellen Erfolg fokussieren. Ich spiele halt gerne Gitarre und kann damit mein Essen bezahlen. Das ist ja unfassbar cool. Dass ich damit ein Weltstar werde, davon träume ich schon seit zwanzig Jahren nicht mehr, bzw., das war noch nie der Antrieb für mich. Aber Sachen, die du gern machst, die willst du doch immer weitermachen. Coole Songs schreiben, die Plattenaufnahmen und dann live spielen - das ist immer noch das Geilste.
Thom: Der kommerzielle Durchbruch..., das ist sowieso sehr subjektiv. Wenn du mit 200 Stutz leben kannst, bist du schnell Profimusiker. Wenn du 4'000 im Monat brauchst, wird's ein Problem.
Thomas: Natürlich sind wir nicht so weit wie unsere beiden Chefbands. Wir haben ja immer schon gute Platten gemacht, aber ich hatte auch immer das Gefühl, das können wir noch besser. Das ist die Motivation.
Thom: Ja, ja - wir haben auch jeweils immer selbst gemerkt, dass das nicht so gut ist wie das von den Bands, die richtig Geld verdienen. Aber das ist ja auch ein Ansporn.
Thomas: Ich bin ja immer ein Balladen-Freak gewesen. Ich liebe Balladen, für mich sind Balladen schon immer ein wichtiger Teil einer jeden Hardrock-Band gewesen. Ich habe schon viele Balladen geschrieben und jedes Mal gedacht: Das geht schon noch besser! Aber für mich ist das ein schöner Moment, wenn du mir sagst: "Too Good To Be True" ist ein geiler Song. Das freut mich sehr und ist eine Bestätigung meiner Arbeit und zugleich eine grosse Motivation.
Interessant ist auch, dass jedes Mal, wenn wir eine Platte aufgenommen hatten, ich sofort wieder angefangen habe, neue Songs zu schreiben, weil mir langweilig war. Thom war noch am Abmischen des Albums, da hatte ich schon wieder neue Songs. Jetzt ist das zum ersten Mal nicht passiert. Wir sind seit ein paar Wochen mit der Platte fertig und ich habe noch nicht einen einzigen neuen Song geschrieben. Ich habe das Gefühl, dass wir auch mit den Balladen jetzt an einem Punkt angekommen sind, wo ich sage: "Das ist gut. Ich möchte die Songs des neuen Albums jetzt erst einmal geniessen." Das ist mir zum ersten Mal passiert.
Thom: Das geht mir bei der Studioarbeit auch so. Jedes Mal, wenn der Mix fertig war, dachte ich, das will ich nochmal machen - das geht noch besser. Aber dieses Mal nicht.
Thomas: Um nochmal auf die Frage zurückzukommen: Natürlich wollen wir auch den Erfolg, aber nicht um jeden Preis. Es gibt Leute, die machen alles, aber wirklich alles dafür - aber das will ich nicht. Die grösste Motivation ist ja auch die Liebe zur Musik.
Thom: Ja, ich gebe das Bestmögliche - das schon. Aber ich stelle mich nicht nackt in die Schweizer Illustrierte.
Wie entstehen bei euch neue Songs? Wie arbeitet ihr?
Thomas: Ich schreibe die meisten Songs zuhause mit Gitarre, Drum-Computer und Keyboards. Und dann bekommen die Jungs ein fertiges Demo von mir. Der Vorteil dabei ist, die Arbeit geht schneller, denn ich weiss beispielsweise genau, wie und was unser Drummer spielt und so programmiere ich dann auch den Computer. So muss ich Roger (Shakra Drummer) nicht erst stundenlang erklären, wie ich mir den Song und das Arrangement vorstelle.
Könnt ihr von der Musik leben?
Thomas: Es kommt auf die Ansprüche an. Wenn du eine Villa am Neuenburgersee brauchst, dann wird's schwierig. Wenn du normal lebst, geht es. Ich kann mir ein Auto leisten und auch mal Ferien. Aber ich schreibe auch alle Songs, da kommt dann mehr Geld herein als zum Beispiel bei unserem Drummer.
Ihr habt jetzt die Plattenfirma gewechselt. Habt ihr die Hoffnung, dass euch das einen Erfolgsaufschwung beschert?
Thom: Nun, unser Vertrag bei Sony ist ausgelaufen. Wir hatten damals das Angebot von Sony und einmal bei einem Major zu sein, hat uns schon gelockt. Das war auch gut so, aber jetzt waren wir wieder frei und haben uns umgeschaut. Beim Musikvertrieb waren wir früher schon einmal und dort kennen wir einige Abläufe ganz gut. Aber Hoffnung setzen wir nicht in andere, sondern nur in uns selbst. Der Schweizer Markt ist ja überschaubar. Da gibt es Sachen, die muss man einfach machen und das machen beide Firmen sicher gut. Wir müssen einfach eine gute Platte machen, und ob dann Sony oder Musikvertrieb das verkaufen, ist eher sekundär. Ich glaube nicht, dass eine Plattenfirma in der heutigen Zeit noch diesen Stellenwert hat wie früher, wo man mit viel Geld einiges bewegen konnte.
Aber wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Musikvertrieb.
Thomas: Wenn etwas zu verändern ist, können wir das nur selbst machen und es nicht auf Andere übertragen. Was schlussendlich im Marketingbereich bei der Plattenfirma läuft, können wir nicht beeinflussen.
Ausserhalb der Schweiz seid ihr beim deutschen AFM-Label für den Rest der Welt. Gibt es Länder, wo Shakra besonders gut läuft?
Thom: Nein, es läuft überall gleich beschissen (lacht). Es geht eigentlich nur in Deutschland und in der Schweiz ganz gut.
Thom, du gehörst ja zu den besten Rockgitarristen im Land. Hast du schon Angebote bekommen, in andere Bands einzusteigen?
Thom: Nein, eigentlich nicht. Beim letzten Mal gab es ein Angebot, in eine Toto-Coverband einzusteigen. Aber ich habe da Null Interesse. Ich bin bei Shakra ausgelastet, weil ich ja auch die ganzen Produktionen mache. Und vielleicht sieht es nicht so aus, aber ich muss viel üben, damit ich einigermassen das reproduzieren kann, was ich mir als Gitarrist vorstelle. Wenn ich mir vorstelle, dass ich jetzt noch fünfzig Toto-Songs üben müsste, dann könnte ich den Job bei Shakra nicht mehr so machen, wie ich das möchte.
Jetzt kommt also das neue Album heraus. Was wird bei Shakra im Zusammenhang damit passieren?
Thomas: Zuerst hoffen wir, dass die Fans Freude an der neuen Scheibe haben. Im März machen wir eine Club-Tour in Deutschland und der Schweiz. Dann hoffen wir, dass im Sommer einige Festivals dazu kommen, aber da steht momentan noch nichts fest.
Thom: Ja, jetzt kommt dann die spannende Phase. Wir haben unsere Arbeit gemacht, wissen aber nicht, wie die Leute darauf reagieren. In erster Linie ist wichtig, wie unsere Fans die Platte annehmen.
Thomas: Ja, wenn das die Fans geil finden, dann ist das gut. Das ist das, was zählt. Dann ist es mir egal, ob irgendein Journalist das Album scheisse findet. Du kannst es ja sowieso nicht erzwingen, dass alle Leute das Album gut finden. Das ist eine Herzensangelegenheit von jedem Einzelnen persönlich. Aber es wäre schon schön, wenn es möglichst vielen Leuten gefällt. Jeder möchte doch gern Erfolg und Bestätigung für seine Arbeit bekommen.
interview
09.Mai 2011
Get the
"Shakra" haben sich Ende Februar zurückgemeldet mit 13 neuen Songs, einer knackigen Produktion und der variablen und gefühlvollen Stimme des neuen Sängers John Prakesh. Wir haben Thomas Muster und Dominik Pfister zum Interview getroffen.
hitparade.ch: Anfang der 90er Jahre, als Ihr noch unter dem Namen "Ruckus" bekannt wart, durftet Ihr als Vorgruppe von Krokus, Gotthard, etc., auftreten. Haben Euch diese Bands inspiriert oder hattet Ihr von Anfang an Euren eigenen Style und eigene Ziele/Vorstellungen, die Ihr verfolgt habt?
Thömu: Hmmm
Wir haben, glaube ich, die gleichen Rules wie die Leute von Gotthard. Krokus ist ein bisschen eine andere Generation, die sind etwas älter. Aber soviel ich weiss, hatten Gotthard früher auch die gleichen Heroes, beispielsweise AC/DC waren dabei, oder was man halt so gehört hat in den 70er/80er Jahren und von daher habe ich das Gefühl, dass gewisse Parallelen bestanden. Aber wir hatten nie die
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Absicht, den gleichen Sound zu machen wie Gotthard. Wenn ich einen Song schreibe, passiert einfach das, was ich am besten kann und das klingt schlussendlich einfach nach Shakra. Ich kann nichts Anderes. Es hat sich halt einfach so ergeben, dass unser Style uns über die Jahre hinweg geprägt hat. Es war nicht beabsichtigt, ähnlichen Sound wie Gotthard zu machen, obwohl es natürlich eine geile Band ist. Und betreffend Ruckus: Als wir damals nach dem 2. oder 3. Mal im Vorprogramm von Krokus waren, fanden wir, dass wir einen neuen Namen haben sollten. Ich weiss auch nicht, was "Ruckus" im Englischen bedeutet. Es ist ein spezielles Wort. Aber es klingt schon komisch. Vor allem, wenn man es auf Berndeutsch sagt. Krokus, Ruckus, klingt wie nachgemacht. Also wollten wir einen neuen Namen suchen und sind irgendwie auf "Shakra" gekommen.
hitparade.ch: Die Band wurde vor über 20 Jahren gegründet. Was denkt Ihr, ist das Geheimnis, dass Ihr noch immer zusammen seid, und das, obwohl Ihr in einer Zeit gegründet wurdet, in der die elektronische Musik voll im Gange war?
Thömu: Ich habe das Gefühl, dass im Rock Bereich, als wir angefangen haben, vor allem Grunge voll da war. Da haben Alle gesagt: "Hard Rock interessiert kein Mensch." Aber Gotthard hatte schon damals ziemlich viel Erfolg und die Band hatte ihr erstes Album schon auf Platz 1. Ich habe einfach das Gefühl, wenn Du Musik machst, die eine gewisse Qualität hat, ist es doch eigentlich egal, ob jetzt gerade diese oder die andere Musik Mode ist. Wir haben so oft gehört, Hard Rock sei tot und wir haben also wirklich auch das Gegenteil bewiesen, wie auch viele andere Bands auch. Wenn die Musik irgendwie gut ist, findest Du immer Leute, die diese Musik hören wollen. Und dass wir das solange machen konnten
Wir sind einfach "drangeblieben", wir haben nicht aufgegeben. Wir hatten diverse Wechsel: Wir mussten 2 Mal den Bassist wechseln, Dominik ist jetzt seit 3 Jahren dabei, wir hatten zudem verschiedene Sänger. Und was man auch sagen muss: Wir haben Glück gehabt!
Dominik: Als ich in die Band eingestiegen bin, war sie schon auf einem hohen Level. Die Band kannte man in der Schweiz. Das war natürlich toll, es ist schön, wenn man so anfangen kann.
hitparade.ch: Mit John Prakesh als Leadsänger, was denkst Du, wie sich die Dynamik seit dem letzten Album verändert hat?
Thömu: Einfach geil! Das ist alles! Mit John ist es einfach so, dass es wieder Spass macht. Wir haben vorher schlimme Zeiten erlebt. Und jetzt ist John dabei und nun kann man wieder in die gleiche Richtung schauen, man kann wieder Sachen planen, man kann wieder Dinge angehen, bei denen Du vorher nie gewusst hast, wann der nächste Knall kommt, wann es wieder schlimmen Ärger gibt. Jetzt sind wir einfach wieder eine Band, die harmoniert, die funktioniert. Das ist einfach das Wichtigste. Abgesehen davon, dass es musikalisch sowieso sofort funktioniert hat. Darum ist er auch dabei. Darum haben wir uns auch für John entschieden und einfach auch, weil er ein cooler Typ ist.
Dominik: Er ist ein flotter Typ, wirklich. Auch seine Stimme passt sehr gut zur Musik.
Thömu: Auch vom Akzent her. Er wurde ja mit 6 Monaten adoptiert, er ist hier aufgewachsen, aber hat auch ein sehr gutes Englisch. Das finde ich auch immer wichtig bei einem Sänger, dass es authentisch klingt, wenn man schon englisch singt
. dass es eben nicht all zu sehr "schweizerisch" daher kommt. Das hat er eben auch noch drauf..
hitparade.ch: Denkst Du, die Band bleibt in der heutigen Besetzung für längere Zeit bestehen?
Thömu: Ja ich hoffe es, logisch. Man hofft das immer, aber das Leben besteht aus Veränderungen. Ich hoffe, dass Dominik und auch John noch lange mithelfen. Wenn man eine Band gründet, hofft man ja nicht, dass man in 2 Jahren wieder einen Wechsel machen muss. Aber es gibt einfach Dinge, die sind unumgänglich. Das Leben ist so
Im Leben verändern sich Dinge. Ich habe das Gefühl, dass es sich in unserem Fall zum Glück zum Guten verändert hat.
hitparade.ch: Du hast in all den Jahren viele der Songs jeweils mit dem Leadsänger zusammen geschrieben. Ist es schwierig für Dich, Dich dem jeweiligen Schreibstil von jedem einzelnen Sänger, welchen Shakra hatte, anzupassen?
Thömu: Schwierig war es eigentlich nie. Es ist eigentlich ein Kennenlernen. Und sobald Du merkst, wo Jemand seine Stärken hat und wo eher die Schwächen liegen, kann man sich darauf einstellen. Daher hatte ich nie Probleme. Aber wir haben natürlich auch immer geschaut, dass wir Sänger haben, die in dem Range, den wir fordern, singen können. Jemand, der über die 2, 3 Oktaven stark ist. Und das erleichtert natürlich die Sache ungemein. Als wir John gesucht haben, hatten wir auch mit Sängern zu tun, da hätten wir Alles umstellen müssen. Manche haben die Höhe, die es manchmal braucht, einfach nicht erreicht. Mit John haben wir Jemanden gefunden, der die Stärken hat, und zwar genau dort, wo sie gefordert ist. Wir können mit John noch ein bisschen mehr machen. Er kommt noch ein bisschen höher, noch ein bisschen tiefer, wo er auch sehr stark ist. Das macht es beim Songwriting interessanter, dass man eben noch weiter gehen kann.
hitparade.ch: Denkst Du, dass das kürzlich veröffentlichte Album "Back on Track" besser ist, als das sehr erfolgreiche Album "Everest"?
Thömu: Es ist noch erfolgreicher: Wenn man die Hitparade anschaut, liegt es noch 2 Plätze höher. Ich persönlich finde es ein wahnsinnig gutes Album.
Dominik: Ich finde es aus dem Grund besser als "Everest", weil es vielseitiger und interessanter anzuhören ist. "Everest" hatte auch mehrere Stimmungen und Emotionen drin, aber "Back On Track" finde ich noch interessanter. Das Album live zu spielen, macht mir auch mehr Spass. Wir bringen recht viele Songs aus dem neuen Album, wenn wir live spielen. Auch deswegen, weil es mit John ein neues Kapitel ist. In einem 1 1/2-stündigen Auftritt spielen wir etwa 9 Songs aus der neuen Scheibe.
hitparade.ch: Wo seht Ihr die Unterschiede und wo die Ähnlichkeiten zum vorherigen Album?
Thömu: Also ich habe an jedem Album, das wir gemacht haben, sehr viel Freude. Wenn ich manchmal sage, das neueste Album sei das beste, bedeutet es nicht, dass die alten Alben schlecht sind. Aber es ist logisch, man findet immer das neueste Album das beste. Also, ich bin auf jedes Album stolz. Ich finde, der Hauptunterschied ist, dass wir früher noch ein bisschen mehr diesen Rock'n'Roll-Touch hatten. Wir hatten auf den ersten Alben manchmal Songs in Richtung AC/DC.
Dominik: Und jetzt hat es nur ein paar wenige Songs, die noch in diese Richtung gehen.
Thömu: Ich habe das Gefühl, wir haben uns ein bisschen in die Richtung des amerikanischen Rocks verändert. Thom, unser Leadgitarrist, ist ein grosser Fan von Alter Bridge, Shinedown, Linkin Park, etc. Früher hatten wir wirklich mehr Songs wie AC/DC, aber in erster Linie klingt's nach Shakra.
Dominik: Also, ich finde, dass die Gitarrenriffs immer noch 100% Shakra sind. Einfach zum Teil moderner als früher.
Thömu: Es ist ja auch erstaunlich. Wir haben einen neuen Sänger, und die Stimme ist ja schon ein Markenzeichen einer Band. Obwohl eine neue Stimme da ist, sagen die Leute trotzdem: "Das ist unverkennbar Shakra!" Also, scheinbar haben wir da schon einen gewissen Stil, einfach gewisse Trademarks erschaffen, die die Band ausmachen. Und das ist auch gut so. Es muss ja einen Erkennungswert haben und das ist bei einem Sängerwechsel brutal. Wir haben Glück gehabt, es ist gut herausgekommen. Aber der Schuss kann auch nach hinten losgehen, wenn man den Leadsänger austauscht.
hitparade.ch: Im Sommer startet Ihr Eure Sommer Festival-Tour. Auf welches davon freut Ihr Euch am meisten?
Thömu: Hmmm, ich weiss nicht
Ist es am 4. August? Rock Oz'Arènes in Avanches. Es ist ein Amphitheater. Da freue ich mich extrem darauf. Ich hätte nie gedacht, dass wir dort spielen können. Wir spielen an dem Abend mit Motörhead, Clawfinger, etc. Ich freue mich grundsätzlich auf jedes Konzert.
Dominik: Ich freue mich auch am meisten auf dieses Konzert. Oder auch auf das Sonisphere Festival freue ich mich sehr, weil das ein Festival ist, das einen Namen hat. Da ist es einfach schon cool wenn man nur schon dabei sein kann. Das ist dieses Jahr am 23. Juni.
Thömu: Wir können das Festival eröffnen. Es spielen anschliessend noch Judas Priest, Whitesnake, etc. In Basel im St.Jakob ist das. Und das finde ich cool Da freue ich mich riesig.
hitparade.ch: Skandinavien ist inzwischen sehr bekannt für seine Heavy Metal Szene. Denkst Du, dass die Schweizer Metal Szene auch stark ist, und was könnte gemacht werden, um sie zu verbessern?
Thömu: Also, ich persönlich kümmere mich nicht wirklich um "Szenen". Ich weiss, es gibt extrem viele Bands in der Schweiz, aber ich selber kenne mich gar nicht so gut aus. Dominik, Du kennst Dich vielleicht besser aus?
Dominik: Ich weiss, es gibt immer noch sehr viele Newcomer, gerade im Metal Bereich. Und das Business ist nicht einfacher geworden, mit all diesen Contests, die die Bands durchlaufen müssen, um überhaupt noch an den Open Airs mitspielen zu dürfen. Es ist sicher nicht einfach, auch in der Schweiz nicht. Aber ich denke, was die Szene anbelangt, ist Skandinavien schon Rock-freundlicher als die Schweiz. Ich glaube, in der Schweiz ist Rock immer noch eine Minderheit. Es gibt sicher Musikstile, die in der Schweiz mehr gefragt sind. Z.B. Pop oder HipHop, Musik die die Jugendlichen hören ist immer noch verbreiteter.
hitparade.ch: Erst kürzlich ist Euer neues Album erschienen. Könnt Ihr uns vielleicht schon einen kleinen Einblick geben, in welche Richtung Euer nächstes Album gehen wird?
Thömu: Also, ich komponiere ja eigentlich Jahr ein, Jahr aus, immer ein bisschen selber zu Hause. Und ich habe jetzt auch schon wieder ein paar Sachen aufgenommen. Aber ich denke, rein vom Stil her wird auch das nächste sehr ähnlich werden. Wir haben auf dem neuen Album Songs wie "Stronger Than Ever" oder "Yesterday's Gone" in einem Stil, den man noch nie gehört hat von uns. Und es wird vielleicht auch auf dem nächsten Album etwas geben, das ein bisschen Neuland ist. Aber Neuland in einem "engeren Rahmen". Es wird schon nach Shakra klingen. Wir machen nicht irgendwelche Experimente und wollen uns nicht neu erfinden. Wir haben schon das Gefühl, dass das, was wir heute sind, damit zu tun hat, dass wir unserem Stil treu gewesen sind. Und Bands, die sich verändern und sich einem Trend anpassen, haben noch nie lange überlebt. Deswegen werden wir auch auf dem nächsten Album nach Shakra klingen. Viel mehr kann ich noch nicht sagen. Aber ich hoffe, dass in 2 Jahren das neue Album draussen ist. Jetzt spielen wir zuerst aber noch ein bisschen. Jetzt haben wir erst gerade angefangen mit Touren. Wir gehen noch nach Deutschland und Spanien. Wir haben noch in Norwegen ein Festival, in Holland und in Frankreich. In der Schweiz sind natürlich im Sommer die Festivals und im November wird es Konzerte in diversen Clubs geben.
Dominik: Ja, auf Norwegen freue ich mich auch. Dann können wir auch gleich schauen, wie die skandinavische Szene reagiert. Das Festival finde ich gut, es ist in Lillehammer.
hitparade.ch: Im Dezember 2006 hattet Ihr einen Beitrag für den Eurovison Song Contest eingereicht
!
Thömu: War das zu der Zeit? Ist das schon so lange her? Wo steht das, dass wir das immer wieder gefragt werden? (lacht) Wir haben damals einfach einen Song eingesandt. Also, unser Manager ist mit der Idee gekommen, ob wir das nicht machen wollen. Weil damit würdest Du in der Schweiz einen gewissen Bekanntheitsgrad sehr schnell erreichen, den Du mit 100 Interviews nicht hättest. Also, ich habe schon darüber nachgedacht ob es eine Variante wäre, weil im Jahr zuvor haben ja Lordi den ESC gewonnen. Leider wurde aber DJ Bobo gewählt. Das war aber von Anfang an klar gewesen, dass er gewählt wird. Im Endeffekt war ich trotzdem froh, dass sie ihn genommen haben und nicht uns
wahrscheinlich hätte es uns mehr geschadet als genützt. Auch wir hätten 0 Punkte gehabt.
Dominik: Als Schweizer hat man es am ESC nicht leicht
auch die Lovebugs hatten es nicht leicht.
Thömu: Ja, auch DJ Bobo nicht
er ist ja auch "sang- und klanglos" untergegangen. Und daher habe ich das Gefühl, dass es vielleicht besser war, dass wir nicht dabei waren. Aber ich habe wirklich eine Weile darüber nachgedacht und habe die Anderen dazu überredet. Ich war sonst immer Gegner und dachte immer: "Ja nie an einen solchen Anlass!" Andererseits dachte ich auch: "Vielleicht ist es gar nicht so blöd, vielleicht kommt es ja gut heraus." Nachher haben wir unseren Song eingeschickt und da haben sie DJ Bobo genommen. Wie gesagt - im Nachhinein bin ich froh, dass es nicht geklappt hat. Und ich denke, dass wir in Zukunft eher nicht mehr versuchen, daran teilzunehmen.
hitparade.ch: Was kennt Ihr aus den Top 10 der Schweizer Hitparade?
Thömu: Ich kenne vermutlich Niemanden. Ich muss wahrscheinlich bei Allen passen
Ausser natürlich Bruno Mars: Der Typ hat eine Hammer-Stimme. Sunrise Avenue kenne ich auch, die gefallen mir.
Dominik: Ich kenne zwei: Mir gefällt Bruno Mars am besten von all diesen Songs, die in den Top 10 sind.
Thömu: Kannst Du mir diesen Song hier singen? Usher: Kann sein, dass er mir gefällt. Kann sein, dass der mal lief, als ich beim Coiffeur sass. Da habe ich irgendetwas gehört und gedacht: "Das ist eine coole Melodie!" Da hat es geheissen, das wäre Usher. Ich höre sehr wenig Radio. Ich kenne es einfach nicht. Und HipHop ist halt wirklich nicht meine Abteilung. Es ist schwierig. (lacht)
Dominik: Wie gesagt: Ich kenne zwei, die mir auch gefallen: Sunrise Avenue und Bruno Mars.
interview
29.April 2009
Shakra wollen den "Everest" besteigen und arbeiten nicht nur intensiv daran, sondern werden auch immer mehr mit Erfolg belohnt. Während für die einen beim besteigen ihrer "Everests" die Luft auf internationalem Terrain immer dünner wird, blühen die Emmentaler richtiggehend auf, und das alles ohne aufgesetzte Masken und skandalöse Marketing-Einlagen. Darum finden die Interviews mit Mark Fox nie in einer Szenebar bei Cüpli und Lachshäppli statt, sondern gemütlich und locker in einer Beiz um die Ecke. So wird das auch eine lockere Sache
hitparade.ch: Herzliche Gratulation, euer Album "Everest" ist in die Top 10 eingestiegen und verweilt dort gerade noch etwas. Bereits zum zweiten Male ein solcher Einstieg. Was ist dir durch den Kopf gegangen, als du davon erfahren hast?
Mark Fox: Reden wir es noch etwas schöner, letztes mal Top 10 und diesmal Top 5
(lacht)
hitparade.ch: Detailreiterei
Mark Fox: Ja klar,
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darf ja auch etwas sein. (lacht) Aber im Ernst, es ist natürlich schon geil, wenn man sich da in dieser Liste dort stehen sieht.
hitparade.ch: Wenn man eure Geschichte etwas genauer betrachtet, dann sieht man, dass euer Erfolg nicht von ungefähr kommt. Seit zehn Jahren wachst ihr kontinuierlich, unternehmt immer weitläufigere Touren, verkauft immer mehr Platten. Und im Gegensatz zu anderen Bands hört und liest man von euch aber nie irgendwie "Jetzt gehen wir dahin und erobern Deutschland. Jetzt entern wir Italien!" oder Ähnliches. Entspricht dieser eher ruhige Weg, ohne Mediengetöse, eher eurer Strategie?
Mark Fox: Wir haben einfach diesen ehrlichen Weg gewählt, weil wir nichts erzählen wollen, das am Schluss nicht der Realität entspricht. Gewisse Bands berichten, sie hätten jetzt Japan erobert oder seien jetzt in Deutschland "on the top". Unter dem Strich haben sie das dann aber doch nicht erreicht. Aber für den Marketing-Gag, um hier in der Schweiz besser zu funktionieren, reicht das dann schon. Es ist einfach so, dass das Publikum eher das kauft, was "erfolgreicher" ist. Wir merken auch, wie das funktioniert, gerade wenn wir sagen, wir gehen ins Ausland ein paar Konzerte wie gerade vor dem Album-Release. Dann interessieren sich plötzlich enorm mehr Menschen für Shakra und hören Hardrock. Und es ist in der Schweiz mehrheitlich so, dass man als Nicht-Mundart-Band lange nichts wert ist, solange man nicht im Ausland gewisse Sachen vorweisen kann. Und wir haben unsere Anstrengungen daran gesetzt, hier erst mal Top zu sein und hier zu wachsen, bevor wir weitere Wege beschreiten wollen.
hitparade.ch: Wenn ihr jetzt auf diesem Weg seid, kommt jetzt das Album "Everest". Wie sollen wir das interpretieren? Ihr habt den Berg erklommen und seid da, wo ihr immer hin wolltet? Oder steht ihr vor diesem Berg und wollt da hinauf, mit der Beharrlichkeit des Namensgeber George Everest, welcher gesagt hat, wenn du höhere Ziele erreichen willst, dann musst du etwas härter arbeiten als andere?
Mark Fox: Eher das Zweite. Es ist blöd in der Musik zu sagen, man hätte sein Ziel erreicht und man stehe nun auf dem höchsten Gipfel der Welt. Was willst du dann nachher noch? Wenn du die Bandgeschchte anschaust, siehst du bei jedem der Band-Mitglieder eine eigene Geschichte und wie er daran gearbeitet hat, dass dieser Karren rollt, diese Expedition dort hinauf gewagt werden kann und auch jeder geben will, was er kann. Es gibt genug, die es, auch verständlicherweise, nicht wagen. Nach der Ausbildung, einem Demo-Tape und ein paar Konzerten gehen sie nun in ein Büro arbeiten und sicheres Geld verdienen. Sie wollen sich diesen enormen Widerständen, die auf einem zwangsläufig zukommen, nicht entgegensetzen. Hinter dem Titel steht eine grosse Symbolik, für jeden von uns. Alle haben einen solchen Everest im Leben. Ob sie ihn dann erklimmen oder nicht, ist ein anderes Thema.
hitparade.ch: Du hast die Band-Mitglieder angesprochen. Einen, den wir uns an dieser Stelle schnell heraus pflücken, ist Dominik Pfister, der neue Bassist. Wie hat er sich eingelebt? Wie habt ihr ihn eingegliedert und wie hat er sich bereits in die Band und das Album eingebracht? Was konntet ihr mitnehmen auf eurem Weg von ihm?
Mark Fox: Ihn konnten wir vor allem mitnehmen! Das ist sehr wichtig. Er ist jung, 22, und hat noch nicht so viele Live-Erfahrung. Und sein erstes Konzert mit Shakra fand jetzt gerade mal noch in Holland statt. Das ist eine völlig neue Welt für ihn. Aber wir versuchen, ihn so gut wie möglich zu unterstützen. Bislang nimmt er es sehr gut auf und meistert die Situation souverän. Er kann die Songs perfekt spielen. Er ist sehr angenehm und vor allen eine sehr ruhige Persönlichkeit, wie das Schweizer Bassisten so an sich haben. Er taut dann sicher noch etwas auf. Im Studio hat er sich bereits eingebracht und bei der Live-Umsetzung auch, so machen wir Parts nur mit Bass und Drums, wie wir das früher nie hatten. Es kommt cool daher.
hitparade.ch: Wenn man sich durch die einschlägigen Magazine und Websites des härteren Rocks liest, dann ist die Resonanz auf euer neues Album durchwegs positiv. Alle wissen nur Gutes zu schreiben und loben euch. Besteht da manchmal nicht auch die Gefahr, dass man den Boden etwas unter den Füssen verliert und abhebt?
Mark Fox: Klar geniesst man es, wenn man beliebt ist und das, was man macht, Unterstützung findet. Wir wissen aber ja alle selber, dass wir auch irgendwo Abstriche haben, das hält einem dann schön auf dem Boden der Tatsachen. Wenn du stets nach dem Perfekten suchst, dann entdeckst du immer wieder Fehler. So hebst du auch nicht wirklich ab.
hitparade.ch: Ihr seid eine der wenigen Schweizer Bands, die von ausländischen Festivals und Bands angefragt werdet, um zu spielen, ohne Kulturaustausch und finanziellem Support von Fördergeldern. Gibt es da auch Geschichten, die ihr euch nie erträumt hättet, dass man da mal spielen kann und die nun selber da stehen und anklopfen, oder sonstiges Lustiges, welches ihr schon erlebt habt?
Mark Fox: Ja, Swedenrock ist so ein Festival, das immer wieder selber anfragt, aber auch andere Rock- und Metal-Festivals, von denen wir noch gar nie gehört haben. Wir kommen dann aus dem Staunen nicht mehr raus, wenn wir dort die Bühne betreten dürfen. Aber es gab auch schon, dass wir an einem kleinen Festival gespielt haben als Headliner, wo 90% der Bands dem Death- oder Black-Metal zuzuordnen sind. Wenn du dann nachts um halb zwei auf die Bühne kommst, hast du schon verloren. Denn die, die dir jetzt zuschauen, die wollen alles andere als unseren Hardrock hören. (lacht) Es gibt also negative und positive Überraschungen.
hitparade.ch: Wenn wir gerade bei "live" sind, so viele Termine sind noch nicht online
Frech gefragt: Ist das alles?
Mark Fox: Nein, sicher nicht. Aber wir handhaben es wie alle anderen auch, dass wir erst etwas aufschalten, wenn es wirklich fix ist. Es läuft sehr viel im Hintergrund, aber wir sind noch am Planen. Aber wer regelmässig reinklickt, wird das dann schon sehen. Im Herbst kommt noch eine Club-Tour, aber die will in der Schweiz gut organisiert sein, nicht dass du am Samstag einfach ein Dorf weiter spielst als am Freitag und man sich gegenseitig das Publikum raubt.
hitparade.ch: Zwecks einwandfreier Recherche für das Interview hab ich mich intensiv durch die Szene-Magazine geblättert und geklickt, welche ja mehrheitlich düster bis ganz schwarz gehalten sind, wie auch die Platten-Cover der dazugehörigen Bands. Wenn man jetzt aber auf euer Album stösst, kriegt man fast ein Schock, dieses Weiss von "Everest". Ist das ein Marketing-Gag oder wie hat sich das ergeben?
Mark Fox: Also am Anfang stand schon dieser Gag, dass wir uns gesagt haben: komm, alles ist schwarz, wir machen jetzt was in weiss. Aber das war noch weit weg von neuen Songs und vom Albumtitel und wurde irgendwie wieder vegessen. Als es dann um den Endschliff ging, der Titel und die Symbolik klar war, haben wir gemerkt, dass das alles dann auch in weiss sehr gut funktioniert. Dann haben wir uns dafür entschieden. Aber als Strategie war es nicht gedacht, als Witz aber schon. Dass es dann wirklich so kommt, hätten wir auch nicht gedacht.
hitparade.ch: Und es fällt auf
Mark Fox: Ja, klar, aber die CD muss schön aussehen, die Farbe ist am Ende nicht das wichtigste. Und das ist uns sicher gelungen. Aber dass es als Marketing-Gag gedacht war, kann man uns sicher gut andichten, das versteh ich, ist aber nicht so schlimm.
hitparade.ch: Etwas weiteres, was bei euch auffällt, sind die Bandfotos. Wenn man sich wiederum durch die Galerien der Hardrock-Szenerie klickt, stösst man auf das Kabinett der böse drein schauenden Menschen. Wiederum nicht bei Shakra, dort schaut man zwar etwas ernst, aber keine Grimassen und Posen, mit denen man kleine Kinder erschrecken könnte, sondern einfach fünf Jungs von nebenan. Ist das mitunter auch ein Grund, wieso ihr auch ausserhalb der Hardrock-Fans auf viele Sympathien stösst?
Mark Fox: Also grundsätzlich sind wir auch keine Bösen und irgendwelche Poser. Wir sind immer irgendwo am Lachen. Und warum sollten wir uns dann anders verkaufen? Wir haben weder das Image noch die düsteren Texte, das alles würde ja nicht passen. Wir sind fünf Freunde und machen harte Musik. Das ist es, mehr nicht. Ich bin ein positiver Mensch, der will, dass es etwas gibt, an dem man sich freuen kann. Darum darf uns das Bild durchaus mehr als Lausbuben darstellen denn als düstere Teutonen-Metal-Freaks mit Rüstungen und Totenköpfen. Wer das will, der soll, aber unser Ding ist das nicht
hitparade.ch: Man hat allgemein das Gefühl, dass Shakra eher eine Band zum Anfassen ist. Ihr seid auf den bekannten Internetplattformen recht bekannt, haltet engen Fankontakt, auch an den Konzerten, während andere, gerade hier in der Schweiz, sich da sehr zurück halten und sich beklagen, dass die Fans schon fast vor der Wohnung übernachten. Was macht ihr anders oder hat es sich einfach so ergeben?
Mark Fox: Also Musiker, die solche Sachen behaupten, machen dies vermutlich eher, um wieder mal in der Zeitung zu erscheinen. Ich habe gerade das Schweizer Publikum als ein sehr zurückhaltendes kennen gelernt. Bei mir klingelt es selten an der Tür. Darum ziehen auch all diese internationalen Top-Stars in die Schweiz, nicht nur aus steuertechnischen Gründen. Man erkennt den Star schon, aber selten kommt dann jemand und verlangt ein Autogramm oder ein gemeinsames Foto. Das ist sehr angenehm. Ich denke eher, dass es eine faule Ausrede oder ein Desinteresse ist, sich nicht so intensiv mit den Fans abzugeben. Es ist ja kein Muss, du musst ja mit niemandem chatten oder schreiben, telefonieren, wie auch immer. Sich aber dann daran stören, ist dann also übertrieben, gerade hier in der Schweiz.
hitparade.ch: Nach dem Release ist vor dem Release. Klar, es ist vermessen, jetzt schon über weitere Alben sprechen und zu sinniern. Aber ich habe letzthin ein Interview mit einem Blueser gelesen, der sagte, für ihn sei die kreativste Phase jene direkt nach dem Release, weil ihm, wenn er auf der Promo-Tour all seine Songs x-fach anhören muss, Ideen kommen, was er als nächstes machen möchte. Dann beginnt bei ihm der Enthusiasmus, neue Songs zu schreiben. Ist das bei euch auch so?
Mark Fox: Ja, auf jeden Fall. Wir haben andauernd Ideen für Songs, die wir irgendwie zusammentragen. Bei uns gibt es kein Schema, dass wir beispielsweise ein Album machen, dann touren und dann erst wieder beginnen, Songs zu schreiben. Das ist bei uns ein stetiger Prozess. Klar, wenn wir finden, wir machen ein neues Album, dann wird das intensiviert und werden stärker Ideen ausprobiert. So soll es auch sein. Aber die Ideen müssen zuerst auch mal kommen. Und das geschieht wenn du auf Tour bist, in den Ferien, mit dem Hund Gassi gehst, was auch immer. Der kreative Prozess hört ja nie auf. Manchmal gibt es Hänger, das ist aber auch nicht schlimm. An anderen Tagen sprudelt es wieder schier unerschöpflich.
hitparade.ch: Wir haben gerade einen Blueser angesprochen. Ist bei Shakra der Metal oder Hardrock das Ende der Fahnenstange oder habt ihr euch auch schon überlegt, mal etwas anderes zu machen? Nicht für die Fans, sondern als Experiment für euch selber? So wie das bei vielen anderen Bands mit Unplugged-Projekten der Fall ist? War so was mal Thema bei euch?
Mark Fox: Also gerade Unplugged-Ideen sind viel diskutiert worden, ob wir das mal machen wollen, aber irgendwie ist die Lust im Moment gar nicht da. Dass man mal hin sitzt irgendwo und auf der akustischen Gitarre etwas spielt, ja - aber nicht für Platten und Konzerte. Vielleicht packt uns diese Lust irgendwann mal in ferner Zukunft, aber heute und morgen noch nicht. Was wir vor Konzerten immer als Witz bringen, dass man mal Shakra in Swing präsentieren könnte, mit Posaunen und Trompeten, einer richtigen Big Band. Aber das ist wirklich ein Witz, ist sehr unwahrscheinlich dass wir uns dazu hinreissen lassen. Obschon es doch Songs gibt, wo das vermutlich gut passen würde
hitparade.ch: Es gab ja mal ein Album, wo diverse Schweizer Musiker wie Sina, Kuno, Büne oder Polo sich von einem Jazz Orchetser haben begleiten lassen. Ich fands nicht so ein Reisser, alles tönte eigentlich gleich wie vor, einfach mit Orcheser ergänzt. Aber geswingt hat's dann doch nicht wirklich
Mark Fox: Nein, also wenn wir sowas machen, sollt's kein Abklatsch von irgendetwas werden, sondern so richtig groovy
interview
26.Mai 2007
SHAKRA gehören seit Jahren zum festen Bestandteil der Schweizer Rock- und Metall-Szene. Bekannt waren sie einem breiteren Publikum schon länger, gelten sie doch als gern gesehene und gehörte Akteure auf Schweizer Bühnen. Nun können auf diesem langen, manchmal auch harten weg erstmals ganz saftige Früchte geerntet werden: SHAKRA schaffte es zum ersten mal in die Top 10 der Schweizer Charts. Dass freut auch das Team von hitparade.ch, und traf Sänger Mark Fox zu einem kleinen Schwatz.
hitparade.ch: Mark, vor ein paar Tagen, in einer illustren Runde, hast du noch gefunden: "Wenn wir es in die Top 20 schaffen ist das schon sehr gut!" Und jetzt kann ich dir sogar zu den Top 10 gratulieren! Auf Platz 7 eingestiegen, überrascht?
Mark Fox: Ja! Auf jeden Fall überrascht, aber eigentlich überwiegen Gefühle wie Stolz und überschwängliche Freude. Weisst du, wir arbeiten schon so lange hart für unseren Erfolg und sind nicht eine der Bands, die bei jeder Scheibe a
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uf den Durchbruch wartet. Wenn man dann wirklich in die Top 10 einsteigt ist das schon überwältigend, zumal wir dies mit unserer eigenen Leistung geschafft haben, ohne die riesen Promobudgets und Unterstützung die z. B. ein Musicstar heutzutage bekommt.
hitparade.ch: Ich dachte eigentlich, Hard-Rock in diesem Sinne sei schon fast tot, aber offenbar kämpft er sich wieder nach oben, wenn man sieht, was für Bands wieder auf Tour gehen und in absehbarer Zeit in der Schweiz auftreten werden. Denkst du, dass ihr davon auch etwas profitieren könnt?
Mark Fox: Ich denke, dass wir zu einem kleinen Teil auch verantwortlich sind, dass diese Art von Musik wieder mehr am Kommen ist, weil wir sie einfach nie aufgehört haben zu machen. Klar ist das für uns auch ein Vorteil, wenn der Stil wieder auflebt. Lange Zeit war es ja so, dass man sich kaum mehr dafür interessiert hat und jetzt können wir an eine breitere Masse herantreten. Auch die "Alten" habens gemerkt (grinst). So gibt es ja längst totgeschriebene Bands plötzlich wieder, was mir persönlich die Chance gibt diese auch einmal live zu erleben.
hitparade.ch: "Infected" heisst die neue Scheibe, die jetzt seit rund zwei Wochen auf dem Markt ist. Offenbar seid nicht nur ihr infiziert, sondern auch eine breite Hörerschaft. Was denkst du, hat diesen Sprung ausgemacht, dass ihr jetzt plötzlich in den Top 10 gelandet sind? Sogar in Deutschland habt ihr es, wenn auch etwas weiter hinten, in die Charts geschafft!
Mark Fox: Dies ist eine relativ schwierige Frage... Also, ich denke es hat damit zu tun, dass wir eine solche Hartnäckigkeit an den Tag gelegt haben und einfach nie aufgegeben haben. So hat sich unser Fankreis über die Jahre immer vergrössert. Und dies sind treue Fans. Zudem arbeiten wir hart für unsere Sache, wir sind keine Feierabendmucke die die Musik als Hobby betrachtet sondern wir haben die Brücken hinter uns abgebrannt - also gibt es nichts anderes, als einfach immer am Ball zu bleiben.
hitparade.ch: Eine neue Scheibe ist ja meist lange, harte Arbeit. Wie lange habt ihr daran gesessen, bis die Scheibe fertig und für euch parat für den Verkauf war?
Mark Fox: Schwierig zu sagen, da wir mit dem Songwriting irgendwann mal begonnen hatten. Aber für die ganze Produktion würde ich schätzen es waren so an die acht Monate.
hitparade.ch: Und jetzt kam und kommt ja noch die ganze Promo-Geschichte, auch nicht immer ein Zuckerschlecken. Wieviele Interviews waren es bis jetzt?
Mark Fox: Uff, das waren viele! Ich denke so an die 300, aber genau weiss ich es nicht (lacht). Natürlich ist das nicht nur Inland, ich war auch 10 Tage in ganz Europa unterwegs um Interviews zu geben und manchmal kommt es mir so vor, dass man private Gespräche auch ab und zu zu den Interviews dazuzählen könnte. Es macht zwar Spass, aber es ist ein enormer Aufwand, der mich gerade in der letzten Zeit sehr viel Kraft gekostet hat, man kriegt kaum Schlaf, auch wenn man mal Zeit zum ausschlafen hätte, wacht man in der Nacht immer wieder auf und schläft sehr unruhig.
hitparade.ch: Aber jetzt nach diesem Chart Einstieg fällt das Aufstehen am Morgen sicherlich etwas leichter. Es gab ja da noch eine Mediengeschichte im BLICK, auf deren Inhalt ich nicht genauer eingehen möchte. Aber gehören solche Sachen einfach dazu, dass man eines Morgens aufwacht und plötzlich an den Pranger gestellt wird einer breiten Leserschaft gegenüber? Respektive, schafft man es mit guter Musik alleine nicht mehr in nationale Medien?
Mark Fox: Nun klar, man kann aus solchen Artikeln lesen was man will. Die meistem Leute lesen ja nach eigener Aussage die Boulevardblätter nicht, und die wenigen die sie lesen glauben nicht was dort steht. Nun - in meinem Falle ist das anders. Ich glaube, diesen Artikel hat jeder gelesen und geglaubt. Ich will ja nicht sagen dass dieser Artikel nicht der Wahrheit entspricht, ist aber halt so geschrieben, dass man sich da viele Sachen hineininterpretiert die so nicht stimmen. Aber ich musste mir auch sagen: "He, das ist ne riesig grosse Gratiswerbung. Also kann ich da auch ein bisschen provitieren davon!"
hitparade.ch: Aber die ganze Geschichte hat ja eine unerwartet positive Wendung genommen. Du bist nun plötzlich stolzer Besitzer eines Generalabonnements der SBB. Hast du mit so etwas gerechnet, nachdem diese Geschichte in den Medien war?
Mark Fox: Rein nach den Erfahrungen, die ich bis jetzt mit den Medien gemacht hatte, war es fast zu erwarten, dass irgendjemand auf den Zug steigt, im wahrsten Sinne des Wortes (lacht). Ich bin auch sehr froh darum, denn nun kann ich ohne schlechtes Gewissen meiner Arbeit nachgehen. Zudem habe ich auch guten Willen gezeigt und bin mit zwei Kontrolleuren mit dem Zug mitgefahren und habe Billete kontrolliert - Schwarzfahrer hatte es keine (Grinst)
hitparade.ch: Zurück zur Musik. Für mich tönt die neue Scheibe gereifter, irgendwie selbstsicherer, schnörkellos. Mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine, wenn man die Kritiken etwas verfolgt. Was hat euch beeinflusst, dass "Infected" so rausgekommen ist?
Mark Fox: Ich denke wir wollten nach den Quereleien, die wir zur Zeit unseres letzten Albums "Fall" in der Band hatten, einfach vergessen und Spass haben an unserer Musik. Nachdem wir von der Stratovarius und Hammerfall-Tour zurückgekommen sind, waren wir so motiviert und enthusiastisch dass es einfach nur eine geile Scheibe werden konnte. Zudem haben wir einfach die Quintessenz unseres bisherigen Schaffens gemacht - sozusagen ein Shakra-Konzentrat von all dem, was wir finden, Shakra ausmacht. Aus diesen Faktoren ist eine gute Dosis Hardrock-Infektion geworden.
hitparade.ch: Der Zeitpunkt für den Release ist ja nicht schlecht, direkt auf die Open-Air-Saison hin, wo ihr auch gut vertreten seid, Rund zehn Shows, davon zwei auch im benachbarten Ausland. Wie ist die Stimmung in der Band? Schon "chribelig" um auf diesen Bühnen zu stehen?
Mark Fox: Die Stimmung ist besser denn je! Wir haben auf dem persönlichen Bereich soviele Dinge eingesehen und respektieren gelernt, dass wir nun frei Musik machen können zusammen. Die beste Voraussetzung für die Bühne! Und klar - "chribelig" sind wir erst recht - nachdem wir nun in die Top 10 gestiegen sind. Wir freuen uns wie kleine Kinder.
hitparade.ch: Und was passiert nach dem Sommer? Es steht ja noch gar nichts auf der Homepage. Aber da kommt ja sicher noch eine Tour durch diverse Clubs, oder?
Mark Fox: Ja, da kommt noch viel - wir wollen aber die Daten nie zu früh bekanntgeben - dann bleibst noch eine kleine Überraschung. Was wir momentan auch noch am Planen sind ist die Europatournee, aber eben - auf www.shakra.ch gibt's die aktuellsten News, sobald die Tour spruchreif ist.
hitparade.ch: Wie ist die Resonanz allgemein aus dem Ausland?
Mark Fox: Gut bis sehr gut! Dies zeigt auch den Charteinstieg in Deutschland, der uns auch wieder auf viele Konzerte in Germania hoffen lässt. Aber es ist in jedem europäischen Land dasselbe - man muss immer harte Aufbauarbeit leisten. Wir arbeiten daran (grinst).
hitparade.ch: Die Schweiz ist ja nicht gerade bekannt dafür, ein Musik-Export-Schlager zu sein, was denkst du, macht den Unterschied, dass SHAKRA im Ausland auf mehr Interesse stossen als andere Schweizer Bands, selbst solche, die es mit sehr viel finanzieller Label-Unterstützung versuchen?
Mark Fox: Ich denke, dass eine Band wie Shakra nicht sehr vergleichbar ist mit andern, selbst im Hard Rock/Metal Bereich. Dies ist ein Vorteil im Allgemeinen, da man direkte Konkurrenz weniger fürchten muss. Wenn eine Schweizer Band nach Deutschland expandieren möchte ist es halt schwierig, wenn man klingt wie Bon Jovi, die kaufen dann lieber das Original.
hitparade.ch: Besteht da nicht manchmal etwas die Gefahr, abzuheben, wenn aus dem Ausland die besseren Feedbacks kommen als im eigenen Land, gerade wenn man sieht, was andere dafür anstellen müssen, um nur ein bisschen beachtet zu werden?
Mark Fox: Die Gefahr abzuheben ist da, wenn das Ausland ruft, aber eher mit dem Flugzeug, weil manche Orte einfach sehr weit weg sind (lacht).
hitparade.ch: Noch so nebenbei kurz. Du hast ja noch ein Solo-Projekt wo du Mundart singst, ist das jetzt auf Eis gelegt oder sogar fertig? Passiert da noch was?
Mark Fox: Da passiert garantiert noch was, im Moment bin ich aber in der Phase in der ich Ideen und Eindrücke sammle für eine neue CD. Ich hätte jetzt auch wirklich keine Zeit etwas aufzunehmen oder auf die Bühne zu gehen. Aber man darf gespannt sein.
hitparade.ch: Hast du noch Ziele mit SHAKRA, die du gerne erreichen würdest? Sachen, die vor 5-6 Jahren noch unerreichbar erschienen und die langsam vielleicht etwas greifbarer werden?
Mark Fox: Ich hatte sehr viele kleine Ziele, die ich mir gesteckt hatte. Praktisch alle haben wir in den letzten Jahren erreicht. Nun ist es Zeit in die Zukunft zu schauen und neue Fähnchen abzustecken, denn das Hauptziel ist wohl bei jedem Musiker das selbe, ich unterteile dies einfach in Etappen, damit ich nicht allzu entäuscht bin, wenn mal was nicht funktioniert. Aber ja, das Hallenstadion, aber diesnmal als Headliner!!!
hitparade.ch: Wie bei allen, legen wir auch bei dir noch die aktuellen Top 10 Singele Charts vor. hast du zu den SOngs noch was zu sagen?
1. Mark Medlock - Now Or Never
Mark Fox: Hat eine geile, markante Stimme. Hoffentlich kommt in die ganze Sache noch ein bisschen mehr von seiner eigenen Person rein
2. Beyoncé & Shakira - Beautiful Liar
Mark Fox: Hüüüüüüftschwung *Schwing* - Hey, das Lied fällt mir nicht ein, aber das Video (grinst)
3. Nelly Furtado - Say It Right
Mark Fox: Kenn ich nicht...
4. Ville Valo & Natalia Avelon - Summer Wine
Mark Fox: Könnte ein James Bond Soundtrack sein. Nicht schlecht aber auch nicht so mein Ding obwohl ich ein grosser Fan von Ville bin. HIM gefällt mir da doch besser.
5. Mika - Grace Kelly
Mark Fox: Find ich cool! Ist extrem Geschmackssache aber der Song erinnert oftmals an Queen - ich liebe Queen
6. DJ Ötzi & Nik P. - Ein Stern (... der deinen Namen trägt)
Mark Fox: Ich hab den Song nie gemocht... Kommt alle drei Minuten im TV und bleibt doch nicht im Ohr... Was läuft hier falsch?
7. Baschi - Wenn das Gott wüsst
Mark Fox: Finde ich nicht den besten Song der neuen Baschi-Scheibe, aber es war klar, dass dieser Song in den Charts landet - Provokation generiert Verkaufszahlen.
8. P!nk - Dear Mr. President
Mark Fox: Endlich mal jemand der Klartext redet. Musste fast weinen als den zum ersten Mal gehört hatte. Entenpelle pur!
9. Linkin Park - What I've Done
Mark Fox: Ich mag Linkin Park, aber den Song hab ich noch nicht gehört.
10. Timbaland feat. Nelly Furtado & Justin Timberlake - Give It To Me
Mark Fox: Nein - bitte Amerika, schickt keine Timberlakes, Spears, Hiltons usw. mehr über den Teich - ich kann ja verstehen dass ihr sie dort nicht mehr wollt, aber warum müssen wir sie nun haben?