Lange Zeit gab es die Einschätzung, Betroffene hätten keine Hilfemöglichkeiten jenseits der Psychotherapie, seien sowieso nicht an Selbsthilfe interessiert oder diese sei sogar schädlich für sie. Dieses Buch belegt: Alle Borderline-Betroffene können durch Selbsthilfe in ihrem Leben vieles verändern und sich dadurch persönlich stabilisieren.
Selbsthilfe ist kein Therapieersatz und soll auch keine Fremdhilfe ersetzen. Selbsthilfe ist aber eine sehr wichtige Ergänzung, die noch viel zu wenig gewürdigt wird. Das eigene Selbsthilfepotential zu entdecken und zu nutzen bedeutet, unabhängiger von der Hilfe anderer zu werden und auch ohne therapeutische Unterstützung besser zurechtzukommen.
Das Buch wendet sich in erster Linie an Betroffene. Es basiert auf den Erfahrungen vieler Menschen, die an der Borderline-Erkrankung leiden, sowie auf dem Wissen erfahrener Borderline-Therapeuten. Die hier zusammen getragenen Anregungen und Empfehlungen sind sowohl für jüngere Betroffene hilfreich als auch für Menschen, die seit vielen Jahren auf der Suche sind nach Möglichkeiten, ihre Probleme besser in den Griff zu bekommen.
In diesem Buch ist nicht nur von Selbsthilfe die Rede, sondern es bietet konkrete Anregungen zur Nutzung der eigenen Ressourcen. Deshalb finden sich in allen Kapiteln so genannte "Selbsthilfe-Hilfen": Das sind Fragen am Ende eines Kapitels, die dazu anregen sollen, sich über eigene Selbsthilfemöglichkeiten genauer Gedanken zu machen. Zusätzlich wurden alle Fragen am Ende des Buches in einem Bogen zusammengestellt. Im Text gibt es nützliche Hinweise auf weiterführende Bücher, Adressen usw. Ein eigenes Kapitel beschreibt den "Notfallkoffer". Darin geht es um hilfreiche Gegenstände und Strategien in akuten Krisen.
AutorentextDipl.-Psych. Andreas Knuf, Jg. 1966, ist Psychologischer Psychotherapeut. Er arbeitet seit langem in der stationären und ambulanten Psychiatrie, sein Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich der Selbsthilfeförderung. Er arbeitet für die Schweizer Stiftung Pro Mente Sana in Zürich.
Klappentext Das Buch bietet Borderlinern Anregungen und Empfehlungen, mit zentralen Problembereichen ihrer Störung angemessen umzugehen. Ob es um selbstverletzendes Verhalten, das Empfinden der inneren Leere oder um die Bewältigung traumatischer Erfahrungen geht - immer gibt es Möglichkeiten, nicht im Borderline-Erleben zu versinken. Dieses Buch belegt: Alle Borderline-Betroffenen können durch Selbsthilfe in ihrem Leben vieles verändern und sich dadurch selbst stabilisieren. Christiane Tilly und Andreas Knuf haben die Erfahrungen zahlreicher Borderliner ausgewertet und zeigen auf, wie man sein Potenzial zur Selbsthilfe entdecken und nutzen kann. Erprobte Krisenbegleiter wie der »Notfallkoffer« und viele weitere konkrete Tipps machen dieses Buch zur Fundgrube für alle, die unabhängiger werden und mit oder ohne therapeutische Unterstützung klarkommen wollen. Selbsthilfe ist eine sehr wichtige Ergänzung zur Therapie, die bisher zu wenig gewürdigt wurde.