Ob Lob, Prämien oder Incentives alles, was in Unternehmen zur Mitarbeiter-Motivation praktiziert wird, ist kontraproduktiv, wie die Finanzkrise nur allzu deutlich zeigte. Reinhard K. Sprenger zerlegt die weitverbreiteten Anreizsysteme in unseren Unternehmen und ihre kontraproduktiven Folgen. Mit einem neuen Kapitel zum Thema Boni und Gehaltsmanagement, das auch auf die Fehlentwicklungen der letzten Jahre eingeht denn nie waren Reinhard K. Sprengers Thesen so aktuell wie heute.
Autorentext Dr. Reinhard K. Sprenger, promovierter Philosoph, gilt als profiliertester Managementberater und Führungsexperte Deutschlands. Zu seinen Kunden zählen nahezu alle großen DAX-Unternehmen; er lebt in Zürich und Santa Fe, New Mexiko. Sprenger ist bekannt als kritischer Denker, der nachdrücklich dazu auffordert, neues Denken und Handeln zu wagen.
Klappentext Ob Lob, Prämien oder Incentives - alles, was in Unternehmen zur Mitarbeiter- Motivation praktiziert wird, ist kontraproduktiv, wie die Finanzkrise nur allzu deutlich zeigte. Reinhard K. Sprenger zerlegt die weitverbreiteten Anreizsysteme in unseren Unternehmen und ihre kontraproduktiven Folgen. Mit einem neuen Kapitel zum Thema Boni und Gehaltsmanagement, das auch auf die Fehlentwicklungen der letzten Jahre eingeht - denn nie waren Reinhard K. Sprengers Thesen so aktuell wie heute.
Zusammenfassung"Deutschlands meistgelesener Managementautor" (DER SPIEGEL)
"Der bekannte Führungsexperte Reinhard K. Sprenger trifft ins Schwarze." (CAPITAL)
"Deutschlands einziger Management-Guru, der diesen Titel wirklich verdient." (FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND)"The author intelligently and often humorously debunks the deceptive logic of corporate reward [and punishment] systems." (Spiegel)
"A constructive examination of current motivational practice bolstered with many hands-on examples from the business world. A book for everyone's profit - often quite humorous and a pleasure to read." (Süddeutsche Zeitung)
Leseprobe"Im Nachhinein weiß man immer besser, was man vorher hätte wissen sollen. Diejenigen, die sagen, sie hätten schon vor 2008 die Finanz- und Wirtschaftskrise kommen sehen, sind daher wahrscheinlich eher eitel als weitsichtig. Aber dieses Buch kann für sich in Anspruch nehmen, vor fast zwanzig Jahren die zentralen Fragen gestellt zu haben: Kann man Motivation kaufen? Sind Menschen steuerbar - und wenn ja, wie? Welche Folgen haben Anreize? Was sind die Spät- und Nebenfolgen der Bonussysteme? In Politik und Wirtschaft hätte man wissen können: Anreize unterlaufen die menschliche Freiheit - und das macht niemand straflos. Meine Kritik an den Anreizsystemen schien schon damals - ich betone: schien - eine verspätete Position. Ein Rückzugsgefecht, das die Eigenschaft hat, ähnlich der "guten Sache" verloren zu sein. Es war daher nicht zu erwarten, dass der Weltlauf das Thema erneut auf die Tagesordnung setzte. Ursprünglich wollte ich die Krise nutzen, um meine Bemerkungen zum Entgeltmanagement zu aktualisieren, die ich schon der 14. Auflage beigefügt hatte. Es ging mir darum, ihren Gebrauchswert zu erhöhen und im Licht der erneuten Diskussion um Managergehälter noch klarer zu akzentuieren. Während der Arbeit daran verspürte ich den Wunsch, beide Themenkomplexe - Krise und Entgeltpolitik - in einen philosophischen und geschichtlichen Zusammenhang zu setzen. Sie finden all das in den beiden Kapiteln am Schluss dieses Buches. Für den Rest des Buches sah ich keine Veranlassung, etwas am Text zu ändern. An den Tatsachen ändert sich nichts, auch wenn der Sprachgebrauch sich ändert. Ich hege keine Hoffnung, schon gar nicht erwarte ich, dass sich die im Folgenden dargestellten Erkenntnisse nunmehr auf breiter Basis durchsetzen. Aber vielleicht kann doch die eine oder andere Führungskraft für sich und ihre Mitarbeiter daraus etwas Gutes und Praktisches entstehen lassen. ..."
Inhalt Inhalt Vorwort zur erweiterten Ausgabe 7 Vorwort 9 Einleitung 13 Erster Teil Sichtungen Der Impuls aus der Praxis 19 Der Sprachnebel der "Motivation" 22 Die freizeitorientierte Schonhaltung 28 Der kurze Hebel der Motivierung 35 Verdacht als Unternehmenskultur 42 Grammatik der Ver-Führung 56 Zweiter Teil Entlarvungen Sisyphos: Belohnen und Bestechen 69 Loben als Herrschaftszynismus 80 Bonussysteme als Nullsummenspiele 95 Doping 116 Ideen bringen Geld. Bringt Geld auch Ideen?124 Passivität als Führungskonzept 137 Revue der Abwertung 144 Gegen-Reden 160 Dritter Teil Führungen A. Fordern statt verführen 171 Exkurs: Dialogisch führen 183 B. Demotivation vermeiden187 Beziehungskisten 192 Nicht-Zutrauen 199 Unterfordern der Leistungsfähigkeit 208 Zerteilung der Arbeit 216 Mangelnder Freiraum als fehlende Leistungsmöglichkeit 224 C. Epilog: Versuch über Selbstachtung242 Von der Finanzkrise als Krise des Machbaren 253 Umrisse eines verführungsfreien Entgeltmanagements 262 Literatur 291