Der Fall Trojas, die Irrfahrten des Aeneas, der Schmerz Didos, als Aeneas sie verlässt, Aeneas Gang in den Hades und vieles mehr: Vergil erschuf in der Aeneis Bilder und Geschichten, die bis zum heutigen Tag die Welt begeistern, faszinieren und, ja, auch amüsieren.
Rolf Boysen gibt diesem Epos seine Stimme, aber das sagt wenig: nicht nur seine Stimme, sondern seine ganze rhetorische Raffinesse, seine Kunst, den Wörtern nicht nur einen Klang, sondern auch einen Körper, eine Farbe, man glaubt beinah einen Geschmack zu geben.
Live-Mitschnitt einer gekürzten Fassung der Aeneis, die Rolf Boysen Anfang im April 2006 im Residenztheater an sechs Abenden gelesen hat.
Die "Aeneis", Vergils großes Versepos, schildert eindrucksvoll den Konflikt des Einzelnen mit den Mächten des Schicksals. Sie beschreibt die Schlacht um Troja in martialischen Tönen und ist doch zugleich eine zarte Liebesgeschichte - einer der wichtigsten Texte des Abendlandes, der auch als römische Nationaldichtung gilt.
Der Fall Trojas, die Irrfahrten des Aenas, der Schmerz Didos, als Aeneas sie verlässt, Aeneas Gang in den Hades und vieles mehr: Vergil erschuf in der "Aeneis" Bilder und Geschichten, die bis zum heutigen Tag die Welt begeistern, faszinieren und, ja, amüsieren.
Live-Mitschnitt der Lesung im Residenz Theater / München im April 2006. Übersetzung von Wilhelm Plankl unter Verwendung der Übertragung von Ludwig Neuffer.
Autorentext
Rolf Boysen wurde 1920 in Flensburg geboren. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und Kriegsdienst begann er seine schauspielerische Ausbildung in Hamburg. Ab 1948 war er an den staatlichen Bühnen in Dortmund, Kiel, Hannover und Bochum engagiert. Von 1957 bis 1968 gehörte Rolf Boysen zum Ensemble der Kammerspiele in München. Danach spielte er zehn Jahre am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, unter anderem 1969 die Titelrolle in Fritz Kortners Inszenierung von Schillers "Don Carlos". Seit 1978 stand Rolf Boysen wieder auf der Bühne der Münchner Kammerspiele und gilt bis heute als Doyen des Ensembles um Dieter Dorn - 2000 wechselte er mit ihm ans Münchner Residenztheater. Im Januar 2000 erhielt er den "Kulturellen Ehrenpreis der Stadt München".
Zusammenfassung
"Rolf Boysens Lesung hat Kraft, Klarheit und Tiefgang. Meisterhaft." Tagesanzeiger / Zürich