Autorentext
Augustinus in der Neuzeit (1999
Klappentext
Nikolaus von Kues lebte in einer Zeit des Umbruchs - und hat sich in ihr gewandelt. Die Vielseitigkeit seiner Interessen und Fähigkeiten ist bewundernswert. Cusanus verkehrte mit den kirchlichen und geistigen Größen seiner Zeit in Deutschland und Italien. Nicht zuletzt war er ein bedeutender Philosoph, der in seinem Denken die mittelalterlichen Autoritäten überwunden hat.
Zusammenfassung
"Ein kleiner, weiser Essay des großen Gelehrten. Es ist einerseits exakt das, was der Titel verspricht, aber gerade darum ein Traktat über den Intellektuellen überhaupt. Über seine Anpassungsfähigkeit, ja -freude und über die damit unlösbar verbundene Selbstverständlichkeit seiner Autonomie. Er passt sich an, um das, worum es ihm geht - das er oft zum Zeitpunkt seiner Einpassung noch nicht einmal ahnt - desto unangepasster denken, sagen und schreiben zu können. Wie auf einem Stifteraltar wird man in diesem Bild des großen Cusanes ganz klein auch den, der er ermöglicht hat, Kurt Flasch, erkennen." (Berliner Zeitung)"
Flaschs Absicht war, seine vorigen Cusanusbücher zusammenzufassen und auf die Frage zu antworten: Ging es nicht knapper, anschaulicher, konzentrierter und freier? (...) Dies ist ihm hervorragend gelungen." (Philosophisches Jahrbuch)
"Dass das theologische Sprechen und Denken aber auch von schillernder Virtuosität und sinnlicher Lebendigkeit sein kann, beweist Kurt Flasch in einem eleganten, seinem Gegenstand auch durch diese Eleganz angemessenen Essay über Leben und Werk des großen Nikolaus von Kues." (Hanns-Josef Ortheil in der 'Welt')
"'Sein Geburtshaus steht dich am Fluss. Wenn die Mosel Hochwasser führt, bedroht es heute noch den stattlichen Bau.' So, mit dieser linker Hand hingepinselten Beiläufigkeit, beginnt Kurt Flasch, einer der kundigsten Experten der Philosophie des Spätmittelalters, seinen ebenso reizvollen wie klugen Essay über Nikolaus von Kues (1401-1461). Es ist beileibe nicht das erste Mal, dass sich Kurt Flasch mit dem vielseitigen deutschen Kirchenmann und Philosophen beschäftigt. Nun aber geht es um die Lineaturen und Brüche jener Zeit, in der Kues gelebt hat und die ihn und sein Denken geprägt haben. Flasch zeichnet mit großer Kenntnis und leichter Hand ein Porträt, das den Leser nicht mit schwerfälligen Werkbiografien und gelehrten Distanzierungsübungen in die Flucht schlägt. Es ist, als ob wir mit dem Cusaner im Handgepäck mitreisten, von Koblenz über die 'Ideenbörse Basel', von da nach Mailand, Padua, Rom." (Neue Zürcher Zeitung)
"Eine anregende und auch für Nicht-Fachleute gut lesbare Biografie.'" (Mannheimer Morgen)
Inhalt
Geburt und Geld Verbindungen Erste Entwürfe Ideenbörse Basel Diplomatie Nichtwissen als Wissen Wanderjahre. Neue Ideen Ruhepause in den Marken Türkenkrieg und Ewiger Frieden Kann man Gott sehen? Erkenntniszuversicht und Korruption der Kirche Ende in Todi Sein Jahrhundert